Wrath – Runde 23

Vorher:

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Ein Großteil der noch offenen Flächen sind noch offen, weil das Stickgarn fehlte. Super. Gerade aber links und rechts oben in den Ecken erwartet mich Konfetti, darauf hatte ich letzte Runde nicht wirklich Lust. Auch jetzt hält sich die Begeisterung in Grenzen, aber irgendwann muss ich es ja sticken. Also auf ans Werk.

Dann ergab sich, dass fast jede Konfetti-Farbe, mit der ich in der Ecke nur ein oder zwei Stiche machen musste, für einige Kreuzchen mehr am rechten Rand benötigt wurde. Ein Rätsel, aber gern genommen, so konnte ich die eingezogenen Fäden qenwenigstens aufsticken, statt sie nach zwei Kreuzchen zurück in die Garnkarte fädeln zu müssen. :)

Irgendwann habe ich mich gefragt, was das eigentlich für ein gGebilde werden soll an der „neuen Baustelle“. Die Peitsche? Dafür bin ich eigentlich noch zu weit oben… die Lösung ist auf dem Nachher-Detailbild schon sehr gut zu sehen, mittendrin war das nicht so klar. Völlig eindeutig dagegen ist es in der Gesamtansicht:

Lady Wrath hat primäre weibliche Geschlechtsorgane aka Brüste! Und eine Schulter ist auch schon da. :)

Wie damals beim ersten Auftauchen von Gesichtszügen hat mit die Erkenntnis einen riesigen Motivationsschub beschert. Spontan habe ich erst einmal Garnnachschub in größeren Mengen bestellt (und dabei festgestellt, dass mein Lieblings-Internet-Garndealer meine Marke aus dem Sortiment genommen hat, argh), gleich auch mit für die Klarinette. Und dann ging das Sticken noch mal so schnell von der Hand, plötzlich fand sich auch Zeit. (Fand der Haushalt nicht so gut, aber irgendwas ist ja immer.)

Wrath muss also schon wieder in die Kiste, ab jetzt werden Pferde gestickt. Und Wasser. Und Wasser und Pferde.
1. Klarinette (28)
2. Tecklenburger Turney (21)
3. Wrath (23)
4. Pferde am Bach (11)
5. Pferde im Wasser (7)
6. Twelve days of christmas (3)

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Kinderkram 2

Harte Liebe für große Schwestern, Teil 2. Oder 3?

Große Schwestern können ja ganz schön gemein sein, aus der Sicht von fünfjährigen Jungs. Aber sie können auch einfach großartig sein!

Zum Beispiel, wenn sie zum Geburtstag einen Düsenantrieb fürs Fahrrad basteln. 😍 Und nicht nur einen einfachen Düsenantrieb, nein! Es ist ein dreistufiger Pokemon-Feuer-Düsenantrieb!

Die Düse besteht aus einer leeren, etwas festeren PET-Flasche, die mit Alufolie eingewickelt wurde. Das Feuer ist aus orangen und gelben Krepppapier, das tatsächlich standfest genug ist, um nicht nur schlapp herunterzuhängen.

Die Steuerung aus gelbem Tonkarton ist festgetackert und sieht aus wie Pikachu (schreibt man den so?). Geschwindigkeit stufenlos einstellbar von „superextrem“ bis „Düsenantrieb“. Oder andersrum, bei linkshändigen Kindern ist das nie so ganz klar. Aber da der Kleine noch nicht lesen kann, ist das auch egal. ;)

Ich bin auf jeden Fall mal wieder begeistert von der Kreativität meiner Töchter. Und von der sichtbaren Zuneigung zu ihrem Bruder, die im Alltag meistens nicht so deutlich erkennbar ist. ♥️

Party-Ideen Ninjago-Geburtstag

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A.S. (Ante Scriptum): Ich finde gerade (6.9.) diesen Entwurf, den ich eigentlich bereits am 24.8. geschrieben und veröffentlicht hatte. Jetzt ist es ein Entwurf, und der halbe Artikel ist weg. Keine Ahnung, was da passiert ist. Und wie viel Motivation ich zusammenkratzen kann, um alles wieder herzustellen.

Endlich mal wieder eine Ideensammlung zum Kindergeburtstag, und man sehe und staune: Zum ersten Mal gibt es Ideen für einen Geburtstag mit Jungs! Wow!

Vorspiel

Mein Kleiner ist fünf Jahre alt geworden (ist das nicht unfassbar?) und hat zum ersten Mal so richtig Kindergeburtstag mit Programm gefeiert. Und er wollte unbedingt eine Ninjago-Party haben. Es gibt einfachere Themen als Ninjago, Pferde, Prinzessin oder Fußball zum Beispiel, da bekommt man alles von Zuckerfigürchen für den Kuchen bis Servietten. Bei Ninjago nicht, da bekommt man im Internet Druckvorlagen für die Augenschlitze in den Masken. Aber viel mehr braucht man eigentlich auch nicht. ;)

Vor dem Kindergeburtstag gab es aber noch den eigentlichen, dieses Jahr beim jährlichen Familientreffen in etwas größerem Kreis und daher mit etwas größerem Kuchen. Und den möchte ich euch auf jeden Fall zeigen:

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Eigentlich ist der Kleine nämlich ein ganz großer Fußballfan. Das war mein erstes Mal mit Fondant, und es war nicht genug da, aber das fand niemand schlimm. Für die taktische Aufstellung der Gummibärchen war die westliche Schwester, vom Kleinen auch liebevoll „Fußballtante“ genannt, zuständig. :D

Dieser eine Kuchen und Fußball-Bettwäsche war dann aber auch erst mal alles, was an Fußball zum 5. Geburtstag passiert ist, der Rest ist Ninjago. (Ende Vorspiel)

Ich hatte eigentlich fest auf die Hilfe der beiden großen Schwestern bei der Vorbereitung der Party geholfen. „Eigentlich“ lässt schon darauf schließen, dass das nicht funktioniert hat. Die beiden Mädchen sind uneigentlich nämlich spontan für ein paar Tage in Reiterferien gefahren, und damit waren für die Mutter doch wieder ein paar Nachtschichten angesagt. Ein kleiner Junge alleine zu Hause (ohne Geschwister) bedeutet nämlich auch, dass man nachmittags nicht in Ruhe basteln kann. Plus die erste Arbeitswoche nach meinem Sommerurlaub, es kam alles zusammen. Aber die Bastelei hat sich gelohnt:

Banderolen um Trinkgläser, Wasserflaschen, Chipsdosen (die waren Teil des Schatzes) und leere Konservendosen (zum Dosenwerfen), Augenschlitze auf den eh im Wohnzimmer hängenden Sommerlaternen und einigen wenigen Luftballons. Und natürlich alles in den Ninjago-Farben (rot, grün, blau, schwarz, weiß, gold). Da es insgesamt sechs Jungs waren, konnte man so auch ganz schnell das eigene Glas/die eigene Flasche wiederfinden. :) Das Bild links oben zeigt die Pausenverpflegung für die Schatzsuche.

Die Einladungen (im Bild rechts unten) wurden auf Legoköpfe aus Tonkarton geschrieben, die in Umschläge mit Augenausschnitt gesteckt wurden.

Da ich es aufgegeben habe, für Kindergeburtstage große Kuchen zu backen, gab es nur ein paar Muffins. Mit Schokoladenstückchen im Teig, was für die Optik nicht ganz so toll war (Bild rechts Mitte) (Merken: Nächstes Mal nicht mit dem Kind über Kuchen diskutieren, sondern einfach einen hellen Rührteig machen!). Dazu gab es gleich meine zweite Erfahrung mit Fondant (ich werde noch Fondant-Fan, wenn das so weitergeht). :) Entsprechend der Muffingröße habe ich mit einer Tasse Kreise aus rotem Fondant ausgestochen, den Augenschlitz rausgeschnitten und aufgelegt. Eine Farbe Fondant war mir aber genug (den Kindern auch), und für den Kleinen musste es rot sein, aus Gründen. Mit schwarzer Zuckerschrift dann noch Augen und vor allem (wichtig!) Augenbrauen aufgemalt, und schon hat man Ninja-Muffins. (Irgendeine Wahnsinnige hat übrigens zwei Großpackungen bunter Schokolinsen farblich sortiert und in passende Ninjago-Gläser gefüllt. Muss man nicht, wurde aber begeistert zur Kenntnis genommen.)

Hauptprogrammpunkt der Ninjago-Party war eine Schatzsuche. Das ist mit Fünfjährigen noch nicht so ganz einfach, da die Kinder schlicht noch nicht lesen können. Stattdessen gab es insgesamt 15 Stationen mit Fotopuzzlen, bei denen man sich immer die nächste Station zusammenpuzzlen musste. An sechs Stationen gab es außerdem eine Aufgabe, für die man ein Stück des Abschlusspuzzles bekam.

Ganz am Anfang stand eine fast leere Schatzkarte, gebastelt aus dem letztjährigen Landlust-Pixibuch-Adventskalender und jeder Menge Tonpapierreste. Jetzt habe ich fast nichts mehr in rot, schwarz, blau, grün, weiß und gold.)

Zwei Fotos klebten von Anfang an: Die allererste Station und eine Station, bei der ich spontan beschlossen hatte, sie einfach ausfallen zu lassen. (Deswegen ist auf dem zweiten Bild noch eine Lücke zwischen zwei bereits eingeklebten Fotos.)

Für das Schlusspuzzle gab es diese sechs Aufgaben:

  1. Latten am Gartenzaun zählen
  2. Mit einer Wasserpistole den mit Küchenrolle an einem Ast befestigten Umschlag vom Baum schießen :)
  3. ein Gruppenbild in Ninja-Pose (das ist toll geworden, kann ich aber natürlich nicht zeigen ;)
  4. Bälle in einen frei schwingenden Eimer werfen (erstaunlich schwer) (Der Eimer musste natürlich auch nach Ninjago aussehen…)
  5. Dosenwerfen
  6. Quizfrage zu Ninjago beantworten

20190816_070628.jpg Die Schatzsuche führte uns zum Spielplatz, und damit der nicht komplett umgegraben werden musste, gab es ein Schlusspuzzle mit wertvollem Hinweis. Die Rahmen für das Puzzle habe ich über Pinterest gefunden. Besonders begeistert waren die Jungs, als sie am Spielplatz dann erst mal keinen Schatz, sondern zwei Schaufeln fanden. Schatzsuche mit in echt ver20190818_194734.jpggrabenem Schatz gibt es wirklich selten, da störte auch der Nieselregen nicht. :) (Die langhaarigen Kinder auf dem Bild sind übrigens keine kleinen Jungs, sondern ein großes und ein mittleres Mädchen, frisch aus den Reiterferien zurückgekehrt und noch mit Stallgeruch.)

In der verbuddelten Schatzkiste waren sechs kleine Schatztruhen aus Holz mit einer Ninjago-Figur, drei Scholokadentalern und einem Brauselutscher in Ninjago-Farben. (Manchmal braucht es nicht viel, um glücklich zu machen.)

Vom Spielplatz aus ging es dann auf dem kürzesten Weg nach Hause, wo wir zeitgleich mit der bestellten Pizza eintrafen. Das war mal gutes Timing! Und dann war der Geburtstag auch schon wieder vorbei.

Nachspiel

Gefühlte hundertmal manuell zwischengespeichert, drei Anläufe und die Hoffnung, dass es jetzt endlich klappt mit dem erfolgreichen Veröffentlichen. Und Ninjago-Muffins können sich wirklich schlecht tarnen: 20190817_192230.jpg

Farbverläufe

Ich liebe Farbverläufe, wenn eine Farbe so langsam in eine andere übergeht, dass man nicht wirklich festmachen kann, wo genau die eine Farbe aufhört und die andere anfängt. Gerne auch nur innerhalb einer Farbe, von nachtblau zu hellblau, fast weiß. Und ich male Farbverläufe sehr gerne, am liebsten mit Acrylfarbe. Ich liebe die Struktur der Farbe und den großzügigen Umgang damit, wenn man schöne, farbstarke Ergebnisse erzielen möchte. Nur leider komme ich so selten zum Malen, das ist zum aufgegebenen Hobby verkommen.

Aber ich komme immer mal wieder dazu, Möbel weiß zu streichen. :)

Das ist die beste Version eines Vorher-Fotos, die ihr bekommt. ;) Zwei Regalbretter sind schon raus, und das ursprünglich komplett braune Regal ist schon halbwegs weiß. Es stammt aus dem Kinderzimmer der Großen, wo es nicht wirklich gebraucht wurde, und soll ins ehemalige Au-pair-Zimmer, jetzt Spielzimmer wandern, wo viele Lego-Drachen darauf warten, dass man nicht mehr dauernd auf sie drauf tritt.

(Hallo Familie! Was ich dauernd vergesse zu erzählen: Die Mittlere ist zurück in ihr altes Zimmer gezogen. Wir haben drei Abende gebraucht, um die Möbel (Betten und Regal) umzuziehen, die Türen und Winkel sind einfach zu klein.)

Wer sich mit Legodrachen auskennt, weiß, dass sie bestimmten Elementen zugeordnet sind. Wasserdrachen, Winddrachen, Feuerdrachen usw. Das hat mich auf die Idee gebracht, das Regal zumindest halbwegs daran anzupassen:

Und endlich mal wieder einen Farbverlauf zu malen! So können unten die Wasserdrachen und oben die Winddrachen leben. :) Meine Töchter, rettungslos fasziniert von dem Gepinsel ihrer Mutter, haben dann auch ihren ersten Farbverlauf gemalt, einfach auf irgendein Stück Holz, und wissen jetzt, dass das gar nicht so kompliziert ist. Die Ergebnisse sieht man ebenfalls im Bild, genau wie die Wolke, die der Kleine dann unbedingt malen wollte.

Damit es nicht gar so schreiend bunt wird, sind die Regalbretter und die Außenhülle des Regals schlicht weiß geworden.

Und ein Stück Rasenteppich (unglaublich, was wir alles im Haus haben) im mittleren Regalfach sichert das passende Habitat für alle Drachen, die weder auf Wolken noch unter Wasser schlafen wollen.

Warum kann so ein Tag nicht 48 Stunden haben? Malen war ein tolles Hobby… *seufz*

Klarinette – Runde 28

Dieser Blogbeitrag hat zig Wochen Verspätung, denn die letzte Klarinettenrunde konnte ich noch vor dem Urlaub abschließen. So was wird aber ja nicht schlecht (glaube ich), und da ich in der Rotation noch nicht weiter gekommen bin, ist die Klarinette immer noch das aktuelle Projekt.

So sah sie vorher aus: 20190409_180129.jpg Kein Seitenfinale wegen fehlender Garnfarben, zweien an der Zahl. Dafür der Start in die nächste Reihe, Nummer 3 von 4.

In der Zwischenzeit hatte ich dann größere Garnmengen von M. meinen Virräten einverleibt, wodurch ich hoffte, die Garnprobleme lösen zu können. Leider hat das nur zur Hälfte geklappt (eine Farbe war also dabei ;), das Seitenfinale steht damit immer noch aus. Erschwerend ist mir die nächste Garnfarbe ausgegangen. Offenbar ist es egal, wie viel Stickgarn man vorrätig hat, es ist immer zu wenig. Hm.

Die dritte Reihe beginnt erst einmal mit einer Menge Hintergrund, entsprechend schnell ist es gestickt. Die Konfettistickerei macht mich ja nur an den Klappen regelmäßig wahnsinnig. ;)

Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Klarinettenrunde, vielleicht auch auf den Freischuss. Und jetzt?

1. Klarinette (28)
2. Tecklenburger Turney (21)
3. Wrath (22)
4. Pferde am Bach (11)
5. Pferde im Wasser (7)
6. Twelve days of christmas (3)

Die Turney darf rückenbegint noch einmal aussetzen (nächste Runde dann hoffentlich nicht mehr), und ich krame mal wieder wütende Lady raus. Ist auch viel zu entspannt hier momentan, so mitten in den Sommerferien mit wenig Zeitdruck und zur Zeit auch wenig Lust, mir viele Termine aufzubürden. Wenn ich nicht aufpasse, passe ich noch auf mich auf. ;)

Nixenfinale

Die Nixe ist im Urlaub fertig geworden, aber der Rahmen musste natürlich noch bearbeitet werden.

Die Größe richtig geschätzt. :)

Den Rahmen habe ich erst einmal auseinander genommen (das Bild raus) und weiß gestrichen, da dunkelgrün nicht in unser Badezimmer passt. Erste Zweifel, ob komplettes Weiß streichen dem Rahmen gerecht wird, wurden durch einen Kommentar unter dem Flohmarkt-Blogeintrag bestätigt. Deswegen beschließe ich, diesmal nur einmal zu streichen und dann kurz mit der Schleifmaus drüber zu gehen, um die „Patina“ wiederherzustellen.

Anschließend aus dem Urlaub mitgebrachte Muscheln auf dem Rahmen verteilen – das ist die Art von Aufgabe, die mir wirklich schwer fällt…

Die Muscheln sollen zwar in gleichmäßigen Abständen liegen, aber nicht in Reih und Glied. Mit den Muscheln auf dem Rahmen kann man jetzt auch die Schrift „Les animaux de la France“ nicht mehr lesen.

Jetzt nur noch ab ins Badezimmer:

Wie dafür gemacht. (Ist es ja auch.)

Das kleinere Bild ist übrigens ein Geschenk der westlichen Schwester, und die Nixe hatte mich auch deshalb so angelacht, weil sie so gut dazu passt. :)

Urlaubsende 4.8.

Der Urlaub ist vorbei, heute geht es nach Hause.

20190804_205358.jpgWir nehmen zwei Gläser Muscheln, einige Souvenirs, viele Erinnerungen, Sommersprossen und eine gewisse Sonnenbräune mit nach Hause und sind viel schlauer als vor zwei Wochen. :)

Und eine fertige Nixe kommt mit, die letzten Fäden habe ich gestern Abend noch gestickt: 20190804_205827.jpgEigentlich ist vorgesehen, all die Verschnörkelungen, Verzierungen usw. auf der Nixe dreifädig in weiß zu sticken, beim Schriftzug war ich auch noch brav. Aber eigentlich ist die dunkelblaue Nixe so schön, dass man sie nicht weiter verzieren muss. Damit sie aber auch nicht halbfertig aussieht, habe ich beschlossen, die Verzierungen in zweifädig in Mittelblau zu sticken, dann sind sie da, aber dezent. Und ich bin sehr zufrieden damit. :)

Ein paar fachliche Details: Die Nixe ist eine Stickpackung von Dimensions, Designer Geoff Allen, und heißt im Orginal „Mermaid Song“. Die fertige Arbeit ist 12,5 x 12,5 cm groß. Ich mag Dimensions-Packungen, sie haben tolle Farben und gut organisierte Kits, da kann man sich eigentlich immer sicher sein, dass alles Benötigte dabei ist (Nadeln zum Beispiel, das sollte man im Urlaub nicht unterschätzen ;).

 

Urlaub aktuell 2./3.8.

Der Kleine mit seinem Loch im Kopf sollte besser nicht mehr am Sandstrand herumtollen, da sind sich alle einig außer ihm. Der Freitag (2.8.) verläuft daher aus seiner Sicht recht ereignislos. Wer den Kleinen kennt, kann sich vorstellen, dass es ungefähr so gut funktioniert, ihn zu einer ruhigeren Gangart zu bringen, wie einem Flummi das Hüpfen abzugewöhnen…

Morgens fahren wir Bimmelbahn, streckenweise tatsächlich dieselbe Route wie am Vortag mit dem Tretmobil. So können wir der Schwester, die gestern zu Hause geblieben war, auch noch die sehr sauberen, gutaussehenden Kühe zeigen. ;) 20190802_112323.jpgMein Neffe, großer Fahrzeugfan, ist begeistert, mein Sohn eher daran interessiert, seinen Kopf überall anzulehnen, wo es bei einem Schlagloch weh tun könnte. Hurra. Wie gut, dass wir den Verband angelassen haben, so wundert sich niemand über diese merkwürdige Mutter, die ihr Kind nirgends dran lässt. Ist doch nur neugierig, der Junge.

Nachmittags gehen alle anderen an den Strand, mein Sohn und ich solange noch einmal einkaufen. Er bekommt endlich die Piratenfahne, die er sich seit dem ersten Tag wünscht, und ich finde ein Piratenmalbuch, das ihn die nächsten anderthalb Tage beschäftigen wird. Dabei ist er dann tatsächlich auch ruhig, und der Kopf heilt vorbildlich.

Am Samstag, 3.8. macht mein Mann mit den Mädels eine Wattwanderung, und mein Schwager deklariert einen Bollerwagen als Piratenschiff, pack die drei Kleinen hinein und entert fahneschwenkend den nächsten Supermarkt. Meine Schwester und ich tun in der Zeit, was wir in jedem Urlaub tun: Wir haben einen Flohmarkt aufgetan und nehmen uns Zeit für uns – in der wir für die Kinder einkaufen. ;) Na gut, letzteres ist natürlich nicht das Ziel, aber wir haben am Ende mehr Bücher und Puzzle eingekauft als sonst was. Ich finde immerhin eine Umhängetasche in der perfekten Größe, die förmlich nach mir ruft, und einen Bilderrahmen in der perfekten Größe für die Nixe, die fast fertig ist. 20190804_205745.jpgDa ich die Nixe natürlich nicht dabei habe, bin ich stolz darauf, wie gut ich geschätzt habe! Und der Rahmen wird nicht so bleiben, der wird selbstverständlich noch weiß gestrichen.

Wieder in der Ferienwohnung backe ich einen Restekuchen und vernichte damit die Vorräte an Margarine, Eiern und fast Vanillemilch- und Kakaopulver. Und die halbe Tafel Blockschokolade, die noch vom Schwagergeburstagskuchen übrig geblieben war. Das große Restevernichten ist für den Abend angesagt.

Vorher geht meine Familie noch mal zum Hafen, um sich ein historisches Rettungsboot anzuschauen. Und anschließend geht es ein letztes Mal zum fast sandfreien Strand, wo meine Kinder mir Muscheln suchen, mit denen ich den Bilderrahmen bekleben kann. Das har die westliche Schwester schon einmal gemacht, als sie mir ein Stickbild geschenkt hat, das ebenfalls in unserem Badezimmer hängt. Die Nixe soll direkt daneben, mit passendem Rahmen wird das toll aussehen.

Dann wird gepackt, gepackt, gepackt und fürs Abendessen alles geschnippelt, was man zu einem Auflauf verarbeiten kann. Die unterste Lage wird altes Brot mir reichlich Kräuterbutter, darüber dann Paprika, Äpfel, Tomaten, Schinkenwurst und Zwiebeln, darüber Mini-Backofenkäse und ein allerletztes Ei. Die ganze Familie schnibbelt fleißig mit, damit das Abendessen nicht erst zum Frühstück fertig wird. Zum Nachtisch gibt es alle angebrochenen Süßigkeiten, und die Erwachsenen leeren die letzten Flaschen. Und natürlich noch ein bisschen packen, das passiert eigentlich die ganze Zeit nebenher. Morgen geht es schon wieder nach Hause, das ging schnell. Wir überlegen, ob wir nächstes Jahr wieder hierher kommen möchten, denn es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht, vor allem auch zusammen, das ist noch ein bisschen entspannter. Vielleicht versuchen wir nächstes Jahr auch mal die andere die westliche Nordseeküste, dieses Jahr wären viele unserer angedachten Ausflugsziele am anderen Ende Ostfrieslands gewesen. Da müssten wir nur ein Haus finden mit zwei passenden, bezahlbaren Ferienwohnungen in der richtigen Größe. Darum sollten wir uns vermutlich bal kümmern. Aber nicht mehr heute Abend.

Urlaub aktuell 1.8.

Tag 11/14. Du lieber Himmel, was für ein Tag.

Los geht es mit einer Tretmobiltour.

Das Tretmobil ist eine Art Fahrrad für sechs Treter und zwei Kleinkinder. Nachdem sich meine Nichte beim Anblick des Mobils spontan überlegt, dass sie lieber nicht mit möchte, sind wir fünf Treter und zwei Kleinkinder, das passt. (Sonst hätten wir zusätzlich ein Fahrrad mitgenommen, das hätte auch gepasst.)

Wir fahren ins Binnenland, da beide Richtungen am Meer entlang schon mehrfach mit dem Fahrrad gefahren wurden. Insgesamt 20 km ohne Gangschaltung im gefühlt ersten Gang, da lassen einen einige Muskelpartien spüren, was sie geleistet haben. Das Binnenland ist fast so schön wie das Meer, abseits der Hauptstraßen pure Idylle. Wir fahren durch Felder, Wiesen und Auen, leuchtendes Ährengold. Ich möche so gerne noch schaaaauen … *sing* Blühende Wiesen, glückliche oder zumindest sehr gutaussehende Kühe und die Hölle. Die hatte ich mir ein wenig weniger idyllisch vorgestellt.

Den weniger idyllischen Teil würde ich später am Tag noch besuchen, aber das wusste ich da natürlich noch nicht.

Nachmittags bringen wir alle zusammen das Tretmobil wieder zurück zum Fahrradverleih, und dann spaltet sich die Grppe in Einkäufer und Schon-zur-Eisdiele-Geher. Die Mittlere will unbedingt mit einkaufen, die Große auch, dann der Kleine auch, während ich es albern finde, mit sieben Leuten eine gelbe Paprika zu kaufen. Schließlich gehen die Papas mit den Kindern bis auf die Mittlere und meinen Neffen vor. Im vorletzten Moment will die Mittlere dann doch mit zur Eisdiele oder nicht oder … mir platzt der Kragen, ich entscheide, dass sie mit einkaufen geht. Dann suche ich mein Souvenir (ein paar Fische für die Badezimmerfensterbank, definitiv kein Spontankauf) und den benötigten Tee … und dann die Mittlere. Sie ist weg. Wir durchkämmen den ganzen Supermarkt, weg. Vermutlich nur den anderen hinterher zur Eisdiele, aber ohne Bescheid zu sagen? Ich bin fassungslos. Wie sehr, merke ich erst eine Viertelstunde später, als ich aus dem Supermarkt raus, an der Eisdiele vorbei und fast an der Ferienwohnung angekommen bin und sie wiedergefunden habe. Mutterhölle, Abteilung „Kind weg“. Meine Stimme bricht, Tränen brechen, auf den letzten Metern zur Ferienwohnung biege ich ab Richtung Nervenzusammenbruch. Ich fühle gar nichts mehr, es ist einfach alles weg.

Meine Schwester, erfahren in solchen Dingen, lässt mich weinen, trinken und auf einer Decke im Garten liegen, da ich partout nicht ins Bett möchte. Ich bin so erschöpft! Von der Decke aus beobachte ich das Fußballspiel, das auf der gemeinsamen Rasenfläche zwischen den Häusern inszeniert wird. Der Kleine und zwei Nachbarpapas gegen alle anderen. Die Nachbarn haben kleine Fußballtore dabei und werden meinen Kleinen seitdem nicht mehr so richtig los. Ihre eigenen Jungs mögen entweder Fußball nicht oder diesen fremden Jungen, der einfach dauernd vorbeikommt und alle versucht, zum Spielen zu überreden.

Irgendwann gebe ich meiner Erschöpfung doch nach und gehe rein. Fünf Minuten später Gschrei von draußen: „Mama, komm schnell! Der Kleine blutet am Kopf!“ Mutterhölle Teil 2, viel Blut am Kind. Der Kleine sitzt mittlerweile auf Papas Schoß,mit dem Kopf auf Papas Schulter, während ich die Blutung am Hinterkopf abdrücke. Es ist eine kleine Platzwunde. Nur wenige Millimeter breit, und die Blutung lässt sich tatsächlich stillen. Wir entscheiden uns für Wundspray und vorläufig gegen einen Besuch im Krankenhaus.

Als das vorbei ist, kann ich mich kaum noch aufrecht halten. Es war einfach zuviel heute. Ich setze mich bis zum Abendessen nur noch hin und schleppe mich danach ins Bett. Eine Stunde später wecken mich die Mädchen, es blutet wieder. Erneute Begutachtung der Platzwunde, erneute Entscheidung gegen eine Fahrt zum Krankenhaus. Ich säubere die Wunde noch mal und lege einen Kopfverband an, damit der Kleine schlafen kann. Und ich auch.

Spoiler: Das klappt. :)

 

Urlaub aktuell 31.7.

Mein Schwager hat heute Geburtstag, wollte aber eigentlich nur ein Eis ausgeben und sonst bitte nicht feiern. Das geht natürlich nicht. Der Morgen beginnt also erstmal damit, das Wohnzimmer ins Geburtstagszimmer zu verwandeln und den Tisch zu decken, während er Brötchen holt. Leider hat meine Schwester nicht aufgepasst, und so bekommt er schon vorher mit, dass ich seinen Lieblingskuchen gebacken habe. Von der Wimpelkette weiß er aber nichts.

Mission accomplished. :)

Die Kinder bekommen bei der Gelegenheit ihre Urlaubstassen mit dem eigenen Namen drauf. Die Sonne scheint, es gibt Kuchen zum Frühstück, und für halb Drei sind wir in der Eisdiele angemeldet. Was für ein schöner Tag!

Da diverse durchgespielte Möglichkeiten zur Morgengestaltung nicht funktionieren, gehen wir einfach einkaufen. Abends soll gegrillt werden, wir brauchen neue Getränke und diverse Kleinigkeiten. Und neue Schuhe! Eigentlich stehen wir nur vor der Tür, mit drei Bollerwagen und fünf Kindern, während mein Schwager Sandalen kauft, aber die reduzierten Schuhe stehen halt auch vor der Tür. Jetzt besitze ich ebenfalls neue Sandalen, während meine Schwester gleich zweimal zugeschlagen hat. Wir haben aber auch noch nie ein Schuhgeschäft gesehen, dass auf so wenig Platz so ein großartiges Sortiment hat. Eigentlich nur vergleichbar mit dem Postkartenauswahl im Laden nebenan.

Danach in der Sonne sitzen, mehr Kuchen essen und die Freizeit genießen.

Ich höre auf, mich um die ungeliebten French Knots zu drücken. Und kaum freue ich mich, dass sie diesmal doch ganz schön werden (man lernt ja nie aus), bricht die Nadel ab. Trotzdem werden sie diesmal ganz schön. ;)

French Knots. Nadel nach vorne holen, Faden zweimal um die Nadel wickeln, wieder einstechen und durchziehen. Theoretisch ganz einfach…

Dann Eis essen gehen, in der Eisdiele sitzend einen Regenschauer bewundern (die kommen hier plötzlich, heftig und kurz), und danach geht der Rest zum Spielplatz am Strand, während ich Postkarten kaufe und beim Fahrradverleih ein Tretmobil für Morgen miete. Mal schauen, wohin es uns verschlägt. ;)

Kaum am Spielplatz bei den anderen angekommen, zieht es sich zu.

Wir trommeln die Kinder zusammen und eilen nach Hause, begleitet von Donnergrollen und ersten Blitzen. Gerade rechtzeitig sind alle sicher im Haus.

Das Abendessen wird deshalb nach drinnen verlegt und ist fast so gemütlich wie das Frühstück. Gemeinsame Mahlzeiten machen Spaß! Als die Kinder im Bett sind, noch gemütlich ein Stündchen mit der Schwester quatschen und dabei sticken. Kreuzstiche braucht dieses Bild fast keine mehr. Ich sticke Luftblasen (auf dem Bild fast nicht erkennbar), kleine Wellen und die Backstitches an der Nixe.

Jetzt fehlt mur noch die Beschriftung der Nixe, und dafür habe ich noch drei Tage. Läuft!