Book up! – Nr. 7 Sammelmappe

Es ist schon wieder Book-up-Zeit! Eine Kleinigkeit, die man noch mal eben schnell vor dem ersten Schultag erledigen kann. :)

Stadtbücherei Bochum

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

DSC00043Heute: Barbara Bartos-Höppners „Weihnachtsgeschichten unserer Zeit“ wird zu einer Sammelmappe.

Und, hängt die Wimpelkette vom letzten Monat noch? Dann wird es jetzt Zeit, schnell eine Sammelmappe zu basteln, um sie gut verstauen zu können. Dazu verwenden wir den erhalten gebliebenen Buchdeckel vom letzten Monat und ergänzen ihn um zwei Bänder und ein bisschen Gewebeband. Heute passt sogar sämtliches Material und Werkzeug auf ein Foto: imageBenötigtes Werkzeug: Schere, Stichling, große Nadel.

Den Buchdeckel hat eine nette…

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Finale in der Reisetasche – Kleine Stickfee

Ich habe mich endlich entschieden, die „Little stitching fairy“ von Joan Elliott rahmen zu lassen und sie im Au-pair-Zimmer (aka Himmelszimmer) an die Wolkenwand übers Bett zu hängen. Mond zu Wolken passt doch super.


Die vergangene Urlaubswoche war „der schlimmste Urlaub, den wir jemals gemacht haben“, wie mein Mann es so charmant ausdrückt. Kalt, nass, krank, zahnendes Baby im Haus, hilfsbedürftige Nachbarin, unfreundliche Verkäufer, unerreichbare Sachbearbeiter wegen Au-pair  … die Liste war lang und unerfreulich. Aus Sicht der Kinder: Abenteuerspielplatz Baustelle, große Wiese zum Rennen, „Waffa!“ (Wasser), Indoor-Spielplatz, jeden Tag Fernsehen (Olympia), dauernd ungesundes Essen, Reitstunden und ein Tierpark mit ganz viel Streichelzoo und einem Spielplatz mit Hüpfburg und Trampolin – absoluter Traumurlaub!

Immerhin, ich habe mit kaputtem Fuß viel herumsitzen und sticken können. Und dann war es mir sehr wichtig, das Bild fertigzustellen, bevor das Au-pair einzieht. Das ist mir gelungen, zwar nicht in der Urlaubswoche, sondern erst eine später, aber es ist fertig. :)


Ich habe gegenüber der Vorlage ein paar kleine Änderungen vorgenommen. Eine negative: unbeabsichtigt und erst zu spät bemerkt hat sich bei der DMC-Anchor-Stickfarben-Übersetzung eine Doppelübersetzung eingeschlichen, d.h. zwei nah beieinander liegende Farbtöne in DMC wurden in dieselbe Anchorfarbe übersetzt. Dadurch sind die Falten nicht ganz so faltig, wie sie sein sollten. Hier ist schlicht eine Farbe verloren gegangen.

Neutral habe ich bei den Perlen nicht auf die angedachten Farben geachtet und stattdessen meine Vorräte auf „könnte passen“ hin durchwühlt. Entschieden habe ich mich für eine Packung vermischter Perlen in drei Farben, die ich einmal von der bezaubernden B. bekommen habe. Für den Kranz in den Haaren der kleinen Stickfee habe ich nach Zufallsprinzip Perlen blind aus dem Döschen gepickt. Ich finde aber, der Zufall hatte ein gutes Auge und hat die Herausforderung sehr ansehlich gemeistert. Dabei bin ich normalerweise wirklich schlecht darin, Dinge zufällig zu verteilen. Streudeko ist mein Feind. 

Positiv habe ich beschlossen, angesichts des relativ groben Stoffs die Stickarbeit der Stickfee in Petit point auszuführen. Dabei konnte ich die Vorlage natürlich nicht eins zu eins absticken, das hätte merkwürdig nach 8bit-Grafik ausgesehen. Also Farbevrläufe neu verteilen, Diagonalen glätten … ich bin sehr zufrieden damit, wie gut dieser Teil geworden ist.

Insgesamt überzeugt mich der Effekt des dunklen Hintergrunds absolut. Die Farben leuchten richtig, die Perlen wirken wie Sterne. Schön. :)

In die Reisetasche kann somit das nächste Projekt einziehen. Eulen, das weiß ich schon, als Dankeschön für eine weiße Kuschelstrickjacke. Nur welche genau, da bin ich mir noch nicht ganz so sicher. Wir werden sehen. :)

Zwischendurch genäht 16 – Buchtasche

„Nähen aus Stoffresten“ zum zweiten: die Mittlere, aktuell Kleidergröße 122/128, ist untröstlich, dass ihr Lieblings-T-Shirt in 104 nicht mehr passt. Für die kinderlosen Leser: Das sind drei bis vier Kleidergrößen Unterschied. :)

Mein neues Stoffreste-Lieblingsnähbuch schlägt für einen solchen Fall vor, einen Wäscheklammerbeutel zu nähen. Damit kann die Mittlere naturgemäß noch nicht besonders viel anfangen. Aber leicht modifiziert ist aus dem T-Shirt jetzt eine Tasche geworden, mit der sie ihr aktuelles Lieblingsbuch genau richtig zum im Bett lesen immer zur Hand hat. Sollte passen, bis sie mit“Krieg und Frieden“ anfängt. 


Jetzt muss sie nur noch lesen lernen. ;) 

Zwischendurch genäht 15 – Tischdecke

Die Stadtbücherei hat ein neues Buch: Nähen mit Stoffresten. (Link zu buchkatalog.de)

Und ich habe neue Projekte, die ganz dringend zwischendurch genäht werden müssen, denn meine Stoffkisten quellen über vor lauter kleinen Stoffstücken, die viel zu schön sind, um sie wegzuschmeißen, aber immer für alles zu klein.


36 dieser kleinen Stoffstücke habe ich jetzt zusammen mit einem großen Stoffrest verarbeitet zu einer wunderbaren Tischdecke, die mich in den nächsten Jahren beim Bügeln vermutlich regelmäßig wahnsinnig machen wird. Beim Nähen war ich tatsächlich sehr sorgfältig zugange und habe alle Kanten immer in die richtige Richtung gebügelt, um keine Knubbel entstehen zu lassen.


Und für jemanden, die bislang keine Patchwork-Erfahrung hat, bin ich recht stolz darauf, dass es mir in drei von vier Ecken gelungen ist, die Ecke mit allen Patches tatsächlich zu erwischen. Ich habe also nicht nur richtig gerechnet, sondern auch noch genau die richtige Nahtbreite für die errechnete Nahtzugabe erwischt, und das an den Längsseiten gleich elf Mal. *schulterklopf*


Das war definitiv nicht das letzte Projekt aus diesem Buch, soviel ist schon mal klar. Es kleben noch eine Menge Haftnotizzettel in den Seiten. :)

P.S. Nein, das ist nicht der richtige Tisch für diese Decke, das ist mir bewusst. Der in der passenden Größe war gerade zu voll. 

Tagebuchbloggen – August 2016

Der 5. August 2016. Ein Freitag in den Sommerferien, mein letzter Arbeitstag vor drei Wochen „Urlaub“. Familienkonstellation: Vater, Mutter, Kind (Einzahl, knapp zweijährig). Und los geht’s mit dem Tag:

6:30 Der Wecker klingelt. Aufstehen, ins Wohnzimmer schlurfen, Kaffee gereicht bekommen, einen Faden sticken und dabei mit dem Mann den Tag planen. Ein entspannter Morgen. Dann die vorbereitete Waschmaschine starten und eine Frühstücksdose für den Kleinen packen. 

7:00 Der Trockner ist ausgeräumt, ich bin angezogen, der Kleine ist wach. Läuft! Im Verlauf der nächsten dreiviertel Stunde liege ich fünfmal auf dem Boden, um irgendwelche Bälle unter diversen Möbelstücken hervorzuziehen. Ich habe den leisen Verdacht, dass der Kleine das extra macht, als Rache für ungewolltes Zähneputzen und Windeln wechseln. Kaum sind wir abmarschbereit, ist die Waschmaschine fertig. Schnell noch den Trockner befüllen und anstellen, für eine zweite Waschmaschinenbefüllung fehlt mir die Zeit. Dann machen wir uns auf den Weg zum Kindergarten.

8:00 Sohn beim Kindergarten abgegeben, pünktlich auf die Minute. Ein Kind oder drei macht doch einen Unterschied. Ich vermisse die beiden Großen trotzdem. :( Jetzt schnell mit dem Rad zur Arbeit. Bei 13 Grad im T-Shirt, da die Strecke mehrheitlich bergauf führt und eigentlich immer nur nachmittags Spaß macht. Aber Radfahren ist gesund, und frische Luft macht gute Laune. Ganz bestimmt. Auf dem Weg in die Innenstadt denke ich fieberhaft darüber nach, wann ich den großen Bücherei-Schlüsselbund das letzte Mal gesehen habe. Gestern konnte ich ihn spontan nicht finden, was mir doch ein bisschen Sorge macht. Ich sollte spätestens nach dem Urlaub gründlich danach suchen, bevor er ernsthaft vermisst wird…

9:00 Angekommen, eingeloggt, Mails gecheckt, mit der Kollegin über den Schlüsselverbleib gerätselt. Jetzt Herrn Erdmann einsammeln und gleich wieder los, Herr Erdmann hat um 9:15 einen Termin mit einem anderen Maskottchen, ebenfalls einem Erdmännchen.

9:45 Wieder im Haus, mit der Chefin über den Schlüsselverbleib gerätselt, leichte Panik unterdrückt. Der kann nicht weg sein, das ist ein großer Bund! Im Büro wartet eine Zeitung auf mich, unser Herr Erdmann wird mit einem großen Artikel vorgestellt. Das Interview hatte ich vor Wochen geführt und seitdem auf das Ergebnis gewartet. Das ist jetzt der zweite wunderbare Artikel von insgesamt dreien, die aus diesem einen Termin entstehen sollen. Mein Mann fragt sich allmählich, welcher Natur mein Verhältnis zum WAZ-Lokalredakteur ist. ;)

10:00 Beginn meiner Schicht Auskunftsdienst. Drei Stunden Erdgeschoss stehen an, also direkt hinter dem Eingang, wo das Fragensortiment von „ich will ins Internet“ über „ich möchte Bücher verlängern, kann ich das bei Ihnen machen?“ bis „wo sind die Sachbücher?“ reicht. Eigentlich eine nette Schichte heute Morgen, nur sobald ich mich daran mache, den WAZ-Artikel in unseren Blog einzubauen, klingelt das Telefon oder es steht jemand vor mir. Der Kollege, mit dem ich im Verlauf des Vormittags beim Du lande, und ich erklären, schicken weiter, verlängern, vertrösten, ermahnen auch mal, zeigen uns kulant, sind freundlich und haben Spaß dabei. Die Leser merken es und haben auch Spaß.
11:30 Halbzeit, ein Anruf von der Chefin. Die Bauarbeiter müssen jetzt doch in zwei Abstellräume, von denen uns auf dreimaliges Nachfragen versichert wurde, sie gehörten nicht zum Sanierungsbereich und die von uns entsprechend voll gestellt wurden. Bis Montag müssen die Räume leer sein, dafür braucht man neben schleppwilligen Kolleginnen dringend – den Schlüssel. Mir bricht der Schweiß aus. (Meiner Chefin vermutlich auch.) Danach zieht sich die Zeit bis zur Ablösung, ich halte etwas verkrampft durch und schaffe es tatsächlich auch noch, den WAZ-Artikel zu bloggen und das Maskottchen-Treffen zumindest zu schreiben.

13:00 Ablösung, schnell zurück ins Büro, der Schlüssel ist weiter verschwunden. Ich muss noch dies und das tun, bevor ich in der Zweigstelle noch mal gründlich suchen kann. Die beiden Kolleginnen, die heute Nachmittag in der Zweigstelle Dienst haben, wollen auch gleich los.

14:00 Dies und das getan, ab aufs Rad und los zur Zweigstelle. Mit dem Auto wäre ich jetzt doppelt so schnell. Allerdings hätte ich dann diese Sonnenscheinfahrt nicht und den Weg durch den unbekannten Park nicht entdeckt, schön parallel zur wirklich unangenehmen Baustelle. Perfekt!

14:35 Ich bin da, und die Kollegin hält mir den Schlüssel entgegen. Er war genau da, wo er hingehört. Mir fällt ein Gebirge vom Herzen, jetzt bin ich platt. Und urlaubsreif. :) Schnell noch ausloggen und ab in die Freizeit!

15:15 „Mal eben schnell“ noch beim Supermarkt reingehüpft für letzte Besorgungen. Ich habe Verständnis für die Bitte, „aus gegebenem Anlass“ Taschen und Rucksäcke an der Information abgeben zu müssen, aber kein Verständnis dafür, dass die Information mit nur einer Person besetzt ist. Schlecht geplant! Nach dem Einkauf zurück nach Hause. Mann und Kind sind noch nicht da, Internet und Telefon leider auch nicht. Vielleicht sollten wir doch den Anbieter wechseln, das ist nämlich nicht das erste Mal. Ich nutze die Ruhe, um diesen Blogartikel schon mal anzufangen. Und die Waschmaschine neu zu befüllen.

15:30 Heftiger Wind, starker Regen, keine Spur von meinen Männern. Mein Mann wollte noch joggen vor dem Abholen und ist daher nicht erreichbar. Ich nehme mir einen großen Regenschirm und laufe los. Auf der Straße habe ich immerhin Händiempfang, so dass ich in der KiTa anrufen kann, wo mir bestätigt wird, dass die Beiden vor einer Viertelstunde los sind. Herzkasper zum Zweiten!

15:45 Der große Mann ist zu Hause, der Kleine nebenan bei Oma. Die werden wieder monatelang weg sein, wenn wir aus dem Urlaub zurückkommen, also ist das die letzte Gelegenheit für Oma, sich mit dem Enkel anzufreunden. Offenbar sind die beiden vermissten Männer gerade bei meiner Schwiegermutter rein, als ich losgezogen bin. Mein Mann versteht überhaupt nicht, wieso ich jetzt so komisch drauf bin, und kocht mir einen Kaffee für den Kreislauf.

16:30 Wir nutzen die Abwesenheit kleiner Kinder, um schon mal die erste Runde Auto-Tetris zu spielen. Die nördliche Schwester, die in den nächsten Tagen von uns heimgesucht wird, bekommt ein Regal mitgebracht. Die Theorie: das Regal auf den Rücken ins Auto legen und das Gepäck ins Regal. Die Praxis: ein Zentimeter Regal zuviel. Also „mal eben schnell“ eine Seitenwand abschrauben, und schon passt es. Der Mann schließt den Kofferraum und fragt sich anschließend, wo der Autoschlüssel ist. Herzkasper zum dritten. So langsam reicht’s!

17:00 Kurze Verschnauf- und Blogpause, dann geht es weiter mit Packen, Wäsche umladen, mit der Schwester telefonieren zwecks Gepäckmengenabklärung, an dies und das denken und laufen, laufen, laufen. Mein linker Fuß merkt an, dass er immer noch überlastet ist, leider kann ich ihm gerade nicht helfen. Fliegenfalle ans Kinderzimmerfenster, weil sieben Fliegen an einer Fensterscheibe dann doch zuviel sind, und prompt verkehrt herum aufgeklebt. Jetzt klebt das Fenster, ich finde den Glasreiniger nicht, der Mann weiß nicht, wo der Glasschaber ist, und ich habe das dringende Bedürfnis zu schreien. Dann kommt der übergelaufene Kleine von Oma zurück, denn die wickelt aus Prinzip nicht. Während ich wickle, rechne ich im Kopf zusammen, wie oft ich das im Gegensatz zu ihr gemacht habe, wenn ein Kind ungefähr drei Jahre zum trocken werden braucht, durchschnittlich vier bis fünf Windeln am Tag braucht und ich jetzt seit acht Jahren wickle … das Verhältnis zu meiner Schwiegermutter wird nicht besser.

(Kofferraum Stand 6.8. Morgens. Ohne Gepäck von Mann und Töchtern.)

18:30 Langsam sollte ich übers Abendessen nachdenken. Es gibt Reste. Eigentlich ist Omelette geplant, mit Kräuterfrischkäse und Schinkenwürfeln, dazu Salat. Uneigentlich ist der Trockner in dem Moment fertig, in dem das Omelette fast fertig ist, und als ich zurück in die Küche komme, klebt es am Pfannenboden und lässt sich nicht mehr wenden. Ich schalte blitzschnell um auf Rührei, reichere Ei und Salat noch mit jeweils einer halben Dose Mais und einer Handvoll Reibekäse an, und schon ist das Essen fertig. „Selbst das Essen ruinieren hast du ruiniert“, sagt mein Mann, denn es schmeckt wirklich sehr gut, das ruinierte Omelette. Heute klappt aber auch wirklich gar nichts.

19:45 Fertig gegessen, fertig abgeräumt, Internet und Telefon beschließen, die Leitung wieder in Betrieb zu nehmen. Hurra! Ich fühle mich wie abgeschnitten von der Welt, wenn mir die Leitung gekappt wird. Wenn ich mich freiwillig zum Verzicht entschließe, ist das was anderes! Die Mädchen rufen wie jeden Abend an, um gute Nacht zu wünschen und zu erzählen, was sie heute so gemacht haben. Alle freuen sich auf Morgen, wenn wir uns nach einer Woche wieder sehen.

20:00 Eigentlich ist es viel zu spät für den Kleinen, aber das ist halt jetzt so. Zähne putzen macht noch genau so wenig Spaß wie heute Morgen, diesmal übernimmt es aber der Mann. Ich leere und befülle die Waschmaschine ein weiteres und letztes Mal und fange endlich an, die Klamotten für den Sohn zu packen. Das war mal wieder gut mitgedacht, damit zu warten, bis ich nicht mehr an den Kleiderschrank komme, ohne ihn aufzuwecken. Argh. Hoffentlich ist in der Wäsche von heute genug Wäsche für die nächsten Tage.

21:00 Bis auf die Kultursachen, die wir Morgen früh noch brauchen, ist alles von mir zu Packende gepackt und im Auto verstaut. Mein Mann hat zwischendurch mal angefangen, hat aber offenbar beschlossen, Morgen früh weiterzupacken. Da er schon groß ist und er derjenige, der Morgen früh pünktlich loskommen will, lasse ich ihn. Was soll ich mich jetzt noch aufregen, der Tag war lang genug. Der Fuß schmerzt, ich bin müde, ach, und die Geburtstagsgeschenke für den Kleinen muss ich noch rauskramen und ver- und einpacken.
Die Sachen sind nicht da, wo ich sie vermutet hatte, und ich fluche ein weiteres Mal laut und vernehmlich, finde sie dann aber doch. Nicht im Geschenkefach, sondern in der Schublade mit den Dingen, die wir irgendwo hin mitnehmen müssen. Das war eigentlich gut mitgedacht von mir …

22:00 Noch einen Faden gestickt, mit dem Mann ein bisschen vor dem Computer gesessen (und das Quiz nicht lösen können, wieso auch), ab ins Bett. Das Internet hat sich wieder verabschiedet, also versuche ich Morgen hochzuladen. Was für ein vermurkster Tag. Die nächsten drei Wochen werden hoffentlich besser!

Klarinette – Runde 14


Unglaublich, aber wahr: Es geht weiter in der Rotation. Die Klarinette hat mir wieder viel Freude bereitet, auch wenn ich mich links oben wirgendwo verstickt habe und den Fehler auf die Schnelle nicht finden konnte. Die erste Note ist daher schlicht falsch – ein kleiner Missklang im großen Bild. Allerdings ein so kleiner, dass er mich persönlich jetzt nicht stört, und wenn ich nichts gesagt hätte, wäre es auch niemanden aufgefallen. auch mit dem Wissen, dass es einen Fehler gibt, ist eigentlich keiner erkennbar, oder?

Etwas über 30 Stunden brauche ich für eine Seite, schätze ich jetzt mal. Zumindest sticke ich jetzt seit 20 Stunden an der aktuellen Seite, und ich komme ziemlich gut voran. Vor allem der Hintergrund geht schnell, daher bin ich sehr optimistisch, was die nächste Runde angeht. Oder vielleicht doch schon im Freischuss? Momentan hätte ich eigentlich sehr viel Lust auf Klarinette.


Ich finde es geradezu süß, wie sich die nächsten Klappen schon wieder hervor schälen … noch sind sie nicht gestickt, aber man kann sie trotzdem schon richtig gut sehen.

Das war es also mit der Klarinette. Was folgt?

  1. Klarinette (14)
  2. Tecklenburger Turney (12)
  3. Wrath (12)
  4. Patchworkdecke (9)
  5. Es war einmal (6)
  6. Erdbeeren (2)
  7. Pferde am Bach (1)
  8. ??? Freischuss???

Turney, ach du liebes Bisschen. Vielleicht geht es schnell, ich habe eine mädelsfreie Woche, die beiden Großen machen Urlaub bei den Großeltern. Es ist vermutlich nicht erstaunlich, wieviel weniger Arbeit ein einzelnes Kind statt dreien macht, aber ich bin einfach trotzdem erstaunt. Es könnte tatsächlich Freizeit auf mich zukommen. Oder Fenster putzen? Vielleicht sogar beides. ;)

Der Garten im Juli – 2016

Im Juli hat mein Garten gelitten. Unter Hitze, Schnecken und plantschenden Kindern, den üblichen sommerlichen Naturkatastrophen für einen Garten. Obwohl der Juli angeblich zu nass war, habe ich reichlich wässern dürfen, und manchmal war es noch nicht reichlich genug.


Dann habe ich es endlich geschafft, Schneckenkorn zu kaufen. Das hilft tatsächlich, aber für die bereits angefressenen Blätter ist es natürlich zu spät. :( Kein schöner Anblick bei den Funkien diesen Sommer, aber leider nicht mehr zu ändern. Nächstes Jahr werde ich schlauer sein. Und schon vor Beginn der Saison mit Schneckenkorn ausgerüstet.

Immerhin, die Funkien blühen sehr schön, und es sind keine Verluste an der Pflanzenfront zu verzeichnen. Auch die letzten Neuanpflanzungen Clematis und Geißblatt sind angegangen und erfüllen brav meine Erwartungen, das Treppengeländer zu beranken. Die Clematis hat den Handlauf erreicht und wird von mir täglich in die richtige Richtung (unter dem Handlauf treppauf) dirigiert, das etwas zögerlichere Geißblatt hat sich immerhin bis zur Treppenstufe hochgearbeitet. Ich freue mich so sehr auf nächstes Jahr, wenn sich beide Rankpflanzen ausgedehnt haben werden und hoffentlich üppig grünen! Von üppig blühen wage ich ja noch gar nicht zu träumen, bei unseren Lichtverhältnissen. „Halbschatten“ ist schon optimistisch ausgedrückt.

Statt neuer Pflanzen gab es neue Technik, wie man sieht. Eine Lampe, die meinen Eltern zu klein war, hat die perfekte Größe für den Standort unter der Treppe. Und wo der Hausmeister gerade dabei war, hat er neben dem neuen Schalter für die Lampe auch noch eben eine Steckdose installiert. Und der Vermieter, der eigentlich nur neuen Gartenschlauch kaufen wollte, damit wir wässern können, hat sich doch zu einem Wasseranschluss überreden lassen. Ich freu mich!


Juli. Fast schon Herbst, wie man sieht. Vielleicht hat es doch zuviel geregnet und war zu kalt für Sommer?!