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Ich habe ein Problem. Die Speicherkarte meiner Kamera hat nach neun Jahren den Dienst aufgegeben, und da ich ein XD-Karte brauche und nicht eine der überall erhältlichen SD-Karten und das Fotofachgeschäft in unserem Stadtteil schon vor Jahren zugemacht hat, wird es vermutlich eine Weile dauern, bis ich es geschafft haben werde, die Karte zu ersetzen. Eigentlich versuche ich nämlich die Geschäfte vor Ort zu stärken, indem ich nach Möglichkeit nicht über Internet bestelle. Auch wenn ich ehrlich gesagt nicht glaube, dass es für den Einzelhandel einen Unterschied macht, ob ich nun bei Sat*urn oder bei Ama*zon kaufe. Auf jeden Fall komme ich momentan nicht oft in die Stadt, weil a) der Kinderwagen nicht durch die Straßenbahntür passt und b) es zeitlich unglaublich einschränkt, wenn man um 13 Uhr das Mittagessen fertig haben und dem Schulkind entgegengehen muss. Die Fotos heute sind daher teilweise qualitativ unterirdisch, weil mit iPad aufgenommen, und Paddy, mein ipad kann nun mal keinen Blitz. Entschuldigung! (Sollte Paddy verborgene Fähigkeiten haben und mir jemand sagen können, wo die sich verstecken, nur her damit!)

Der Kleine war krank zwischendurch und hat immer noch nicht zu seinem bequemen Schlafverhalten zurück gefunden. Aber es wird. Tagsüber schläft er gerne auf der Couch und in Körperkontakt mit meinem Bein, was mich gewissermaßen an die Couch fesselt. Wie schade, kann ich doch dann fast nichts anderes machen als sticken. :) Schleiche ich mich von dannen, wacht der Kurze meistens recht schnell auf. Vormittags ist also eine gute Stickzeit. (Nachmittags manchmal auch, allerdings haben die großen Schwestern ebenfalls die Vorteile einer an die Couch gefesselten Mama erkannt. ;)

Abends wird das Baby nun nicht mehr um zehn Uhr müde, sondern um acht Uhr. Soweit, so gut. Bis er allerdings so sicher schläft, dass er nicht bei jedem Schnullerabgang wach wird, dauert es gerne anderthalb bis zwei Stunden. Solange liege ich auf meinem Bett, freue mich über das im Dunkeln leuchtende iPad, spiele digitale Kartenspiele und genieße leise ein Hörbuch, während meine linke Hand sich in den Gitterstäben des Babybetts verhakt und die gewünschte Nähe zu Mama herstellt. Schlechte Handarbeitszeit. Insgesamt mittelt es sich irgendwie, nur bleibt (und stört) der Eindruck, dass mich das Baby dauernd irgendwo fesselt, während ich gerne etwas anderes machen würde. Tagsüber aufräumen, kochen oder diversen Kram neu sortieren. Abends sticken.

Alles in allem gingen die zehn Stunden mit der Klarinette schneller rum, als ich gedacht hätte. Leider. momentan ist das eindeutig mein Lieblingsprojekt. Nach sieben Stunden war Seite 2 fertig, und ich habe ein qualitativ unterirdisches, vom Motiv her aber sehr interessantes Bild machen können:



Ich bin wohl doch immer noch am Anfang. Und das nach 67 Stunden Arbeit. Immerhin, auf den Hintergrundseiten, die jetzt kommen, sind mehrheitlich größere Flächen zu sticken, das geht schneller als das Kreuzchen-hier-Kreuzchen-da der Klappen. Wegen der flächigeren Teile habe ich dann beschlossen, die restlichen drei Blätter der ersten Reihe zusammenzufassen. Und habe es in den verbliebenen drei Stunden noch geschafft, mich einmal zum rechten Bildrand vorzuarbeiten.



Ich bin übrigens immer noch begeistert, wie plastisch die Klarinette wirkt und habe mir von der westlichen Schwester an einer echten Klarinette zeigen lassen, welchen Teil ich denn gerade sticke. Faszinierend und irgendwie surreal fühlte sich das an. :) Das Bild wird so großartig aussehen, wenn es fertig ist! Also, in ein paar Jahren… 



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