Zwischendurch genäht 25 – Knietablett

Der Sommer ist schon eine Weile her, aber eigentlich ist das hier wieder einmal ein Urlaubsnachtrag, dazu auch noch mit Flohmarktfund. :) Das ursprünglich auf dem Flohmarkt im Urlaub erworbene Ölgemälde im barock anmutenden Holzrahmen war in seiner Kitschigkeit so schwer erträglich, dass ich tatsächlich das Vorher-Foto vergessen habe.

(Zeigen mal alle auf, die überrascht sind.

Und jetzt bitte alle, die mir meine Begründung abnehmen.

Aha, hatte ich mir so gedacht. :D )

Ich war auf dem Flohmarkt übrigens nicht die Einzige, die der Verkäuferin gegenüber äußerte, eigentlich kein Interesse am Bild zu haben, sondern nur am Rahmen. Aber die Einzige, die es trotzdem gekauft hat. 20181015_163627.jpgFantasie ist gefragt, bitte einmal das Bild rechts in den Rahmen links hinein denken. Geht, muss aber nicht. ;) Das alte Bild in modernem, sehr schlichtem Rahmen gefällt mir dagegen sogar ziemlich gut. Der Rahmen ist jetzt mit einer dünnen MDF-Platte, bezogen mit Tafelfolie, gefüllt. Und kommt viel besser zur Geltung, als wenn er versucht, eine englische Jagdgesellschaft zu erschlagen. Außenmaße für beide Rahmen sind ca. 30×40 cm, eine Größe, die man gut auf den Knien balancieren kann, wo ein Laptop drauf passt oder ein Kreuzworträtsel und ein Getränk o.ä.

Außer dem Bild auf einem Flohmarkt habe ich eine Anleitung im Internet gefunden. Hier ist der externe Link. (DSGVO-Hinweis: Achtung, die Zielseite speichert womöglich personenbezogene Daten!)

Stoffreste (Tartanstoffe) und Klettband (auch Reste) waren schnell gefunden, und eigentlich war auch die Näherei nicht viel Arbeit. *hüstel* 20181014_151819.jpgUneigentlich habe ich mich natürlich vernäht, versteckt (mit Nadeln), verdacht und schließlich alleine nicht getraut, die Füllung aus dem längst nicht mehr gebrauchten Stillkissen einzufüllen. Das wäre vermutlich auch nicht gegangen. So ein Stillkissen ist lang und groß, eine Wendeöffnung dagegen ziemlich klein. Dazu sind die minikleinen Styroporkügelchen, aus denen eine Stillkissenfüllung besteht, wirklich klein, haften aber sehr gut und gerne an allem, was auch nur minimale elektrische Spannung aufweist. Also eigentlich an allem.

Ein selbst gebastelter Riesentrichter aus dünner Pappe und einer leeren Küchenpapierrolle hat geholfen. Und mein Mann. Und die Badewanne. 20181014_153559.jpgAber es hat sich gelohnt! Entstanden sind zwei Knietabletts, eines für den Eigenbedarf, das andere wurde bereits für einen guten Zweck abgegeben.

Das war ein Projekt, mit dem ich lange geliebäugelt hatte, und ich bin sehr glücklich, es jetzt geschafft zu haben … und mit dem Ergebnis auch. :)

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Book up! Nr. 24 – ein Messerblock

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Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: E.T.A. Hoffmann und das Riemann-Musiklexikon

Das heutige Book-up-Projekt habe ich ursprünglich auf Pinterest gefunden, das es wiederum von dieser Seite hatte (Achtung, externer Link, Zielseite könnte personenbezogene Daten speichern!). Und es ist so simpel und offensichtlich, dass es weder ein Vorher-Foto noch eine Anleitung gibt: 20180731_081506.jpgDas hatte der Vorbesitzer vermutlich nicht im Sinn, als er mir anbot, den Bücherkeller auf Schätze Brauchbares zu durchsuchen. ;) Aber theoretisch könnte man die Bücher sogar noch lesen, denn außer einem Doppelknoten in der straff gezurrten Schnur hält sie nichts. Und bis das jemand tun möchte, freue ich mich über diese kindersichere Aufbewahrung für die scharfen Messer und frage mich, ob das noch liebenswert oder schon durchgeknallt ist, wie meine Küche aussieht.

Glück auf! Book up!

GriSu

Ein neues Leben für ein altes Fahrrad

Schon seit Jahren habe ich ein Bild an der Pinnwand hängen, auf dem die Designerin Bine Brändle ein blaues Fahrrad als Blumenständer präsentiert. Zwei derart genutzter Fahrräder, einmal ein altes Postrad in gelb und einmal ein komplett blau gestrichenes, fallen mir auch jeden Tag auf dem Weg zu KiTa und Bücherei auf. Wollte ich immer schon mal machen, nur fehlte immer das passende, ansonsten unbrauchbare Fahrrad.

Diesen Sommer investierten meine Schwiegereltern dann in gute Vorsätze und neue Fahrräder, und ein seit Jahren plattes Damenrad wurde mir für kreative Zwecke überlassen. 20181007_160334.jpgNatürlich das Vorher-Foto vergessen!

Zwei Fahrradkörbchen, an denen die Halterung abgebrochen war, wurden kurzerhand mit Kabelbindern am Fahrrad befestigt, und ich streiche bzw. sprühe Fahrräder auch nicht blau. Sondern, wie man sieht, weiß. Oder auch, wenn man einen solchen Blumenständer im Eingangsbereich zu einem Vermessungsbüro platzieren möchte, weiß und orange. 20181008_151534.jpgAktuell herbstlich mit Heide bestückt. Mir gefällt es wunderbar,damit habe ich mir einen jahrelangen kreativen Wunsch erfüllt. Ein echter Hingucker, oder nicht?

(Ich hoffe, die Schwiegermutter bekommt keinen Schock …)

Erdbeeren – Finale

Die Erdbeersaison ist vorbei, und ich bin sehr stolz auf mich. Sind sie nicht wunderschön?

20181007_222131.jpgNatürlich nicht bei Tageslicht fotografiert, deswegen farblich etwas merkwürdig, trotzdem wunderschön. :) Jetzt kann ich endlich mal wieder ein Vermögen beim Bilderrahmer ausgeben. :D

Kinderkram

In unserer Familie gibt es mehr als einen kreativen Kopf. Und einen kleinen Jungen, der Paw Patrol und Fußball liebt. Zwei kreative Höhepunkte meiner Töchter hier einmal schnell im Bild verewigt:

20180924_161555.jpgDer grüne Anstecker war mal bei einer Paw Patrol-Zeitschrift als Beilage dabei. Die anderen haben die Mädels dann für ihren Bruder gebastelt, der sie seitdem dauernd mit sich herumschleppt. Harte Liebe für große Schwestern 1. :)

20180928_192044.jpgWas tut man nicht alles, damit sie Salat essen. Ich habe „Fußball-Salat“ gemacht, grüne Salatwiese mit Joghurtsauce und Zwiebeln für die weißen Markierungen, dazu gelbe und rote Karten alias Mais und Salamiwürfel. Dazu gab es Kroketten und kleine Fußballwürstchen (die kann man so kaufen). Die Mittlere hat dann für ihren fußballverrückten Bruder inszeniert: Tore aus Ketchup, Krokettenspieler und natürlich einen einzelnen Ball mitten dabei. Harte Liebe für große Schwestern 2.

Das Fensterbild im Herbst

Die grüne Tonkartonwiese, die dieses Jahr im Küchenfenster gewachsen ist, hat sich herbstlich eingefärbt. Nach Eiern und Hasen im Frühling, Schafen und Blumen im Sommer wird es jetzt Zeit für Pilze, bunte Blätter und Igel. Auslöser war ein Bastelwutanfall des gerade Vierjährigen, der dem Igel dann die Stacheln geschnitten hat. Das schaffen auch Bastelanfänger, die dringend mit der Schere üben sollen. ;)

20180929_084641.jpgFür die Blätter habe ich dann keine Vorlage gefunden, also flugs in den Garten gehuscht und sich zwei hübsch geformte Blätter mitgenommen. Auf Pappe gelegt, umrandet und ausgeschnitten, schon war die Schablone fertig. Die Blätter aus herbstfarbenem Tonkarton haben dann länger gedauert, dafür schauen mich die andern Mütter beim Kinderfußball jetzt merkwürdig an. *hüstel*

Das kann jetzt erst mal wieder eine ganze Weile so bleiben. Im Winter muss die Wiese dann weichen, die Winterlandschaft für unsere Fenster ist ja bekannt und hält auch noch ein weiteres Jahr. Es sei denn, ich bekomme einen Bastelwutanfall. Hat der Kleine ja auch nicht von Fremden. :)

Erdbeeren aus der Reisetasche

Die Erdbeeren waren den Sommer über in der Reisetasche und sind auch brav und stetig gewachsen. Das war der Stand vor dem „Umzug“ aus der Rotation ins Unterwegs-Projekt Anfang Juni: 20180607_074200.jpg(Das Foto ist nicht besser geworden in den letzten Monaten. :)

Und das ist der aktuelle Stand: 20180930_191259.jpgVielleicht kein sehr großer, aber ein deutlich sichtbarer Unterschied. Und entweder sind meine Augen schlechter geworden (der Optiker verneint das), oder der Unterschied zu den recht großkreuzigen Pferden im Wasser ist einfach zu groß, auf jeden Fall sind die Kreuzchen bei den Erdbeeren plötzlich IRRE klein, man sieht gar nicht richtig, wie viele Kreuzchen in wie vielen Schattierungen in so einem einzelnen Blatt stecken.

Es fehlt aber auch nicht mehr so sehr viel an den Erdbeeren. Ich habe schon die letzten Vorlagenblätter zusammengeklebt und zugeschnitten, da es sich nicht mehr lohnt, wie bisher Blatt für Blatt vorzugehen. Wie man sieht: 20180930_191104.jpgRestliches Blatt, eine weitere Erdbeere und eine kleine Schnecke, dazu die passenden Schatten. Hier noch ein Bild, um den Größenunterschied zwischen Vorlage und Stickarbeit deutlich zu machen: 20180930_191225.jpgWeil jetzt nicht mehr so viel fehlt und ich schon anfange, über mögliche Nachfolger in der Reisetasche nachzudenken, geht der Freischuss in dieser Rotationsrunde an die Erdbeeren. Mal schauen, wie weit ich in zehn Stunden komme. Und wie lange das dauert. :)

Pferde im Wasser – Runde 4

Wasser oder Pferd, Pferd oder Wasser? Fragen, die sich ab sofort wohl nicht mehr stellen. Vorher sahen die durchs Wasser spritzenden Pferde so aus: 20180609_125954.jpgLinks zuviel Wasser, rechts zuviel Pferd. Oder andersrum ausgedrückt: Links fehlte ein Pferd, rechts fehlte Wasser.

Und das ist der aktuelle Stand: 20180930_135603.jpgNachdem das fehlende Wasser ergänzt war, hatte ich tatsächlich erst Halbzeit. Was tun? Weiter Wasser sticken hätte bedeutet, dass das fehlende Pferd links nur noch mehr auffällt und durch ein weiteres fehlendes Pferd verstärkt wird. Also habe ich angefangen, das Pferd zu ergänzen. Das ist in fünf Stunden natürlich nicht fertig geworden. Nächste Runde also ein halbes Pferd, und womöglich ein halbes Wasser. Wie sich manche Probleme doch in Luft auflösen … :)

Und jetzt? Ist die Rotationsrunde schon wieder geschafft.

Und ich darf mir einen Freischuss gönnen. Der geht diesmal zur allgemeinen Überraschung NICHT an die vielgeliebte Klarinette, sondern an die Erdbeeren in der Reisetasche. Die sind den Sommer über so weit gediehen, dass ein Ende in Sicht ist und ich anfange zu überlegen, was ich als Nächstes in die Reisetasche packen könnte.

Aber das ist ein anderer Beitrag. ;)

Zwischendurch genäht 24 – Händitaschen

Urlaubsnachtrag 4 :) (ein bisschen)

„P.S. Das heißt Handy, Mama!“ Solche Nachrichten schreibt mir mein großes Kind, kaum dass es sich ein Smartphone kaufen durfte. Pöh! Aber nicht nur meine Tochter, auch die westliche Schwester hat sich ein Smartphone gekauft, und auch mein eigenes durfte mal wieder ersetzt werden. (Es ist unglaublich, auf wie viele Arten man Händis fallen lassen kann. Grmpf.)

Nun ja, neue Smartphones also, und da die westliche Schwester gerade zu Besuch war und dabei erwähnte, dass sie doch eine Händihülle brauchen könnte, damit das Gerät vielleicht ein bisschen länger hält als bei gewissen Verwandten (nochmal Pöh!), habe ich den Vorwand genutzt, mich an die Nähmaschine zu setzen und welche zu nähen. Für die westliche Schwester selbstverständlich mit Fußballstoff als Innenfutter, für mich selber mit einem wunderschönen Baumwollstoff, den ich in diesem einen speziellen, wunderschönen Laden im Urlaub gekauft hatte. (Deshalb Urlaubsnachtrag.) 20180923_153253.jpgWestliches Händi, nördlicher Stoff.

Von dem Stoff sieht man natürlich nicht viel, aber ich weiß, dass er da ist, das reicht mir bei so einer Händihülle dann auch. Außen sollten die Hüllen etwas dezenter aussehen, frau ist schließlich erwachsen, da musste eine kaputte Kinderjeans herhalten. 20180923_153327.jpgBei meiner Hülle habe ich Bündchen und Naht der Hose erhalten, dafür musste ich noch mal umdenken, eine Naht trennen und überhaupt kreativ sein, das fiel mir erstaunlich schwer für so eine schlichte Hülle. Die einzig sichtbare Naht ist jetzt aber innen unten, das war mir wichtig.

Für meine Schwester durfte die Hülle dann eine Klappe haben, die leider etwas zu knapp ausfiel, deswegen gab es „mal eben schnell“ noch einen Klettverschluss oben drauf. Und schon war wieder ein „Zwischendurch genäht“ fertig. :)