Schlagwörter

, , ,

Wie ärgerlich! Zum Geburtstag habe ich dieses Jahr eine Reisetasche für mein Stickzeug geschenkt bekommen, wunderbar übersichtlich und viel besser geeignet als die schnöde Plastiktüte, die ich sonst mit mir rumgeschleppt habe. Meinetwegen auch als der Leinenbeutel. Und ich habe zwei Entwürfe für Namensschilder für meinen Kleinen und mein noch kleineres Patenkind bekommen. Mit der Aussicht, ein paar Tage Ruhe bei meinen Eltern zu finden, was sticktechnisch normalerweise grandios ist, habe ich vor Ostern die Namensschilder und alles Nötige für dieses Ferienprojekt in die Reisetasche gepackt. War stolz, hab mich richtig drauf gefreut – und habe am Ostersonntag im Versuch, an alle Kinder, Anziehsachen, Stofftiere, Zahnbürsten und sonstiges Lebensnotwendiges zu denken, beim Aufbruch die Tasche liegen lassen. Oder besser: hängen lassen. An der Tür hinter dem Zelt, falls jemand einen Blick drauf werfen möchte, im vorherigen Beitrag. :( Ich hatte sogar ein Eulenglöckchen dran befestigt, um meine Tasche von M.s unterscheiden zu können, die eine baugleiche hat. Ich bin immer noch frustriert. 

Was ich stattdessen mitgenommen habe, ist das Strickzeug für die Patchworkdeckenumrandung. Laaangweilig! Und weil mir die Umrandung dann tatsächlich zu langweilig war, um mich dabei zu entspannen (ja, das geht!), habe ich mir von meiner Mutter Stricknadeln geliehen und ein Knäuel Wolle geben lassen und exzessives Zöpfe-Stricken betrieben.  

 

Nicht die schönste Wolle der Welt, aber besser als nichts. Und wieder ein Patch mehr. :) Und während ich so vor mich hin zopfte, gestand meine Mutter, dass sie die Wolle vor acht Jahren gekauft hatte, um „Florian, den Fuchs“ (Vorlage von Lucinda Guy, u.A. zu finden in ihrem Buch „Originelle Strickideen“) zu stricken. Die Vorlage habe ich wohl angeschleppt. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, fand Florian, den Fuchs aber immer noch sehr süß. Meine Mutter hat ihn damals nicht gestrickt, weil ihr ein Nervenleiden in der rechten Hand dazwischen gekommen ist. Meine Hände tun es noch (toitoitoi), und ich konnte nicht widerstehen. Also schnell die Zöpfe runter von den Nadeln und losgefuchst. :)

Er sieht nicht ganz aus wie das Original und heißt auch nicht Florian, sondern Phex, sagt mein Mann. Und ihm fehlt noch ein Schal, mit dem ich noch nicht ganz fertig bin und der auch nicht aussehen wird wie  auf der Vorlage, sondern blau-weiß.  

     

Tja. Da musste die Patchworkdeckenumrandung ein paar Tage ruhen. Wie schade! :) Wrath hat zwischenzeitlich schon wieder vier Stunden zugestanden bekommen. Sticken oder stricken ist halt doch nicht dasselbe. 

Ach so, und dann habe ich noch eben schnell eine praktische Idee umgesetzt, die mich seit Jahren verfolgt und die hoffentlich verhindert, dass der Kleine die unfertigen Puzzle isst, die seine großen Schwestern rumliegen lassen. Bei 300 Teilen braucht man nämlich schon mal mehr als eine Sitzung. Phex, der Phuchs präsentiert: die rollbare Puzzleplatte.  

 Und ab damit in die Versenkung unter der Truhe! 

Advertisements