Erdbeerzeit

Wir schwelgen in Erdbeeren, seit vor ein paar Tagen unser Lieblingserdbeerfeld mit den allerleckersten Erdbeeren überhaupt den Verkaufsstand geöffnet hat. Njam. Die Reisetasche für Stickarbeiten schwelgt auch in Erdbeeren: 20180607_074239.jpg Auch wenn in letzter Zeit weniger Rot und mehr Grün gestickt wurde. Eine Woche unterwegs und ein paar Nachmittage in der Sonne, da sind die Erdbeerpflanzen gut gewachsen, die echten wie die gestickten. 20180607_074200.jpgUngebügelter Gesamtzustand, aufgenommen in der Morgensonne. Ich lerne das nicht mehr mit dem Fotografieren, vermute ich. Aber das Wichtigste kann man erkennen: Es hat zwischendurch ein Seitenfinale gegeben, ordentlich gefeiert mit einer Flasche belgischem Bier, und da ich mich nicht entscheiden wollte, ob ich jetzt die obere oder die untere Hälfte des nächsten Blatts zuerst sticke, habe ich kurzerhand die beiden noch fehlenden Seiten zusammengeklebt, die werden jetzt auf einmal bearbeitet. Es wird zum rechten Bildrand hin aber auch keine „Ausbrüche“ mehr nach oben oder unten geben. Ich bin mir gerade nicht ganz sicher (und kann aktuell auch nicht nachschauen), aber es könnte gut sein, dass die erkennbare Motivhöhe auch die zu erreichende ist. Das würde ja mit den Erdbeeren links ganz gut zusammen passen. 20180607_074215.jpgWenn der Sommer so bleibt wie in den letzten Wochen, werde ich noch viel Zeit mit der Erdbeerstickerei verbringen dürfen. Ein Sommerurlaub steht ja auch noch an. Ich fürchte, dieses Projekt wird viel zu schnell fertig werden für das Vergnügen, das es mir beim Sticken bereitet. Auch wenn die Wohnzimmerwand sich schon freut auf eine weitere Beerensorte. :)

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Der Garten im Mai – 2018

Der Mai 2018 hat sich manchmal schon angefühlt wie Hochsommer, aber bei einem 100% Schattengarten fällt das nicht weiter auf. Na gut, auf der Terrasse steht ein Planschbecken, aber von Dürre und Hitze merken wir nicht viel. Weder die Menschen noch die Pflanzen. Dichtes Grün allüberall – und wie grün! Und wie dicht!!

Vergleichsbilder vom Vorjahr gibt es natürlich nicht, das wäre ja noch schöner, wenn ich jedes Jahr zur selben Zeit dieselben Perspektiven aufnehmen würde.Aber immerhin ein paar ansatzweise vergleichbare Bilder gibt es aus dem Jahr 2016. Damals sah das  Beet im Juni so aus:

DSCF0602Und so Ende Mai 2018:20180530_073631.jpg Eine der großblättrigen Funkien links wird im nächsten Frühjahr eine Stufe weiter nach oben ziehen, ins Beet zwischen Hortensie und Herbstanemone, vor den linken Rhododendron. Mit dem voranschreitenden Storchschnabel, der sich von hinten Richtung Pflanzsteine vorarbeitet, wird 2019 dann hoffentlich/vermutlich nicht mehr viel nackte Erde zu sehen sein. Für dieses Jahr hat die Große eine Schattenblumenmischung eingesät. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie viele der sprießenden grünen Pflänzchen gewünschte Schattenblumen und wie viele Wildbeiunkraut sind.

Auch unter der Treppe ist es voll geworden. 2015 gepflanzt, gab es vor zwei Jahren schon gute Ansätze, den vorhandenen Raum zu füllen: dscf0426 2018 habe ich schon mehrfach Storchschnabel abgestochen, um meine Terrasse selber benutzen zu können, und die Kolkwitzie erhebt Anspruch auf die eine oder andere Treppenstufe. 20180531_082844.jpg Das hintere Treppengeländer, 2016 noch kahl, ist bald nicht mehr sichtbar vor Clematis und Geißblatt, die nach der Blüte all ihre Energie in weitere, längere Triebe stecken, die immer höher hinaus wollen, bevor sie das eigene Gewicht Richtung Erdboden zwingt. Wie man sieht, standen die beiden Rankpflanzen vor zwei Jahren noch nicht einmal. Kann das wirklich sein? Und ja, auch das Geißblatt hat geblüht! Ganze drei zaghafte Blüten, nicht mal zur Sonnenseite hin, sondern versteckt im dichtesten Blättergrün, und nach zwei Tagen und einem starken Regenschauer war der Zauber auch schon wieder vorbei. Aber immerhin drei Blüten – das sind drei mehr, als die Kolkwitzie produziert hat, und dabei blühen diese Sträucher doch so schön! Vielleicht ist es doch zu dunkel unter der Treppe im Hauswinkel am Wald. ;) 20180526_191203.jpg Im Bild die erste aufgefundene, noch nicht ganz geöffnete Blüte.

Apropos Hauswinkel: Extrem aufmerksamen Betrachtern der aktuellen Gartenbilder könnte auffallen, dass die Hauswand ihre Farbe geändert hat. Statt eines hellen Gelbgrüns (bis heute wird gerätselt, was es denn nun eigentlich sein sollte, gelb oder grün), „erstrahlt“ die Wand nun in grau. Das Haus wird gestrichen! Grau mit dunkelroten Akzenten wirkt eindeutig moderner und zeitloser als die bisherigen Farbe gelb/grün mit rosa Akzenten. Und es bildet einen schönen Hintergrund für all das Grün rund ums ganze Haus.

Federball

Gestern Abend habe ich zum ersten Mal mit meiner Großen (10) Federball gespielt. Für sie war es das erste Mal überhaupt, und es war wie erwartet mehr nach dem Federball bücken als damit spielen. Unser Rekord lag bei vier Ballkontakten und drei Federbällen auf dem Garagendach. Trotzdem: Hat das Spaß gemacht!

Das leise „Pöng“, dieses unnachahmliche, melodische Geräusch, wenn der Federball die gespannten Saiten des Schlägers trifft, versetzt mich zurück in meine Jugend, und in einem Augenblick tauchen in meinem Kopf unzählige Federball- und Badmintonspiele auf. Auf dem elterlichen Rasen, der ruhigen Nebenstraße, dem Scheunenvorplatz auf dem Bauernhof, wo wir in Urlaub waren, in der Einfahrt der Großeltern und der Schulturnhalle. Mit den Geschwistern, der Schulklasse, Freundinnen und Urlaubsbekannten. Pöng, (Pause,) pöng … es fühlt sich an, als hätten wir ganze Sommer lang nichts anderes getan als Federball oder später Badminton zu spielen. Immer im Sonnenschein, wann immer es windstill war … pöng, pöng. Die einzigen Monate in 13 Jahren Schulsport, die ich wirklich rückhaltlos genossen habe. Ich fühle mich wieder jung. Vier Ballkontakte lang. ;)

Und gleichzeitig sehe ich mir dieses langbeinige junge Mädchen vor mir an. Sie wird demnächst die Schule wechseln, und während sie sich nach dem Ball streckt, sieht sie aus wie eine Heranwachsende, eine Jugendliche, das ist kein Kind mehr. Wann sind diese Beine so endlos lang geworden, hat die Nase den kindlichen Stupser verloren, hat sich alles an ihr so gestreckt? Sie wirkt wie eine junge Frau in diesem kurzen Moment, in sich ruhend und zufrieden. Wow. Wann ist das passiert? Wie kann das sein? Und welch unglaubliches Glück, miterleben zu dürfen, wie sie aufwächst, mein erstes Kind, das Baby, bei dem wir alles noch lernen müssen, jedes erste Mal für sie ist auch ein erstes Mal für uns.

Ein paar Minuten Glück. Pöng. Pöng. Schau, wenn du den Ball richtig hoch wirfst, hast du Zeit zu gucken, wo er runterfällt, dann triffst du ihn leichter.

(Mama, ich muss Pipi!)

 

Pferde am Bach – Runde 7

Nach Wrath kam der Sommer mit Garten, Heuschnupfen und ganz viel Kinderkram (z.B. ganz viel „Ich muss Pipi!“, was super ist) dazu noch eine Abendveranstaltung, ein Abendessen, eine Tanzgelegenheit, eine Sitzung usw. Familie und Couch mit Stickplatz riefen leise aus der Ferne „Servus“. Keine Zeit zum Sticken, noch weniger Zeit zum Bloggen. Bis letzte Woche plötzlich – zack, drei freie Abende am Stück, dazu ein Tag mit krankem Sohn zu Hause geblieben, und schon sind zehn Stunden gestickt.

Es ging an die zweite von vier Seiten, diesmal so richtig, und in den Wald, durch den der Bach fließt. Hintergrund, bei der „Dimensions Gold Collection“ heißt das oft halber Kreuzstich, dafür mit mehr Fäden gleichzeitig in der Nadel, was richtiges 3D bedeutet. 20180518_162113.jpgMan kann es hoffentlich erkennen, die ganzen Kreuzstiche stehen tatsächlich weiter vor als die halben.

Vor allem bedeutet halber Kreuzstich auch gefühlt doppeltes Tempo. Der Wald schießt förmlich in die Höhe. 20180518_162058.jpgDer Baumstamm samt Zweigen sowie die Zweige des Buschwerks werden in Kreuzstich gestickt, dahinter eine wabernde Masse halber Kreuzstiche, wo das Bild etwas verschwimmt. Der Fokus liegt eindeutig auf den Pferden, wie bei einem guten Foto.

A propos Pferd: Ihm fehlen noch die Backstitches, die ich aber erst ganz zum Schluss sticken werde. Fertige Backstitches spanne ich nur ungern in einen Stickrahmen ein, da habe ich Angst um die Spannung des einen Fadens, der größere Distanzen überspannt als zwei Gewebefäden (ca. 1,5 mm).

Die erste Fuhre Pferde kann also doch recht zügig wieder in den Stall die Kiste zurück.

1. Klarinette (22)
2. Tecklenburger Turney (18)
3. Wrath (18)
4. Pferde am Bach (7)
5. Pferde im Wasser (2)

Weiter geht es mit den etwas ungestümeren Artgenossen, die nicht nur brav am Wasser herumstehen möchten. Aber vorher gibt es noch ein paar Tage Auslandsaufenthalt mit einer Reisetasche voller Erdbeeren im Gepäck.

Frühlingsglück und Gartenzauber (Anmerkungen zu Jule 3)

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Marina Boos hat einen neuen, dritten Roman aus „Jules Welt“ geschrieben, und ich bin glücklich. Denn auch dieser Kreativroman hält wieder, was er (mir) verspricht und was seit dem ersten Erscheinen des ersten Buchs funktioniert: Er regt meine Kreativität an. Beim „Glück der handgemachten Dinge“ war das noch überraschend und aufregend, beim „Frühlingsglück und Gartenzauber“ fühlt es sich an wie nach Hause kommen und eine warme Dusche genießen. Und trotzdem so schön wie die letzten beiden Male. Und während ich lese, erwische ich mich wieder mit diesem Kribbeln in den Fingern. Wo war die Anleitung zum Jerseygarn selbst herstellen? Ich häkel mal eben schnell einen Fliegenvorhang! Wir brauchen noch ein Frühlingsfensterbild! Lass uns Himbeeren pflanzen! (Damit ist diese Buchreihe übrigens die perfekte Februarlektüre!)

Das ganze Buch liest sich wohlvertraut und leicht. Das ist kein Vorwurf. Frühlingsleichte, plätschernde Lektüre, die eben kein leichter Liebesroman mit vorhersehbaren Klischees ist, sondern ein Roman über ganz normale Frauen mit normalen Problemen. Was Jule nicht mitbekommt, weil sie nicht aufpasst oder einfach nicht da ist, das bekommt auch die geneigte Leserin nicht mit. Leider, und da schleicht sich jetzt doch ein bisschen Kritik ein, ist Jule des Öfteren nicht dabei. Oder Dinge interessieren sie einfach nicht? Die Lektüre plätschert dadurch an manchen Stellen, wo die Handlung mehr Drama ermöglicht hätte. So löst sich vieles an der Oberfläche gleich wieder auf oder gerät in den Hintergrund, da Jule mehr Zeit mit Kindergartenkindern im Garten verbringt, als den Geheimnissen ihrer Großmutter nachzuspüren. Wahrscheinlich ist das sogar realistisch, wenn ich mir überlege, wie viel Zeit ich mit meiner Arbeit oder meinen Kindern zubringe und nicht damit, für meinen Alltag irrelevante Problemstellungen auf den Grund zu gehen. (Alles, was nicht Elefant ist, ist irrelefant. Schönen Gruß nach Westen. ;)

Was mich tatsächlich stört  – vielleicht (vermutlich) spricht daraus aber auch mein persönlicher Neid auf Jule: Die Protagonistin führt ein Café im ersten Jahr, aber statt sich Sorgen um die Finanzierung oder die Sicherung des Kundenstamms zu machen (oder sie mit mir als Leserin zu teilen), hat sie Zeit, Kosmetik selbst herzustellen und zu genießen oder sich mal ein halbes Stündchen zurückzuziehen und zu zeichnen. Letzteres sogar am großen Jubiläumsfest zum Einjährigen. So was ist mir noch nie passiert. Vielleicht ist das aber auch nur der Punkt, an dem ich feststelle, dass eben nicht Jule meine Identifikationsfigur ist, sondern einige andere Frauen in ihrem Leben. Die mit dem dritten Kind hochschwangere Freundin beispielsweise, die es bei der Renovierung der eigenen vier Wände nicht schafft, sich nicht einzubringen, bis sie vorzeitige Wehen hat. Die über ihren Bauch stöhnt, der sich so viel schwerer und größer fühlt als die letzten Male.

In der weiß lackierten Eckbank finde ich mich wieder und in einem Bilderrahmen, der mit alten Buchseiten beklebt wurde. Auf dem Schreibtisch einer Kollegin und im Schaufenster der örtlichen Buchhandlung finde ich das Buch wieder (vor allem letzteres freut mich sehr, ich bin also offenbar nicht der einzige Fan). Und in dem Rosenblütenessig, der in meiner Küche und dessen Rezept im Buch steht, finde ich die Autorin wieder. :) Denn vielleicht sollte ich es einfach mal zugeben: Ich kenne Marina Boos persönlich. Sie schreibt nicht nur tolle Kreativromane, sondern auch die schönsten Widmungen der Welt. Und weil ich von ihren Büchern überzeugt bin, kaufe ich sie (statt mir ein Rezensionsexemplar schenken zu lassen) und rezensiere sie hier ungefragt und unbelohnt. :)

Jule 3 – und ein Fliegenvorhang aus alten T-Shirts

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Wir wohnen am Wald (ach). Sobald es draußen etwas wärmer wird, bedeutet das alle Jahre wieder eine Menge Besuch von Insekten aller Art. Bewährtes Mittel dagegen ist ein Fliegenvorhang vor der Gartentür. Den haben wir natürlich auch, nur kommt da ein weiterer Waldwohnnachteil: Garten auf der West- gleich Regenseite, viel Schatten gleich viel Feuchtigkeit, wenig Sonne zum Trocknen. Holz hält nicht allzu lange durch. Die letzte Gartenbank zwei Jahre, der letzte Fliegenvorhang aus Baumwollschnur und Holzperlen hat gerade mal ein Jahr gehalten. Wir brauchen also eigentlich jedes Jahr einen neuen.

20180429_083413.jpgWenn mir dann im richtigen Moment der neue (dritte) Roman aus „Jules Welt“ von Marina Boos unterkommt und ich wie immer spontane Kreativitätsausbrüche bekomme (ich plane noch einen passenden Beitrag zum Buch zu schreiben!), kommt ein gekaufter Fliegenvorhang natürlich nicht in Frage und an die Tür. Stattdessen wurde es dieser hier: 20180505_102239.jpgAus alten T-Shirts (Treggins, Nachthemd, Hauptsache Jerseystoff) habe ich nach dieser Anleitung (von Nähmarie, externer Link, Zielseite könnte personenbezogene Daten speichern) Jerseygarn hergestellt und mit großer Nadel lockere Luftmaschenketten gehäkelt.

 

Etwas unregelmäßig werden die Schnüre immer, wenn die nächste Naht kommt, das ist bei selbst gemachtem Jerseygarn nun mal einfach so. Und wenn man die löchrige Treggins in Größe 134 (= Kindergröße) verwendet, passiert das leider auch ein bisschen häufiger. Zum Beschweren der entstandenen Schnüre wurden am unteren Ende einige Gardinenringe (dann doch wieder aus Holz) und verschiedenste Glöckchen aus meinem Vorrat festgeknotet.

Dieser Fliegenvorhang wird zwar auch nass werden und nicht gut trocknen, aber vielleicht etwas schneller als Holz. Ich könnte ihn auch am Ende des Sommers einfach in Waschmaschine und Trockner stecken (und dann den Winter damit zubringen, die Schnüre wieder zu entwirren). Und falls er doch nur einen Sommer durchhält, habe ich aber für einen Sommer Geld gespart und mich am Upcycling erfreut. :)

Heimlicher Star dieses Beitrags: blühende Clematis. Ich bin ganz verliebt und verbringe neuerdings viel Zeit auf der Treppe, um der Clematis beim Blühen zuzugucken. das sieht doch aus wie aus einem Magazin: 20180505_102056.jpg

Wrath – Runde 18

Meine Güte, das lief! Erstmal eine Menge Konfetti gestickt und dann mit Genugtuung eine neue Reihe begonnen. Das hätte gerne noch ein paar Tage so weitergehen können, aber zack – waren zehn Stunden schon um. Schade. 20180502_083356.jpg Rechts oben kann man gerade sehr gut erkennen, was als Konfetti bezeichnet wird, denn da ist mir eine Farbe ausgegangen (Anchor 44). In Seiten-Reihe 2 ging es erst einmal mit den beliebtesten Farben schwarz und lila weiter. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung!

Ansonsten freue ich mich sehr über die Rückmeldungen aus Freundes- und Kolleginnenkreis bzgl. möglicher Honig-Bezugsquellen im Bochumer Osten. Das ist so toll, dass ihr für uns auf die Suche geht! Einer Spur muss ich noch folgen, und falls wir da auch nichts finden, werden wir uns bei „Bänke raus!“ am 10.6. eindecken. Eine ungefähre Idee vom Familienhonigbedarf bis zum Herbstmarkt habe ich immerhin. :) (Edit 11.05.18: Die Eisdielenweinhandlung am Markt verkauft Honig aus der Nachbarschaft. Jippieh!)

Wie geht es jetzt weiter in der Rotation?

1. Klarinette (22)
2. Tecklenburger Turney (18)
3. Wrath (18)
4. Erdbeeren (7)
5. Pferde am Bach (6)
6. Pferde im Wasser (2)

Nanu? Die Erdbeeren sind doch in der Reisetasche und begleiten mich momentan auf fast täglicher Basis nach draußen an den Rand des Planschbeckens? Die muss ich wohl noch streichen!

1. Klarinette (22)
2. Tecklenburger Turney (18)
3. Wrath (18)
4. Erdbeeren (7)
5. Pferde am Bach (6)
6. Pferde im Wasser (2)

Auch mit Sommer vor der Tür wird es Winter im Stickrahmen. Auch wenn das Wetter befürchten lässt, dass mit Sticken in nächster Zeit erstmal nicht viel sein wird. Und mein Kalender weiß auch schon, dass ich abends keine Zeit mehr habe. Grrr.

DSGVO – Änderungen

Die DSGVO geht um in europäischen Blogs. Ich betreibe einen privaten Blog ohne kommerzielles Interesse, würde ich denken, aber was weiß ich denn schon. Ich bin ja keine Juristin.

Da die meisten Kommentare von Freunden, Bekannten, Familie und/oder Kolleginnen kommen, die wissen, wie sie mich erreichen können, freue ich mich ab sofort über Whatsapps, SMS oder Mails  statt über Kommentare. Meine eMail-Adresse ist auch dem Impressum zu entnehmen. Da WordPress beim Einreichen eines Kommentars personenbezogene Daten wie IP-Adresse und eMail-Adresse speichert und ich das bei einem kostenlosen Basis-Account nicht verhindern kann, ist die Kommentarfunktion ab sofort ausgeschaltet. *schnief*

Auch das Liken von Artikeln oder Kommentaren, das ich sehr mag, wird ab sofort nicht mehr möglich sein.

Löwenzahnblütenhonig

Letzte Woche erzählte mir eine liebe Leserin und gute Bekannte, dass sie kürzlich Honig aus Löwenzahnblüten selbst gemacht habe, nur leider sei er ein bisschen fest geworden. Einen Tag später stellte unser Au-pair fest, dass der Honig alle ist und der Mann, dass wir offenbar keinen Imker in der Nachbarschaft haben, bei dem wir direkt kaufen könnten. Zumindest keinen per Internet auffindbaren. Und noch einen Tag später drückte mir der Sohn einen Arm voll selbst gepflückter Löwenzahnblüten in die Hand.

Und was tat ich? 20180430_080241.jpgErst die Bekannte nach dem Rezept fragen, dann gemeinsam mit dem Sohn Blüten säubern, über Nacht in Wasser einlegen und den entstandenen Sud am nächsten Tag mit Zucker und einem Schuss Zitronensaft aufkochen, bis das Ganze zähflüssig wird. Bei mir ist der Honig eher ein bisschen zu flüssig geblieben, eine halbe Stunde länger auf dem Herd hätte vielleicht nicht geschadet, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden und der Kleine sehr begeistert – nur dass er seinen Honig jetzt nicht glasweise essen darf, führt zu Diskussionen und Geschrei.

In Wahrheit ist es wahrscheinlich eher eingedickter Löwenzahnblütensirup, aber farblich und geschmacklich ist das Ergebnis nah genug an Honig dran, dass wir es durchgehen lassen können. :)

Turney – Runde 18

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Genau einen Monat ist mein letzter Stickbeitrag her, das ist schon übel. Und das fühlt sich auch oft genug übel an, wenn ich Richtung Sofa und Stickzeug schiele und eigentlich nur noch für den Rest des Tages herumsitzen und die Nadel schwingen möchte. Stattdessen kranke Kollegin (= mehr Spätdienste, mehr Klassenführungen, gute Besserung!!), sonnige Tage (= mit dem Kleinen raus, Garten, Pollenpollenpollen), Fotobuch 2017 endlich fertigstellen, Tanzen unterrichten und Schulhof bemalen. Andere verlassen sich auf mich, und ich mache. Das ist mir wichtig, Zuverlässigkeit. Auch wenn da oft genug der evolutionäre Selbsterhaltungstrieb (Selbstschutz geht vor) und das soziale Gewissen in Konflikt geraten. Das soziale Gewissen gewinnt übrigens jedes Mal. Ich finde das selber nicht gut, dass ich das so mache, der Akku läuft schließlich irgendwann leer. Für das Dorf ist es dagegen richtig gut. „Ein Dorf funktioniert nur, wenn jeder etwas mehr macht, als er eigentlich muss.“ Kürzlich irgendwo gelesen, vermutlich ein von Buddenbohm & Söhnen verlinkter Text, ich kann den Ursprung nur leider nicht mehr finden. Dieser Satz ist hängen geblieben, und meiner Meinung nach trifft er nicht nur auf Dörfer zu, sondern eigentlich auch jedes funktionierende Gesellschaftssystem, angefangen bei Partnerschaften und Familien.

Aber darum geht es hier ja eigentlich nicht. Wenn ich anfinge, meinen Blick auf die Welt zu bloggen, wären es keine Nadelspielereien mehr, kein Handarbeitsblog, und ich hätte vor lauter Bloggen noch weniger Zeit zum Handarbeiten. Zumal ich zwar immer wieder gerne reflektierte Meinungen und Blogs lese, meinen eigenen Senf aber gar nicht gekonnt dazugeben könnte, selbst wenn ich wollte. (Heute wieder vorgelesen: „Und dann brüllte der Löwe all die schönen Dinge, die er schreiben würde, wenn er denn könnte. Aber der Löwe konnte ja nicht.“ Armer Löwe, der nicht schreiben kann. Die Kinder leider immer sehr mit.)

Was war das Thema? Turney, Runde 18, behauptet der Titel. Schauen wir doch einfach mal: DSCF1583Nach siebeneinhalb Stunden war der Hintergrund fertig, und ich habe die Gelegenheit genutzt, den Teppich auszurollen. Irgendwie sieht es sehr unspektakulär aus, das Turney-Spektakel.

Dann hatte ich noch zweieinhalb Stunden Stickzeit über, aber keine kreative Energie mehr. Daher habe ich dann nur noch umrandet und völlig unkreativ langweilige Pferdebeine ausgefüllt. DSCF1594 Und natürlich das Bild wieder in den großen Stickrahmen eingespannt. Ich gebe zu, ich habe Respekt vor den Falten und Schattierungen, die noch auf mich zukommen. Nächstes Mal. :) Bei genauem Hinsehen ist übrigens erkennbar, dass das Pferd am gehobenen Vorderbein die Andeutung einer Wade hat. Ein paar schwarze Stiche zwischen viel Dunkelgrau, aber es macht einen Unterschied. (Hilfe, bloß nicht nervös werden.)

Sollte ich jemals wieder zu meinem Stickplatz vordringen, was würde mich dort erwarten?

1. Klarinette (22)
2. Tecklenburger Turney (18)
3. Wrath (17)
4. Erdbeeren (7)
5. Pferde am Bach (6)
6. Pferde im Wasser (2)

Wrath. Schwarze Flächen und rotes Konfetti. Kreuzstich! Das wäre was … :)