Twelve days of Christmas – Runde 1

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Über drei Jahre (Dezember 2015) ist es her, dass ich Joan Elliotts Sampler „The twelve days of Christmas“ versucht habe zu sticken. Hier kann man den ersten Teil des ersten Versuchs noch einmal nachlesen. Ich habe selber schmunzeln müssen bei der Lektüre des Artikels, auch wenn es mich sehr wehmütig stimmt, dass zwei Drittel der erwähnten Bloggerinnen mittlerweile gar nicht mehr bloggen. Vielleicht habe ich Glück, und sie lesen hier wenigstens noch mit? (Ich vermisse euch.) (Liebe Smoky, schön, dass es Dich noch gibt!)

Ich habe damals wegen der in der ersten Runde schon offensichtlichen Probleme nach der zweiten Runde hingeschmissen. Eine meiner seltenen Niederlagen. Die mich offenbar auch nicht in Ruhe gelassen hat, wie man sieht …

Nun also ein neuer Anlauf für die „twelve days of Christmas“. Bezüglich der Stoffauswahl war ich vorgewarnt und habe entsprechend nach einem gut stickbaren Stoff in passender „Dichte“ in meinem Fundus gesucht. Und einen Stoffrest in meinem Fundus gefunden, der auch bei dritten Messen angeblich genau die richtige Größe hatte. So ganz getraut habe ich dem Braten (bzw. mir und dem Maßband (in dieser Reihenfolge)) nicht und daher sicherheitshalber erst einmal die Umrandung gestickt. 20190210_201642.jpgPasst. Trotz unscharf. :)

Auch diesmal wieder leichte Irritation, dass jede rote Linie von zwei goldenen flankiert wird, und eine Erneuerung der Entscheidung, dass nicht mit Metallic-Garn zu sticken. Stattdessen verwende ich einen Farbton, den Anchor (der Garn-Hersteller) als „messing“ bezeichnet. Nah genug dran, finde ich. 20190210_201005.jpgEs tut mir wirklich leid, dass alle Bilder heute leicht unscharf sind, ich kann es aber gerade auch nicht ändern.

Ich überlege, ob ich vielleicht erst alle Umrandungen sticke und dann die einzelnen Motive in die fertigen Rahmen? Mal schauen, wie es sich entwickelt. Diesmal ging die Stickerei auf jeden Fall sehr leicht von der Hand und ließ sich gut nebenbei machen, während mein Kopf sich mit all den Dingen beschäftigte, die abgearbeitet werden wollten. Still sitzen ist gerade schwierig. Aber es ist auch gerade Februar, der ist sowieso schwierig, auch dieses Jahr wieder.

Wie geht es weiter? Von vorne!

  1. Twelve days of Christmas (1)

Meine Güte, wenn man sich anschaut, wie viel Zeit in einzelne Projekte gesteckt wurde, fühlen sich die Großprojekte gerade unendlich groß an. Schon Runde 26 für die Klarinette, die nicht einmal halb fertig ist? Puh!

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Pferde im Wasser – Runde 5

Habe ich schon erzählt, dass ich momentan häufiger und länger zum Sticken komme als zum Bloggen? Dazu kommt dann, dass Partyideen-Beiträge ein bisschen mehr Zeit beim Verfassen benötigen. Und so kommt es, dass der Bericht über die platschenden Pferde schon wieder zu spät kommt. Aber besser so herum als anders, nicht wahr?

So sahen die Pferde im Wasser vorher aus: 20180930_135603.jpg

Und das ist der aktuelle Stand: 20190202_152320.jpgZwei Pferde mehr sind es sogar geworden in dieser Runde, wobei das eine sich dezent im Hintergrund hält. Das linke Pferd vermisst vermutlich noch ein bis zwei Hinterbeine, auf der Vorlage war das aber nicht genau zu trennen von den Vorderbeinen des folgenden Pferds, das kommt also noch.

Vier Pferde sind die Hälfte der gesamten Herde, und auch sonst könnte es ungefähr Halbzeit sein: 20190202_185752.jpgDamit ist auch die Rotationsrunde wieder geschafft. Und jetzt?

Jetzt wäre es wieder Zeit für einen Freischuss. Oder … für eine zweite Chance für die „Twelve days of Christmas“ von Joanne Elliott? Die gehen mir eine Weile schon nicht mehr aus dem Kopf. Das könnte mit an der Jahreszeit liegen, aber … warum eigentlich nicht? Ich habe schon lange kein neues Projekt mehr angefangen. Also dann:

  1. Twelve days of Christmas (0)

Party-Ideen Lego Elves

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Die Große wird elf Jahre alt und ist neuerdings verstärkt zur Lego-Bauerin geworden, am liebsten Lego-Elves. Nach zwei Drachen in zwei Adventskalenderjahren und alle Jahre wieder mal hier ein Päckchen, da ein Päckchen sollte es zum elften Geburtstag laut Wunschliste fast nur noch Lego Elves sein. Und ein Buch. Was liegt da näher, als den Winter-Geburtstag auch zum Thema Elves bzw. Elfen zu machen, wenn man schon Elf wird?

Die Einladungen sehen erst einmal weniger nach Elves und mehr nach Lego aus …

… bringen die Mädchen aber gleich auf die Spur, was für eine Art von Geburtstagsparty es geben wird. Ganz viele Rätsel! Auf der Rückseite der Legomauer stehen dann Zeit, Ort und die Telefonnummer für Rückmeldungen. Und das war es dann auch schon an Lego für die gesamte Party, aus irgendeinem Grund habe ich keine weiteren Legorätsel eingebaut. Ist mir einfach nicht eingefallen, bzw. uns, denn dieses Jahr hatte ich Hilfe bei der Planung. Dafür war und bin ich sehr dankbar, denn mit elf Jahren darf ein Kindergeburtstag gerne etwas komplexer sein als mit sieben oder acht Jahren. ;)

Die ursprüngliche Idee war ein Escape room, aber bei insgesamt 10 Mädchen wäre das doch ganz schön eng geworden.Also nicht ein Raum, sondern mehrere, und in jedem Raum mehrere Rätsel, damit alle beschäftigt sind und die Köpfe rauchen. Die Grundidee eines Escape rooms, dass man seine Rätsel überhaupt erstmal finden muss, bevor man sie lösen kann, ist es aber tatsächlich geblieben.

Ich habe mich an der offiziellen Lego-Elves-Story orientiert, die da wäre: Ein Mädchen verirrt sich in nach Elvendale, die Elfenwelt, und muss vier magische Schlüssel finden, um nach Hause zurückkehren zu können. Oder in unserem Fall: ein Drachenei verirrt sich in die reale Welt und muss zurück nach Elvendale gebracht werden, bevor es schlüpft. Um das Portal zu öffnen, werden natürlich vier magische Schlüssel gebraucht… bzw. vier Zahlen, um ein Kombinationsschloss zu öffnen. Insgesamt finden die Mädchen zehn „Schlüssel“, jeder  versehen mit einer Zahl. Welche vier nachher die richtigen sind, muss natürlich errätselt werden. 20190125_112520.jpgEinfach mal bei Ebay „Phiole Glitzer“ eingeben und sich über die Ergebnisse freuen. ;)

Die richtigen Zahlen hängen an den Phiolen in den vier Farben der Elemente bei Lego Elves: Erde (grün), Wasser (hellblau), Luft (lila), Feuer (gelb). Um die Reihenfolge festzulegen, erschien hin und wieder ein neuer Elf auf der Landkarte im „Basislager“ der Kinder. 20190125_121627.jpgDie Karte habe ich aus einer Lego-Anleitung groß kopiert (ein Hoch auf den Ehegatten mit A3-Farbkopierer), die Ränder abgeflämmt und dann auf silbernen Tonkarton geklebt. Die Reihenfolge, in der die Elfen auftauchen, ist nachher die Reihenfolge der Zahlen im letzten Kombinationsschloss.

Aber von vorne:

Die Mädchen treffen sich in ihrem Basislager und bekommen dort die wichtigsten Regeln erklärt: Dass sie die Rätsel erst suchen müssen, bevor sie sie lösen können. Dabei sollen sie auf Dinge achten, die nicht normal sind. (Was ein bisschen schwierig ist in einer Wohnung, die ein Sieb als Küchenlampe aufweisen kann und in der Waschlappen in einem Vogelkäfig aufbewahrt werden…) Hin und wieder kann es im Basislager Hinweise geben, sie sollen zwischendurch mal rein schauen. (Pro Raum habe ich dann einen Elfen im Basislager auf die Karte gesetzt.) Wenn sie gar nicht mehr weiter wissen, können sie das Orakel befragen. Und hier ist ihr erster Hinweis …

Davon habe ich jetzt kein Foto gemacht. Eine Holzkiste, darauf die Emily-Jones-Figur, darin ein kleines Päckchen mit einem Schlüssel samt Zahl und ein Maxi-Ü-Ei. Das Ei ist präpariert: Maxi-Eier kann man ganz gut öffnen. Den Inhalt des Eis austauschen gegen ein Lego-Elve-Drachenei, dazu ein Zettel: „Ein Drachenei! Das muss zurück nach Elvendale, bevor es schlüpft. Sucht nach Hinweisen in der magischen Bäckerei!“

Und da geht es dann auch hin:

Die magische Bäckerei = die Küche

In der Küche haben die Mädchen dann erst einmal übersehen, dass Mixer, Backschüssel und -blech und eine geheimnisvolle Papierrolle auf der Arbeitsfläche standen, so sehr waren sie auf der Suche nach Dingen, die nicht stimmen. Gefunden haben sie zwei kleine „Schatztruhen“, einmal fehlte der Schlüssel, einmal die Kombination fürs Zahlenschloss. Hm. Also doch erst einmal backen! Die geheimisvolle Papierrolle enthält das Rezept für einen „Feuermagie-Kuchen“. Aber was für eins! 20190123_172210-1.jpg

20190126_153836.jpgr Geheimzutat 1 gibt es ein weiteres Dokument, in dem der Wikipedia-Artikel zu „Mehl“ steht, allerdings mit einem Klecks über jedem „Mehl“ und „Mahlen“. Geheimzutat 2 ist Backpulver, allerdings nicht im Tütchen, sondern als weißes Pulver im Reagenzglas. Sieht viel geheimer aus. :)

Auf der Suche nach Eiern wird das nächste Rätsel gefunden: Ein Geräusch-Memory im Kühlschrank! Endlich eine Gelegenheit, die seit Jahren gesammelten Ü-Eier einzusetzen. :) (Okay, zugegeben: Genau dafür habe ich die Ü-Eier gesammelt.) Dazu der Hinweis, dass die Kinder genau ein Ei öffnen dürfen – aber welches? In der Kiste mit dem Geräuschmemory ist außerdem ein Schlüssel. Der passt auf die schlüssellose „Schatztruhe“ aka Geldkassette, und darin ist gleich das nächste Rästel. Ein Puzzle. Aber welches Motiv?

20190126_151548.jpg

Es ist eine ungerade Zahl Eier, finden die Mädchen schnell heraus. Immer zwei passen zusammen. Im überzähligen Ei findet sich eine Phiole mit einer Zahl, die am Ende noc wichtig werden. Das Puzzle ist ein Buchcover. Und wo findet man ein Buch? Natürlich in der magischen Bibliothek!

Die magische Bibliothek – das Esszimmer mit der Bücherwand

Na, ist was aufgefallen? In der magischen Bäckerei steht noch eine ungeöffnete Kiste, die Zahlenkombination fehlt! Andererseits soll jetzt auch die Feuermagie wirken, damit kennt sich keiner aus, also lieber den Raum verlassen …

Dass mein Mann sich einfach in die Küche begibt, fällt niemandem auf. Dadurch kann er Feuermagie wirken: Auf den Kuchen im Ofen legt er Schokoladen-Buchstaben und drei Zahlen: Die fehlende Kombination! In der verschlossenen Truhe, dem letzten ungelösten Rätsel der magischen Bäckerei, ist eine weitere Phiole. Jetzt sind es schon drei. Dazu gibt es ofenwarmen, selbst gebackenen Kuchen. Was könnte es leckereres geben? Nichts, da sind sich die Mädchen einig. Aber zurück zur magischen Bibliothek.

Gesucht wird also ein bestimmtes Buch, das die Mädchen schon vom Cover her kennen. Darin befindet sich ein Zettel, der gleich das nächste Rätsel ist: 20190123_112941-1.jpgHalbierte Buchstaben in Spiegelschrift. Wer einen Kopierer mit Spiegelfunktion hat, ist klar im Vorteil. :) Aufgelöst steht da: „Schneeflöckchen, Weißröckchen, wo kommst du geschneit?“ Und wo? 20190126_121259.jpgDie nächste Phiole hängt eigentlich ganz offen im Raum herum. :D

Außerdem stimmt noch etwas nicht in der magischen Bibliothek. Ein Buch ist gar keins … und darin ein Schlüssel für die große Truhe, die irgendwie jeden Geburtstag mitspielt. In der Truhe finden die Mädchen ein Kistchen mit einer weiteren Phiole und einem Scrabble-Spiel. Nicht sehr viele Buchstaben. Da steckt bestimmt ein weiterer Hinweis drin … 20190126_170728.jpg Vier Namen von vier Elfen – und eine Quelle. Quelle?

Die Quelle – das Badezimmer

Dass hier etwas nicht stimmt, sieht man: 20190126_135228.jpgWieso ist Wasser in der Wanne? Was macht der Wasserkocher im Badezimmer? Und wo findet man die Kombination für den Käfig mit dem Kombinationsschloss? Und versteckt sich vielleicht hi20190126_135159.jpger etwas im Schmuckschrank? Nicht im Bild: Eine Spardose mit Schloss, aber natürlich mal wieder ohne Schlüssel.

Im Schmuckschrank ist natürlich noch eine Phiole. Mit dem Wasserkocher kann man Wasser kochen. Mit dem Wasserdampf den Spiegel einnebeln, auf dem eine Zahlenkombination steht. (Dazu brauchte es dann doch mal Orakel.)

Mit der Zahlenkombination lässt sich der Käfig öfffnen, darin finden die Mächen eine Badebombe. („Badebombe selber machen“ in Suchmaschine nach Wahl eingeben und sich über d20190123_133841-1.jpgie Ergebnisse freuen.)

Das Bild ist natürlich bei der Herstellung entstanden, hier sieht man das perfekte Schlüsselversteck. ;)

Eine Badebombe erkennen die Mädchen natürlich, wozu das Wasser in der Badewanne gut sein soll, ist plötzlich auch klar. Der Schlüssel passt auf die Spardose, und in der Spardose ist neben der nächsten Phiole auch ein Hinweis auf den nächsten Raum: Findet das Heim des Winddrachen!

Das Heim des Winddrachen – das Kinderzimmer

Wir haben ja netterweise ein blaues Zimmer mit Wolken an den Wänden, aber jedes normale Kinderzimmer hätte es auch getan. :) Und hier stimmt eindeutig etwas nicht:

20190126_131340.jpgIrgendwie gibt es für die Große ja immer pädagogisch wertvolle Kindergeburtstage. Vor zwei Jahren eine Pferde-Party, auf der man dauernd rechnen musste, letztes Jahr ging es um die im Deutschunterricht gerade durchgenommenen Märchen, und dieses Jahr liegt da plötzlich ein Englisch-Wörterbuch. Und der Winddrache liest einen Text auf Englisch. Och nee!

„Oh I do like to be beside the seaside

to see the stars sparkle at night“

Die obere Zeile verweist auf ein Bild mit dieser Aufschrift, das man auf dem Bild noch angedeutet auf dem Regalbrett über dem Bett erkennen kann. Ebenfalls auf dem Regalbrett: Eine Phiole. Der zweite Textteil ist ein Hinweis auf das Fensterbild, das aus Sternen besteht. Auch da versteckt sich eine Phiole. Und kein weiterer Hinweis auf weitere Stationen. Was also tun? Auf zum Basislager!

Das Basislager enthält mittlerweile neben der Karte mit den vier Elfen darauf auch eine Schatzkiste mit einem Zahlenschloss. Und kaum haben die Mädchen den Raum betreten, werden sie tatsächlich eingeschlossen. Es dauert, während die Kinder die Lösung finden. Dass sie die Zahlen an den Phiolen brauchen, ist relativ schnellklar, aber welche? Und in welcher Reihenfolge? Es dauert. Irgendwann ein großer Jubelschrei, sie haben es geschafft! Die Schatztruhe enthält für jedes Kind eine Tüte, darin ein bisschen Süßkram und ein Beutelchen mit einer Lederkordel. Auch dieses Rätsel ist schnell gelöst, und ruckzuck verwandeln sich die Phiolen oder magischen Schlüssel in Kettenanhänger.

Und dann der große Schreck: Die Tür ist verschlossen! Wo ist der Schlüssel? Dann muss wohl das letzte Rätsel auch noch gelöst werden. In der Truhe war neben dem Schatz nämlich auch noch eine Karte: „Der Drachenpfad nach Elvendale führt durch Kälte und Nacht.“ Ach ja, das Drachenei ist immer noch da. Kälte und Nacht, was soll das nun wieder heißen?

Jemand kommt auf die Idee, aus dem Fenster zu schauen, und tatsächlich: 20190126_170657.jpgDie zu Weihnachten geschenkte Körbchen-Seilbahn wird endlich eingeweiht. :) Ins obere Körbchen kommt das Ei und wird vorsichtig Richtung Elvendale gekurbelt. Im unteren Körbchen kommt dafür langsam der Schlüssel (sicherheitshalber festgebunden) angefahren. Geschafft!

Das war einiges an Vorbereitungsarbeit, beim Geburtstag selber habe ich aber tatsächlich wenig zu tun gehabt. Die Mädchen waren konzentriert und mit sehr viel Spaß dabei und haben beim Abendessen (Pizza vom Pizzaboten) beschlossen, nächstes Jahr auf jeden Fall wieder so etwas machen zu wollen. Dass sie dafür dann immer noch mit meiner Großen befreundet sein müssen, wurde als das kleinste Problem angesehen. ;)

Von einer Mutter habe ich abends noch eine Nachricht bekommen, nach der ihre Tochter meinte, das wäre „der schönste Geburtstag gewesen, auf dem sie je war“. Und darauf bin ich richtig stolz. :D

Winterdekoration

Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis, den kalten, klaren Winter mit klarer, reduzierter Dekoration zu feiern, viel Licht, wenig Farbe, wenig Stehrümchen. Luft! Jeden Sonnenstrahl zelebrieren! Oder aber sich einzukuscheln, gemütlich, reduziertes Licht und flauschige, bunte Deko, um den grauen Winter auszusperren und aus dem Zuhause eine warme Höhle zu machen.

Mehr Deko oder weniger? Bunt oder weiß? Ich weiß es nicht. Meine Deko auch nicht.

Es gibt neue Stehrümchen, die mit Licht spielen, aber in weiß. :)

Zum Einen eine Laterne, die eine Winterlandschaft beherbergt, mit Kissenfüllungsschnee, zwei Tannen mi Lichterkette, Zaunstücken und Fahrrädern, die malerisch bunt in der Winterlandschaft lehnen.

Zum Anderen hat sich das Herbstbild mit Igel zwischen bunten Blättern in ein Winterbild verwandelt, und das nur aus Resten der Winterlandschaft, die alle Jahre wieder unsere Fenster ziert. Im Hintergrund ein Stück dunkelblaue Sternenfolie. Nichts Neues, nichts Auswändiges, aber sieht toll aus. Und steht rum. ;) Übrigens zwischen Fröbelsternen aus Tartanpapier, Glückssternen aus Notenpapier und bunten Glitzerpompons. (Ich sag doch, ich kann mich nicht entscheiden!)

Book up! – Nr. Ein Fake-Buch

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: Reader’s Digest erhält einen neuen Inhalt (oder auch nicht)

Das Beste an Reader’s Digest-Büchern, so die weit verbreitete Meinung in Bibliothekskreisen, sind die hübschen Lederimitat-Bucheinbände. Daher wurde für die heutige Bastelei der gesamte Buchblock kurzerhand und ohne schlechtes Gewissen entfernt und -sorgt, und gebastelt wurde mit dem Rest. Eine kleine Kiste, die entweder als Fake-Buch alles Mögliche beherbergen und vor ungewollten Blicken schützen kann (Waffen! Geld!! Süßigkeiten!!!), oder etwas offensichtlicher als Fake erkennbar mit Verschlussband auch geeignet ist zum Transport aller möglichen Kleinigkeiten (Stifte! Logopädie-Hausaufgaben!! E-Book-Reader!!!).

Benötigtes Material: etwas Karton (nicht zu dünn), Seidenpapier in creme oder weiß, Kleber, ggf. Band zum Verschließen und ein bis zwei Knöpfe.

Im ersten Schritt wird ausgemessen, wie lange, breit und tief das neue Innenleben denn werden soll. Wer schlau war und den Buchblock noch nicht entsorgt hat, ist klar im Vorteil. *hüstel*

Anhand der Messergebnisse wird dann aus einem Stück Karton eine passende Box zugeschnitten und zusammengeklebt. Die kann man zur Kontrolle schon mal in den Bucheinband stecken und sich freuen. :)

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Wenn die Box durchgetrocknet ist, wird sie mit Seidenpapier ausgeschlagen: innen komplett und außen an drei bis vier Seiten. Der Boden kann von außen unverhüllt bleiben. Dabei sollte man darauf achten, dass an mindestens drei Außenseiten das Papier keine deutlich sichtbaren Falten wirft und sich nicht zu offensichtlich überlappt. Am besten sollte es aussehen wie aus einem Guss bzw. Buchblock.

Anschließend wird die nunmehr weiße / cremefarbene Box in den Bucheinband eingeklebt, und sobald alles durchgetrocknet ist, ist das Fake-Buch fertig. Vielleicht.

Vielleicht möchte man aber noch ein Loch in den Deckel bohren und die Enden eines (Gummi-)Bands durchziehen. Dann könnte man auf der Innenseite einen Knopf annähen und die Enden damit fixieren. (Ein Doppelknoten erfüllte denselben Zweck, sähe aber nicht so gut aus.) An der Außenseite könnte das Bohrloch ebenfalls durch einen Knopf verdeckt werden, und dann könnte man mit dem jetzt schlaufenförmigen Band das Buch fest verschließen und zu Transportzwecken nutzen.

Book up! Glück auf!

GriSu

Pferde am Bach – Runde 9

Ich sticke momentan so viel, dass ich mit dem Bloggen nicht mehr hinterher komme, und kann es mir selber nicht erklären. Aber schon wieder sind zehn Stunden rum, eigentlich sogar 18 Stunden, denn während ich an diesem Blogartikel schreibe, habe ich schon seit ein paar Tagen nicht mehr die Pferde am Bach im Stickrahmen. Und das trotz Geburtstagsmarathon und großen anstehenden Veränderungen in der Bücherei, die zeitintensiv vorbereitet werden wollen.

So sahen die Pferde am Bach vorher aus: 20180920_083330-1.jpgBzw. das eine Pferd, das zweite wartet ja noch auf seinen Einsatz. Das hat sich auch in Runde 9 noch nicht geändert: 20190125_131758.jpgDer Baum ist fertig geworden, also einer der Bäume im Wald, außerdem mehr Wald im Hintergrund. Dank erster Lichtblicke, also ersten Blicken auf den Himmel, kann man den Wald jetzt sogar als solchen erkennen. :) Mal schauen, vielleicht wird Seite 1 von 2 nächste Runde fertig?

Das Stickbild passte übrigens sehr gut zum kalten Januar und den ersten Schneeflocken, die im Ruhrgebiet gesichtet wurden. Zu den nächsten Pferden gab es dann mehr Schnee, was jetzt wieder nicht ganz so gut passt. Schließlich geht es diesmal ins Wasser, da wird mir beim aktuellen Wetter schon beim Gedanken kalt. ;)

Wrath – Runde 20

Wrath sticken. Zornige Lady trifft unentspannte Mutter, die sich langsam dem Abgrund der Verweigerung nähert.

Eine Mischung, die für zehn Stunden Stickzeit in fast schon Rekordtempo und eine hinterher deutlich entspanntere Mutter sorgt, auch wenn ich immer noch weit von Reinhard Meys „Hab Dank für Deine Zeit“ bin, eines meiner Lieblingslieder, und in guten Muttermomenten fühle ich mich so:

„Die Kinder hängen an dir dran
Keins, das allein auskommen kann
Ich seh‘ dich aus der kleinen Herde ragen …

Hab‘ Dank für deine Zeit
Hab‘ Dank für deine Freundlichkeit
Für die Arbeit deiner Hände
Für den Mut, der Widerstände
Überwindet, und alle Engstirnigkeit
Hab‘ Dank für deine Zeit“

Aber ich bin halt nicht unendlich geduldig und freundlich und verzweifle an manchen Tagen daran, dass sie mich halt alle brauchen, und zwar am besten sofort, weil jedes seine eigene Sorge mehr drückt als die der Geschwister. Einatmen, ausatmen, Zeit nehmen, die anderen vertrösten, gleich bin ich für dich da. Bleib dran, versuch’s noch mal, nicht am großen Ganzen verzweifeln, mach erst mal nur das. Ich helfe Dir suchen. Warte, ich komme!

Abends sitze ich dann auf der Couch, mache das große Licht aus und das Hörbuch an, lasse mir von Elizabeth von Arnim und ihrem Garten vorlesen und sticke. Der Mann schaut rein, lächelt, genießt du die Stille? Tue ich. Die Stille, das Sticken, dieses Gefühl der Nadel und des Fadens, den leichten Zug am Stoff, niemand verlangt etwas von mir, keine Entscheidungen, keine Aufmerksamkeit. Bitter nötig sind diese Abende, selten genug zwischen Tanzen, Chor, Sitzungen, Veranstaltungen im Haupt- oder Ehrenamt.

Und dann sind zehn Stunden schon wieder um, das ging genau so schnell wie alles andere auch, die Zeit rennt und ich hechle hinterher, irgendwie bin ich nur noch auf dem letzten Drücker unterwegs. Aber plötzlich viel entspannter.

Wrath vorher: 20180827_130234.jpgWrath nachher: 20190116_184326.jpg

Auf der neuen Tischdecke abends fotografiert. Ich vermute, Tageslichtbilder gibt es erst wieder, wenn die Tage länger werden. ;)

Und da ich selbst nicht so recht einschätzen konnte, was das ganze Rosa werden soll, habe ich mir das Originalbild noch einmal herausgesucht, mit dem HAED (Heaven and Earth Designs) Wrath bewirbt:

So ganz wie das Bild wird das Stickbild garantiert nicht, so viel ist klar. Aber trotzdem schön. :) Ich darf mir nur die Gesamtgröße nicht angucken, sonst kriege ich einen Rappel, das wird ja noch ewig dauern!

Wie geht es jetzt weiter? Pferde, denke ich, und dann noch mehr Pferde.

Erstmal die winterlichen Pferde. Passt auch gut zum aktuellen Wetter, und viel Tageslicht haben die auch nicht. ;)

Turney – Runde 20

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200 Stunden Arbeit stecken jetzt in der Tecklenburger Turney. Das ist ganz schön viel. Meine LARP-Zeiten sind vorbei, das war eines der Hobbys, die beim Austarieren der Work-Life-Family-Balance runtergefallen sind, leise und unbemerkt. Übrig geblieben sind ein Schrank voller wunderschöner Kleider, in die hoffentlich die Töchter irgendwann rein passen und auch haben wollen, Kenntnisse historischer Tänze, Modeschmuck für alle Verkleidungsanlässe und diese eine große Handarbeit. Mit einem kleinen Ritterfan im Haus macht die Turney aber auch weiter Freude, und als Handarbeit auch. Schließlich ist sie das einzige kreative Stickprojekt, hier wird nicht nach Anleitung gestickt, sondern nach Überzeugung. Oder so. :D

Die Turney hat mich zwischen Weihnachten und Dreikönigstag begleitet. Sie macht immer sehr viel Spaß, wenn ich tagsüber Zeit finde zu sticken, am liebsten nachmittags im Winter, dann sitze ich in meinem weißen Sessel auf dem Lammfell und lasse mich in meiner Wohnzimmerecke von zwei Seiten gleichzeitig von der Sonne anleuchten, die hinter dem Wald langsam untergeht, was man dank der kahlen Bäume im Winter als leises Naturspektakel erleben kann. Wenn man Zeit hat, das war diesmal richtig gutes Timing zu den Weihnachtsferien. Nach den Weihnachtsferien war dann auch gleich wieder Schluss mit Sticken, aber das war dann auch nach der Turney.

Vorher-Nachher im Vergleich:

Ich bin zur Zeit mal wieder nicht bei Tageslicht und Sonnenschein zu Hause, das wirkt sich auch gleich auf die Fotostimmung aus. Ansonsten muss man zu den Bildern nicht viel sagen, oder?

Womit geht es weiter?

Hintergrund einer zornigen Lady, auch schon in Runde 20. Ich fange langsam an, über ein neues Projekt nachzudenken, vielleicht noch eine Dame? Der Sohn schießt sich auf Fußball ein, das kann ich mir als Stickmotiv deutlich schlechter vorstellen als ein schickes Ritterbild. Macht man nix. Außer vernünftig sein und für sich selber sticken statt für andere.

Wobei … ich hätte da noch ein Brautpaar, das sich hoffentlich nicht nur füreinander, sondern auch für eine Bildidee entschieden hat … :)

Pinnwände 2. Teil

Nächster Urlaubsnachtrag, nächster Flohmarktfund. Immer noch aus dem Sommer, als ich es geschafft hatte, vier große Bilderrahmen in der schwesterlichen Garage zu vergessen. Letztes Jahr, ach je. Da die Bilderrahmen aber auch zu groß für einen handelsüblichen Karton und damit nicht per Post verschickbar waren, verzögerte sich ihre Ankunft im Ruhrgebiet bis zum nächsten Verwandten-mit-Auto-Besuch und entsprechend die Übergabe versprochener Geburtstagsgeschenke um bis zu ein halbes Jahr. Guter Vorsatz für dieses Jahr: Sich bei der Termineinhaltung entspannen, das können die Empfängerinnen im Gegensatz zu mir nämlich schon ganz gut. ;)

Es sollten, wer hätte es bei dieser Überschrift vermutet, wieder Pinnwände werden. Der Vorteil an der Zeitverzögerung war, dass meine beiden Freundinnen M. („Mama, alle deine Freundinnen heißen M.!“ – „Nein, nur die besten.“ <3) sich nicht nur die Stoffe für ihre persönliche Pinnwand selber aussuchen durften, sondern auch live dabei waren, als die Pinnwände entstanden.

20181228_222043.jpgM. hatte die Wahl zwischen schwarzen und weißem Rahmen und hat sich für weiß entschieden. Den im Sommer im Shopping-Versuch alleine unterwegs mit drei Kindern erstandene Blumenkinder-Stoff habe ich gerne genommen, kommt er doch so perfekt zur Geltung und hatte eh noch eine Bestimmung. Den hatte ich einfach gekauft, weil er so schön war, und wenn ich nicht die Einzige bin, die das findet, umso besser. :)

Da der Rahmen aber leider größer war als der Stoffrest, musste ein zweiter Stoff dazu. Dunkelblau mit kleinen Pünktchen war M.s Wahl, das Stück wurde doppelt gefaltet und bildet jetzt eine Einstecktasche. Ich finde es super, M. auch, alle glücklich.

20181230_173548.jpgUnscharfes Foto, Entschuldigung dafür. Da die Pinnwand nicht mehr bei mir ist, kann ich auf gerade auf die Schnelle kein weiteres Bild machen, das muss also reichen.

Für die Pinnwand für die zweite beste Freundin M. habe ich die Vlieseline zur Fütterung doppelt genommen, da es mir beim ersten Versuch etwas dünn vorkam, das sieht man auch. M. hat sich für einen schwarzen Bilderrahmen entschieden, und ganz spontan hat ihre Tochter sich für den zweiten noch vorhandenen schwarzen Bilderrahmen entschieden, weil ihr das Bild darin so gut gefiel. Dieser Rahmen ist schon ein bisschen angeschlagen, was ja aber topmodern ist (Stichwort Shabby Chic) und M. angeblich nicht stört. Lieblingsfarbe rosa war dagegen schon eine echte Ansage für meine Stoffvorräte, daran merkt man dann, dass die beiden Töchter groß werden. Auch hier reichte der Stoff nicht für den ganzen Rahmen, so dass es eine Einstecktasche in Kontraststoff gab. Mir wäre die Gesamtkombination ehrlich gesagt ein bisschen zu rosa, aber die Empfängerin ist glücklich, und das ist das einzig Wichtige. :)

Jetzt gibt es noch einen weißen Bilderrahmen, den ich noch ein bisschen stabilisieren muss, und dann sind alle Flohmarktfunde verarbeitet. Vielleicht kann die westliche Schwester noch eine Pinnwand brauchen, ich hätte noch einen hübschen grünen Fußballstoff. Oder mit Tartanstoff für die Tombola beim nächsten Ruhrball? Es wird sich schon was finden…

Zwischendurch genäht 26 – Spitzendeckchen-Upcycling

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Mir sind gehäkelte Spitzendeckchen zugeflogen. Gehäkelt von der mütterlichen Schwiegeroma über vermutlich viele Jahre hinweg, manche geradezu Kunstwerke, da steht die Handarbeiterin und bewundert staunend die Arbeit und Kunstfertigkeit, die darin steckt. Trotzdem sind es kleine Spitzendeckchen, die legt man eigentlich nicht mehr so unter jedes Gefäß und auf jede Kommode, die Zeiten sind vorbei. Was vermutlich der Grund ist, warum sich die Vorbesitzerin von den Deckchen getrennt hat. 20181229_120927.jpgWas tun? Für den Glastisch im Esszimmer habe ich ja schon länger einen Läufer aus zusammengenähten Spitzendeckchen, aber mehr als einen braucht man da auch nicht.

Aber der Tisch an der Eckbank in „meiner Ecke“, wo immer die Nähmaschine steht und der alte Nähkorb, der hat noch keine Decke! Ich habe zwar genug Tischdecken, aber für diesen Tisch gibt es keine feste, und eigentlich sammelt sich da immer aller mögliche Pröll, vielleicht sollte man das endlich mal ändern. #guteVorsätze2019

Bei den Deckchen waren zwei größere dabei, daher hatte ich eigentlich darauf gesetzt, eine richtig große Decke nähen zu können. Leider hat es dafür nicht gereicht, wenn die Decke gerade aufliegt, reicht sie tatsächlich gerade für die Tischfläche. Meine Idee war eine fast bodenlange Größe, so kitschig-romantisch, dass es schon wieder schön ist. Abgesehen von der falschen Größe gefällt mir das Ergebnis aber schon sehr gut. Und ich bin mir sicher, dass mir irgendwann von irgendwoher weitere Spitzendeckchen zufliegen werden, denn es gab und gibt bestimmt noch mehr häkelnde Omas mit viel Talent und mehr Kinder und Enkel, die nicht wissen, was sie mit so vielen Spitzendeckchen anfangen sollen. ;)