Eulen über Eulen – 2

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Ich habe gestickt. Unglaublich, aber wahr, ich habe abends auf dem Sofa gesessen und gestickt. Und manchmal sogar nachmittags! Sehr entspannend übrigens ohne mitlaufende Uhr, da ich das Reisetaschen-Projekt „Eulen über Eulen“ gerne bis Ostern fertig hätte (in der Hoffnung auf einen Tausch gegen eine fertige Kommunion-Strickjacke), und eine kurze Zählung Anfang des Jahres ergab 8 fertige Eulen und 21 noch zu stickende. Da muss ein bisschen Tempo gemacht werden. dscf1113Die großen Eulen sind nicht so ganz meins. Das Sticken zieht sich vor allem bei den vergleichsweise großen Flügelflächen, auch wenn es verglichen mit anderen Stickbildern immer noch sehr übersichtlich ist.

Ansonsten ist es wunderbar bunt, stimmungsaufhellend im Februar und schlicht GESTICKT. Ich kann gar nicht in Worten ausdrücken, was für ein Balsam das für meine Seele ist, die schlichte Bewegung des Einstechens und Durchziehens, der Ehrgeiz, regelmäßige Kreuzchen zu produzieren und der Stolz, wenn man das Werk eine Armlänge auf Abstand hält und feststellt, wie aus schlichten Kreuzchen in bunten Farben etwas Neues entstanden ist, das mehr ist als die Summe vieler Kreuzchen. Eine Eule zum Beispiel. :) Habe ich dabei noch ein Hörbuch auf den Ohren und die Kinder schlafend im Bett, dann kann ich abtauchen aus dem Alltag in eine Art Blase, und die Welt besteht für ein paar Minuten oder ein, zwei Stündchen nur aus meinem Platz auf dem Sofa, dem Lichtkegel der Lampe, der Stickarbeit und einer Geschichte, die mir von einer anderen Welt erzählt. dscf1115 Als Größenvergleich der erste Aufsatz der Mittleren, ein Klassiker der Schulliteratur: „Meine Ferienerlebnisse“, geschrieben nach den Weihnachtsferien. Die Übersetzung für alle ungeübten „lautgetreues Schreiben“-Leser: „Ich war in der ersten Woche in Urlaub bei Oma und Opa. In der zweiten Ferienwoche hatte ich ein paar Tage frei. Dann war ich drei Tage lang Sternsinger.“

Wenn man lange genug an einem Projekt arbeitet, vergisst man auch die ersten Eindrücke, und so staunt man am Ende selber, wer all diese Kreuzchen gesetzt hat, wie schön es geworden ist, und gerne auch mal, wie klein die Kreuzchen sind. Das ist etwas, was mir beim Sticken selber nie auffällt. Bis jetzt ist noch jede Eule mit einem „Hallo du!“ begrüßt worden und einem kurz streichelnden Finger, so sehr machen sich die Eulchen selbständig. Mein Liebling ist übrigens die kleine, grüne Eule rechts „unten“, die bei näherer Betrachtung ein bisschen peinlich berührt aussieht. „Ich weiß auch nicht so recht, was ich hier mache … eigentlich wäre ich lieber woanders.“ dscf1114Die Rotation setzt jetzt erst einmal aus, bis alle 29 Eulen fertig sind. Schließlich möchte ich ja nicht nur vor Ostern die Eulen gestickt haben, sondern auch vor Weihnachten ein paar äußerst niedlicher Eisbären. :)

 

Patchworkdecke – Runde 11

Ich hasse den Februar. Alle Jahre wieder habe ich das Gefühl, zwischen grauem Himmel, grauen Baumstämmen, grauen Mauern und grauen Straßen zu ersticken. Viel zu selten scheint die Sonne, und ich habe keine Lust mehr auf Winter. Da ich mein Pensum Karneval bereits in jungen Jahren gehabt habe (aufgewachsen im Rheinland), hat der Februar wenig in petto, um mich zu versöhnen. Und dann auch noch stricken.

Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich so rumjammere über etwas, was viele Mitleserinnen lieben. Und wenn ich dran bin, ist es ja auch gar nicht übel, nur meine Lieblingshandarbeit wird es in diesem Leben nicht mehr werden. Und dann auch noch ein Projekt in dieser Größe!

dscf1075Auf dem Foto sieht e etwas merkwürdig aus, aber in echt passt das mit den Farben ganz gut. Und sie wächst, die Patchworkdecke Nummer 3 für Kind Nummer 3. Die Mitte ist fertig weiß umrandet und immerhin annähernd rechteckig, und eine Längsseite der Umrandung ist ebenfalls fertig und angenäht. Ich mag die Wolle, sie ist wunderbar flauschig und flutscht gut über die Nadeln, so dass ich nicht wie sonst so gerne die Maschen zu fest ziehe. Bin halt doch eine Anfängerin. :) dscf1077Wenn man beide Fotos zusammen nimmt, entsteht ungefähr ein passender Eindruck der Farbverlaufsfarben. Im Februar auf Sonne warten ist doof.

Wie geht es jetzt weiter? Auf jeden Fall wieder sticken.

  1. Klarinette (16)
  2. Tecklenburger Turney (14)
  3. Wrath (14)
  4. Patchworkdecke (11)
  5. Erdbeeren (3)
  6. Pferde am Bach (2)
  7. ??? Freischuss???

Zunächst werde ich ein bisschen an den Eulen in der Reisetasche arbeiten, die sollen schließlich Ostern fertig sein, und dann wieder auf an die Erdbeeren. Vielleicht wird der Februar ja doch gar nicht so schlecht.

 

Verhört

„Kreative Bastelideen aus Filz“, sagt die Kollegin. Und was kommt bei mir an? „Kreative Bestattungsideen aus Filz“. Ich glaube, ich bin reif fürs Wochenende.

Partyideen zur Pferdeparty (nein, doch Dschungel. Oder Delfin? Wildpferde! Auf jeden Fall mit Schatzsuche!)

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Meine Große ist jetzt neun Jahre alt. Kürzlich hatte sie Geburtstag und wollte unbedingt eine Mottoparty, konnte sich aber nicht so recht entscheiden. Da das Dauerthema bei ihr aber weiterhin Pferde sind, haben wir erst einmal mit Pferden als Motto angefangen. dscf1048Einladungskarten selber basteln ist meinen Töchtern sehr wichtig. :) Geholfen haben uns ein kleiner Pferdestanzer und ein großer Blumenstanzer, und ob das nun Pferde oder Wildpferde sind, keine Ahnung, aber Delfine und Dschungel wurden als Thema soeben disqualifiziert, und eine Schlafanzugparty wird das auch nicht mehr. Wenn es nur immer so leicht wäre. ;)

Nun haben Drittklässlerinnen den Riesenvorteil für die Gestaltung von Kindergeburtstagen, dass sie lesen und rechnen können. Das macht es soviel einfacher … die Große hat sich dann zwei Tage vor der Party entschieden, dass es doch eine Pferdeparty werden soll. Ich dagegen habe ihr gedroht, dass es eine Mathematikparty wird. :) Tatsächlich hat beides gestimmt.

Zuerst gab es natürlich Kuchen: dscf1055

Unser Au-pair hat gebacken und geschnitten, eine Anleitung für die Form (gerne auch mit etwas runderen Nüstern) gibt es bei Pinterest.

Anschließend haben die Kinder in einer Art Schnitzeljagd für drinnen zweieinhalb Stunden lang die Wohnung auf den Kopf gestellt (ohne größeres Chaos zu hinterlassen). Die Schnitzeljagd-Tornadospiel-Kombination ist etwas aufwändiger in der Vorbereitung, lässt sich aber tatsächlich mit jeder Altersgruppe und beliebigen Gruppengrößen durchführen, von mir auch gerne mit Jugendlichen bei Büchereinächten u.ä.

Was haben wir getan?

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In der Wohnung bzw. im Spielbereich wurden insgesamt 100 Zettel aufgehängt, mit einer Zahl (und passend zur Pferdeparty einem Hufeisen, ein Riesendank ans Au-pair fürs Stempeln und Malen!) auf der Vorderseite und auf insgesamt 15 Zetteln einem Ort wie „Eckbank“, „Küchenfensterbank“ oder „Puppenhaus“ auf der Rückseite. Bei uns ebenfalls dabei: Kühlschrank, Backofen, Badewanne, Trockner und Kaninchenstall, sehr zur Verwunderung der Kinder. Was es nicht alles für Verstecke in einer Wohnung gibt?! :)

Als erstes musste natürlich der Zettel mit der Zahl 9 gesucht werden, schließlich wurde das Geburtstagskind 9. (Man stelle sich vor: acht Kinder auf der Suche nach einem Zettel von 100, der irgendwo hängt …) Dann wurde der Ort „unter dem Terrarium“ gesucht, wo sich schließlich ein Karton fand mit einer Aufgabe bzw. einem Spiel darin. dscf1054 Da es ein Pferdegeburtstag war, habe ich versucht, die Kartons ein bisschen pferdemäßig zu gestalten, gerne auch durch Befüllung mit Plüschpferden, Playmobilpferden oder wie hier Stroh und Hufeisen.

An Spielen kamen die verschiedensten Sachen vor:

  • Puzzle (nächste zu suchende Zahl auf der Rückseite)
  • Jenga (wie viele Steine gehören zum Spiel?)
  • Twister (Anzahl der Runden, damit jede einmal dran kommt, mal Anzahl der Felder auf dem Spielplan)
  • dscf1063verschiedene Rätsel zum Rechnen, Kreuzworträtsel, Wimmelbilder (aus diesem Buch), Suchgitter mit den Namen der Kinder (Rätsel gibt es hier, hier, hier und hier(externe Links))
  • Möhrenziehen
  • Mehlschneiden (weiterhin DER Partyhit, dieses Jahr mit einer Münze statt Schokolade. Welche Zahl steht auf der Münze?)
  • Knotenmutter (externer Link) (bzw. eine Variante, bei der sich alle blind die Hände reichen und anschließend gemeinsam versuchen zu entwirren)
  • dscf1068Den Versuch, einen reißenden Fluss (den Flur) zu durchqueren, ohne zu ertrinken. Kissen versinken Gott sei Dank nicht. Wie viele Kissen braucht man? (Eins mehr als Kinder)

Die Aufgabenzettel waren unten einmal umgeknickt und zugeklebt, den zugeklebten Teil durfte man erst nach erfolgreicher Erledigung der Aufgabe öffnen. Da stand dann, wie man an die neue Zahl kam. Spielsteine zählen, das Ergebnis der Matheaufgaben nehmen, die Zahlen auf den Möhren beim Möhrenziehen mit der Telefonliste an der Wohnungstür vergleichen und die passende Nummer anrufen und nachfragen (sehr zum Vergnügen der Kolleginnen). Und schon ging es von vorne los: Wir suchen die 97, 31, 57, 12, 20 …

15 Stationen hatte ich vorbereitet, wobei bei den letzten dreien nur noch „Sucht die 31!“ etc. stand, also nur noch die nächste Zahl. Ich war mir nicht sicher, wie lange die Kinder brauchen würden. tatsächlich war es genau richtig, sowohl von der Länge her als auch von der Abwechslung der Spiele. Für jeden war etwas dabei. Am letzten Ort (Kaninchenstall = draußen) war dann die Schatztruhe. Nicht, dass die versehentlich zu früh gefunden worden wäre! Zwischenzeitlich war jeder Karton und jede Kiste in der Wohnung schon verdächtig … :)

Zum Abschluss kam dann noch der Pizzabote, meine neue Taktik zum Entstressen von Kindergeburtstagen, und schon war ein rundum gelungener Geburtstag vorbei. (Zur Nachahmung empfohlen, und ja, die Hufeisenzettel mit den Zahlen gibt es noch.)

Zwischendurch genäht 19 – Täschchen

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Täschchen – das ist ein Wort, an dem unser Au-pair an der Aussprache scheitert. Wie wohl viele andere Nicht-Muttersprachler auch. „Ein Eichhörnchen stiehlt Streichholzschächtelchen“, vermeldet meine Schwester , die Sprachlehrerin dazu.

Ich habe also zwischendurch schnittmusterfrei Täschchen genäht. dscf1072

Für jede Schultasche eins, damit die Kinder sich in der Schule endlich trauen, große Geschäfte zu erledigen, was sie mit dem dünnen, trockenen Schulklopapier lieber nicht wollen. Stattdessen bevorzugen sie feuchtes Toilettenpapier, wollen damit aber lieber nicht erwischt werden, weil es so nach Baby aussieht, wenn man noch Feuchttücher benutzt. Über den Unterschied zwischen Feuchttüchern und feuchtem Toilettenpapier will man seine Mitschüler ja eigentlich auch lieber nicht aufklären müssen. dscf1073

Jetzt gibt es also dezente Täschchen für die Schultasche, genau passend für eine Packung Tücher und vielleicht noch ein paar Taschentücher. Die Mädchen freuen sich, und meiner Februarlaune geht es auch gleich wieder viel besser nach zwei Stündchen an der Nähmaschine.

Mit Schnittmuster wäre das vermutlich schneller gegangen. :)

Book up! – Nr. 12 Bilderrahmen

Inmitten des Büchereiumzug-Kindergeburtstag-Wintermotivationslochs (anderes Thema, später) klaue ich mal wieder einen Book-up-Artikel. Die Bilder mag ich immer noch sehr, und mittlerweile habe ich auch breitere Eiche-Rustikal-Bilderrahmen aufgehübscht. Sehr effektvoll. :)

Stadtbücherei Bochum

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: Aus Monsarrat Nicholas‚ „Kissenschlacht“ werdenBilderrahmen.

Wieder einmal ein Buch, dasimage schon verwendet wurde, aber das macht es ja nicht schlecht. Bislang wurden aus der „Kissenschlacht“ Schüsseln gebastelt, heute werden Bilderrahmen verschönert. Die Idee stammt aus dem Buch Papierliebe von Mollie Greene (ohne Bild, aber mit Link zum Katalog der Stadtbücherei, denn selbstverständlich haben wir dieses Buch im Bestand). Man benötigt: Zu verschönernde Bilderrahmen, Schere, Kleber, Klarlack. Einfacher ist es mit Bilderrahmen…

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Umzugs-Notfall-Karton zum Verschenken

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Die eine oder andere hat es vielleicht mitbekommen, meine Bücherei ist Anfang Januar umgezogen. Naja, was heißt Anfang Januar, tatsächlich hat der Umzug ganze zwei Wochen gedauert. Einziehen dauert ja immer länger als Ausziehen.

Da ich es nicht geschafft hatte, für meine Kolleginnen eine Kleinigkeit zu Weihnachten zu besorgen, gab es für alle eine Kleinigkeit zum Umzug.

dscf1043Das ist quasi ein kleiner Geschenkekorb, nur nicht als Korb, sondern als Karton. Damit der schön umzugskartonmäßig braun aussieht, habe ich an Kinderschuhkartons die Verklebung gelöst, alles gewendet und neu geklebt. Innen ausgekleidet wurde der Karton mit Papier. Das wäre sicher auch schöner gegangen, aber ich wollte das Kartonflair nicht durch bunten Stoff o.ä. verderben. Das war schon absichtlich schlicht.

Gefüllt worden ist der Mini-Umzugskarton dann mit jeder Menge Pröbchen u.ä.dscf1041Für den Notfall beim Umzug:

  • Energie in Form eines Sport-Müsliriegels
  • Fußbad für die schmerzenden Füße abends
  • Pflaster (da erübrigt sich die Erklärung)
  • Fleckenstift, damit frau auch während der Umzugsarbeiten jederzeit gut aussieht
  • Sekt für nachher
  • Anti-Stress-Tee für die nötige Gelassenheit
  • Schokolade (es gibt keine Situation, die nicht besser wird durch Schokolade)
  • Schutzengel (im Glas)
  • Nagelbürste (es gibt keine Situation, die nicht besser wird durch eine Ente, sagt die Kollegin)
  • Duschseife mit großartigem Text (Aufgestanden, Prinzessin, ein neuer Tag wartet …)
  • Koffein als Espresso-Müsliriegel
  • Handcreme
  • Glück in Form eines Centstücks mit aufgeklebtem Kleeblatt

Ein Einreibemittel für Rücken und Schultern hätte sicher auch noch gut gepasst, das habe ich aber leider nirgends als Pröbchen gefunden. Aber auch so ist es eine nette Geschenkidee, wenn man jemanden anlässlich eines Umzugs beglücken möchte. Die Kolleginnen haben sich auf jeden Fall gefreut (oder erfolgreich so getan). :)

 

Wrath – Runde 14

Manchmal muss man sich die Zeit zum Bloggen einfach nehmen, vermute ich. Leicht gesagt zwischen Arbeit mit Umzug und neuem Start in den alten Alltag, Familie mit Kommunionvorbereitung an den Wochenenden und Ankommen im Schulalltag nach der langen Weihnachtspause (mit mehrtägigem Sternsingen, mehrtägigen Verwandtschaftsbesuchen und mehrtägigen Wartereien auf Laborergebnisse) und natürlich all den kleinen und großen unvorhergesehenen Freuden und Ärgernissen in allen Lebensbereichen. Mein Leben ist gut gefüllt, um nicht zu sagen reich, was besonders im Winter gerne viel Müdigkeit und leichte Motivationsprobleme bedeutet. Schlechte Zeiten für den Blog. Gute  Zeiten, um sich an die Sticknadel zu sehnen.

Heute habe ich zwölfeinhalb Stunden Arbeit hinter mir, von der ersten Besprechung am Morgen bis zur letzten nach Büchereischließung. Jetzt warte ich, bis die Nudeln fertig sid, und nehme mir Zeit zu Bloggen. Hoffentlich zur allgemeinen Freude, auf jeden Fall zur meinigen. :) dscf1049Wrath hat mir viel Freude gemacht, und ich habe mich oft an die Nadel gesehnt, aber es hat seine Zeit gebraucht. Sollte sie jemals fertig werden, wird diese Lady der Hammer.

Eine Portion Nudeln im Magen später ist auch der Tag gleich wieder schöner. :) In dieser Runde war es eine wunderbare Mischung aus größeren Flächen und Zählerei, was die Konzentration halt gerade noch hergab.dscf1050

Nun denn, jetzt gibt es wieder konzentrationsfreie Wollarbeit:

  1. Klarinette (16)
  2. Tecklenburger Turney (14)
  3. Wrath (14)
  4. Patchworkdecke (10)
  5. Erdbeeren (3)
  6. Pferde am Bach (2)
  7. ??? Freischuss???

Nicht schlecht für die nächsten Tage, die laut Kalender genauso gut gefüllt sein werden wie die letzten Wochen.

Tecklenburger Turney – Runde 14

Eigentlich noch im Dezember 2016 erledigt, aber irgendwie war es verblüffend schwierig, bei Tageslicht zu Hause zu sein, um mal eben ein Foto zu machen. Nun ja. Besonderes zu berichten gibt es nicht, ich habe ein bisschen weiterkurbeln dürfen und den Verdacht, dass das Ende in Sicht ist. Vielleicht schaffe ich 2017 den Hintergrund? Dieses UFO ist hartnäckig. :)

Vor der letzten Runde sah es so aus:

dscf0812

Ab durch die Mitte, hieß es diesmal. Nicht dauernd auf die Vorlage gucken müssen war gut, nur leider ist die Arbeit im großen Stickrahmen etwas unhandlich. Das erschwert es, sich zwischendurch einfach mal dranzusetzen, man sitzt immer so demonstrativ an dem großen Rahmen und zieht die Aufmerksamkeit sämtlicher wacher Kinder auf sich. Hach ja. Ich werde mich noch früh genug beschweren, dass die groß gewordenen Kleinen mich ignorieren. ;)

dscf1036

Mit dem neuen Jahr gab es dann die nächste Arbeit: Wrath ist wieder dran.

  1. Klarinette (16)
  2. Tecklenburger Turney (14)
  3. Wrath (13)
  4. Patchworkdecke (10)
  5. Erdbeeren (3)
  6. Pferde am Bach (2)
  7. ??? Freischuss???

Und macht auch schon wieder Spaß. :)

Mein 2016

Mein 2016

Jetzt mache ich den Jahresrückblick schon zum dritten Mal anhand der folgenden Fragen, das ist eigentlich schon wieder eine Tradition, oder? Irgendwie bin ich selber gespannt, wie lange ich das tun werde. Ein hoffentlich weiter Blick in die Zukunft … wie lange wird es diesen Blog geben? Wie lange noch werde ich willens und in der Lage sein zu bloggen?

Auch wenn es in den letzten Tagen sehr ruhig im Blog war, macht es mir weiterhin sehr viel Spaß, und ich bezeichne mich gerne als Bloggerin. Zwar nur in kleinen Zahlen, aber umso wichtiger ist mir jeder Verfolger. Über 80 sind es geworden dieses Jahr, was mich sehr freut und stolz gemacht hat. Schön, dass ihr da seid! Bitte bleibt!

Aber nun, ein kurzer Jahresrückblick. Für meine Schwester war es vermutlich eines der besten Jahre ihres Lebens, bei mir war es ziemlich durchwachsen. Diesmal fällt es mir leicht, „Tschüss, Jahr!“ zu sagen.

Dieses Jahr bin ich 36 Jahre alt geworden.

Meine absolute Lieblingsbeschäftigung war: Anfang des Jahres Scottish Country dancing. Endlich wieder Bälle, nach langer Babypause! Nachgedacht über die Teilnahme an wochenendlangen Workshops, teilgenommen am Newcastle Festival. Dann mit etwas überlasteter Ferse einmal zu oft einen Abend lang getanzt Anfang Juni, und das war’s. Seitdem verletzungsbedingt ausgefallen. :( In der zweiten Jahreshälfte habe ich sehr viel auf meinem Tablet gepuzzelt. Böser Süchtigmacher.

Dieses Jahr habe ich kennengelernt: Julia von „Words & stitches“ (dringend wiederholen!!!), den Bochumer Musiksommer (dringend wiederholen!), einige Bau- und Umzugsprofis (braucht nicht wiederholt werden). Meine zweite Nichte (Nr. 3 folgt 2017). Meine Eltern haben jetzt sechs Enkelkinder, und die drei Großen sind meine. Schon komisch. Mehrere Orthopäden. Und natürlich unser erstes Au-pair!

Das habe ich mir gegönnt: Ein neues Tablet, so ganz zum Schluss. Andere Anschaffungen waren schlicht notwendig. Die beiden Romane von Marina Boos, obwohl ich wusste, dass ich sie mir auch schenken lassen kann. Ich habe sie übrigens kurz vor Jahresende noch von der Autorin selbst geschenkt bekommen, mit der schönsten Widmung der Welt. :)

Viel zu oft habe ich: Meine linke Ferse gespürt. Wiederholung vom letzten Jahr: Muttersprüche gebracht wie: „Zieh dir bitte Hausschuhe an!“, „Die Schule fängt auch ohne dich an“, „Haussschuhe an!“, „Kein Gemüse, kein Nachtisch“, „Hausschuhe?“, „Wenn das gleich hier noch liegt, werfe ich es weg!“ „Ich rede erst wieder mit dir, wenn du Hausschuhe an hast!“ Eine endlose Litanei. :(

Vom Leben gelernt: Ich kann nicht alles auf einmal. Muss ich auch nicht.

Ich habe zum ersten Mal: ein Au-pair eingeladen. Einer Partei meine Meinung geschrieben. Jemanden beruflich bewusst und mit voller Absicht vor den Kopf gestoßen.

Ereignis des Jahres: Kindergartenabschied und Einschulung der Mittleren

Mein größter Fehler:  mich weiterhin in den täglichen Kleinkämpfen mit den Töchtern von Hausschuhen bis Pünktlichkeit aufzureiben.

Meine beste Entscheidung: Stoßwellentherapie für meine Ferse.

Die größte Veränderung: Ein Au-pair in die Familie aufnehmen.

Besuchte Orte: Wir sind nicht weit gekommen dieses Jahr, dem Kleinen sei Dank. Immerhin: Newcastle, Aachener Weihnachtsmarkt, die Augsburger Puppenkiste.

Das Jahr war (zum Ankreuzen):
[x] anstrengend [] das beste Jahr bisher [] enttäuschend
[x]durchwachsen [] langweilig [] aufregend
[] wunderbar [x] lebhaft [x] stressig
[] das schlimmste bisher [] alles neu [] emotional
[x] erfolgreich [] ereignisreich [] ruhig
[] nicht erwähnenswert

Dieses Jahr auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (super): 5

Meine Wünsche für das nächste Jahr: Gesunde Kinder, stressresistentes Ich und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. (Das habe ich von 2014 und 2015 einfach hierher kopiert. Hat sich nichts geändert.) Dass das nächste Au-pair auch so gut wird.

Meine Vorsätze für das nächste Jahr: Gelassener werden, endlich lernen, dass ich meinen Kindern kein Paradies bereiten muss, wenn sie es nicht schätzen. Dann bringt der Nikolaus halt nichts mit. Was womöglich für mich eine härtere Lektion wäre als für meine Kinder. :(