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Es war einmal ein Vorhang, der gelb betupft und fröhlich grün das Studentenwohnheimfenster meiner westlichen Schwester zierte. Das war im Osten der Republik und dürfte 15 Jahre her sein. (Puh, sind wir alt geworden!) Irgendwann zog meine Schwester gen Westen und der grüne, gelbgetupfte Vorhang zog in eine Kiste und samt selbiger in einen Keller. Irgendwann neulich zog die westliche Schwester dann wieder um, und der Vorhang wurde verschlankt und verkürzt und wieder aufgehängt. Wird ja nicht schlecht, so ein Stoff, und mit Tupfen macht man nie was verkehrt, Tupfen sind zeitlos gutgelaunt.

Spannende Geschichte, oder?
Die Frage, die uns alle jetzt nicht mehr schlafen lässt: Und was geschah mit dem restlichen Stoff?

Der zog von Westen aus gesehen Richtung Osten zum Patenkind und tat sich mit einer ausgemusterten Jeans zusammen, um sich in einem Kinderzimmer mit Waldgefühl nierzulassen. So:

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Ich hab auch nur zwei Monate gebraucht, um eine vage Idee in meinem Kopf in ein Kissen zu verwandeln. Und zwei Folgen „Game of thrones“, um die Füllwatte einzufüllen. Ha! Stirb, Joffrey! Selbst als Buchfan der englischen Reihe und ersten Stunde (ich sag doch, wir sind alt geworden. Mein Mann betont gerne, dass wir „A song of ice and fire“, wie die Reihe eigentlich heißt (Game of thrones ist nur der erste Band) schon gelesen haben, als es noch nicht cool war.) hat man auf diesen Moment lange gewartet. :)
Zweimal habe ich dabei an Verstopfung gelitten und den Stoff zerrissen. Da prangen jetzt zwei niedliche Knöpfchen. Das sieht ganz bestimmt aus wie Absicht.

Die Kissen sind nicht perfekt, aber schön genug für ohne Vorlage und ohne viel Näherfahrung. Und schönes Upcycling sind sie auch. :) Auch wenn heute nicht Dienstag ist, landen die Kissen deshalb jetzt noch schnell beim Upcycling-Dienstag.

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