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Meine Große lernt jetzt Lesen und Schreiben. In NRW geschieht das seit ein paar Jahren nach einer Methode, die Eltern die Köpfe schütteln lässt und vermutlich auch viele Lehrer nicht überzeugt. Auch wenn ich nach drei Monaten mit einem Schulkind zugeben muss, dass das gleichzeitige Erlernen (fast) aller Buchstaben anhand einer Lauttabelle (E wie Esel (langes E) und Ente (kurzes E)) offensichtlich funktionieren kann, denn mein Kind kämpft sich mit wachsendem Erfolg lesend durch alles, was ihr unter die Finger kommt. Und Schwierigkeiten, b, d, p und q sowie f und t auseinanderzuhalten, hatte ich im ersten Schuljahr genauso.

Schwieriger ist dann aber die Sache mit dem „lautgetreuen Schreiben“. Hier erweist es sich als Vorteil, dass mein Mann und ich seit Jahren unsere Kinder mit der Forderung nach deutlicher Aussprache terrorisieren, denn Erstklässler lernen heutzutage zu schreiben „wie man’s spricht“. Was allerdings je nach Region nicht unbedingt zum korrekten Ergebnis führt. Ich bin im Rheinland aufgewachsen und halte entsprechend Spocht für Mochd, lese hin und wieder gerne ein wenig Hechzschmechz und gehe Sonntags in die Kirsche. (Sport, Mord, Herzschmerz, Kirche) Nicht unbedingt die passende Aussprache für lautgetreues Schreiben. Meine Kinder dagegen, wie der Pötter an sich, ersetzen die Rs nicht durch Ch, sondern durch A. Heazschmeaz halt. Und Spoat ist Moad. Und…

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Stellt sich mal wieder die Frage aller Fragen: Wie sag ich’s meinem Kind?

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