Vor zwei Wochen kam das große Kind (mittlerweile 6) vom Zoobesuch mit Patenonkel zurück und hatte einen rosa Glitzerdelphinluftballon dabei. Die Begeisterung war groß, und „Finchen“ wurde fleißig bespielt. Eine Woche später war die Trauer dann genauso groß, als dem Ballon die Luft ausgegangen war. Um Finchen und Stimmung zu retten, haben wir jetzt mal fleißig „upgecyclet“ und den Luftballon sowie etliche andere Überbleibsel zusammengebastelt.

Schritt 1: Zwei rahmenlose Bildhalter (noch aus Junggesellenzeiten meines Mannes) mit einem Rest Futterseide bespannen…

20140506-211025.jpg … und bitte rechtzeitig merken, wenn man die Platte am Tisch festtackert *hüstel*. (Überstehende Tackernadelenden mit dem Hammer plattklopfen.)

Schritt 2: Den Delphinluftballon am Rand vorsichtig aufschneiden. Da gibt es kein Foto von. Jetzt hat man zwei Delphine, was praktisch ist, wenn man zwei Kinder hat. ;)

Schritt 3: Bastelkleber großzügig am unteren Rand auftragen und mit dem Pinsel verteilen.

20140506-211443.jpg

Schritt 4: Sandkastensand großzügig auf dem Bastelkleber verteilen. Das wird ein Meeresboden. Zumindest theoretisch. Bei einem Bild hat es prima geklappt, beim zweiten hat der Sand nicht gehalten. Dann war der Kleber so dick, dass sich der Bilderrahmen nicht mehr schließen ließ. Die Lösung und sehr saubere Alternative zu Bastelkleber und Sand war letztendlich: Schmirgelpapier. Sieht in lange Streifen gerissen genauso überzeugend aus.
Aus einem Rest brauner Pappe eine Schatztruhe schneiden und flache Schätze aufkleben: die plattgewalzte Münze vom Kindergeburtstagsmuseumsbesuch, ein Pencestück vom England-Wochenende, ein rumliegendes Bastelsteinchen… alles platzieren und am besten festkleben.

20140506-212004.jpg

Schritt 5: Den Delphin platzieren und stellenweise mit Kleber fixieren. Dass der ehemals dreidimensionale Delphin durch das Plätten deutlich an Oberfläche gewonnen hat und jetzt eher nach Wal aussieht, ignorieren wir mal. Hauptsache, er glitzert noch. Und ein rosa Glitzerwal ist auch nicht schlimmer als ein rosa Glitzerdelphin, oder?

Schritt 6: grüne Stoffreste in Streifen reißen und als Wasserpflanzen legen.

20140506-212534.jpg

20140506-212553.jpg Die muss man übrigens nicht festkleben, die Fixierung erfolgt durch die Glasplatte.

Schritt 7: Aus einem Rest silbernen Tonpapiers kleine Fische und Blubberblasen ausschneiden und aufkleben.

Schritt 8: Jetzt muss Mama wieder ran: Die Glasplatte der rahmenlosen Bildhalter auflegen, umdrehen und fixieren. Oder wenn es geht fixieren, ohne umzudrehen. Jetzt zeigt sich, ob man „zu dick aufgetragen hat“ oder ob der Sand nicht ordentlich klebt. :(

20140506-214331.jpg

Schritt 9: Die im letzten Urlaub gefundenen Muscheln aufkleben. Auch noch einen 3D-Effekt erzielt. :) Und mit kooperativen Kindern die Tackernadeln erfolgreich verdeckt. Die Kleine (4) bestand auf den muschelfreien Boden, damit sich der Delphin auch mal hinlegen kann. Ah ja.

20140507-200800.jpg
Sind sie nicht schön geworden? Wenn nur der Delphin eine andere Farbe hätte, findet mein Mann. Alles rausgeholt, was man von einem kaputten Luftballon erwarten kann, finde ich.

Und weil absolut nichts Neues dran ist an diesem Materialmixbild, traue ich mich heute zum allerersten Mal zum Upcycling-Dienstag. Und weil ich meine Kinder und mich ganz schön kreativ fand bei dieser Bastelaktion, auch gleich noch zum Creadienstag. :)

Advertisements