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Geschafft. Überlebt. Die Woche ist vorbei! Mein Kaffeepensum ist von einer großen Tasse morgens und vielleicht nachmittags noch mal eine gestiegen auf vier Tassen über den ganzen Tag verteilt und zumindest ein ernsthaftes Nachdenken über eine fünfte abends um 19 Uhr. Das würde dann auch die Einschlafprobleme erklären. :) Ich habe den Autotank leergefahren, ein schlechtes Gewissen bekommen, weil ich mich dem ehrenamtlichen Engagement in der Schule verweigert habe (Donnerstag, Abschlussfest der Projektwoche, keine Waffeln gebacken!), bin kilometerweit zu Fuß gelaufen, habe den Kleinen fast überall mit hingeschleppt, ohne dass er bleibende Schäden davongetragen zu haben scheint (im Gegensatz zu meinem Rücken, der nur noch mit Ausrufezeichen mit mir spricht!), der Mittleren eine großartige, umfangreiche „Freundinnenwoche“ inklusive erster Fremdübernachtung ermöglicht (beschönigende Umschreibung für „ich hab das Kind abgeschoben“), die Große von A nach B gekarrt bzw. von A nach Schwimmen. Gestern dann die Früchte geerntet. Was platzt das Mutterherz vor Stolz, wenn das Kind, das sich vormals panisch an Mutter, Beckenrand oder Schwimmbrett festkrallte und weinte, das würde es nie lernen, breit grinsend vom Beckenrand ins Wasser springt und völlig angstfrei losschwimmt. Da hat sich die Fahrerei gelohnt, das Geld und all die Diskussionen vorher, weil die Große überhaupt nicht wusste, wozu man schwimmen können muss. Jetzt macht es nur noch Spaß. Wir gehen dann nachher ins Schwimmbad. :)

Gestern waren wir nach dem Schwimmen erstmal nicht im Schwimmbad, sondern im Tierpark, der mal wieder begeisterte. Nicht nur die Tiere, sondern auch der Spielplatz und die fairen Preise, die es tatsächlich zulassen, dass man nicht mit viel Verpflegung von zu Hause kommen muss. Abends beim Tagesausklang dann die perfekte Weihnachtsgeschenkidee für Kinder, die schon alles haben: eine Tierpatenschaft. Die Mädchen sind begeistert und diskutieren fleißig, welches Tier es denn sein soll. Für den kleinen Bruder ist das schnell entschieden: ein Hai. Oder vielleicht doch ein Kaiman? Die Mittlere will momentan ein Meerschweinchenbaby, und die Große eine kleine Eule, die aussieht wie eine dreckige Version von Wattebausch. Mein Mann versucht Uhus, Geier und Agamen ins Rennen zu bringen, hat aber noch weniger Chancen als mein Berglori. Da haben wir wohl noch ein halbes Jahr Gesprächsthema. 

 Der Garten bzw. der Sitzplatz ist einen Kuchen später schon richtig weit gediehen, finde ich.     
Die gespannte Schnur, die sich im oberen Bild links vorbeizieht, zeigt die Größe der zukünftigen Sitzfläche an. Sie setzt sich zusammen aus dem vorgegebenen Abstand zum Haus (der Vermieter plant einen „breit genug zum Befahren“-Weg ums Haus) und der Größe der verwendeten Platten. Die sind übrigens auch Reste und liegen nach Hausmeisterangaben noch en masse ungebraucht auf dem Flachdach herum. Und da es eigentlich nicht mal unsere Aufgabe ist, im Außengelände Flächen zu kultivieren, sind wir da schmerzfrei. Dann halt Waschbeton. Ich komme aus einer Gegend, in der es mehr als eine Kiesgrube gibt, Waschbeton gehört zu meiner Kindheit. Und ab sofort nicht mehr nur zu meiner. :) Kies brauchen wir auch noch, zwischen Hauswand und Beetumrandung. Wir graben uns zwar in den Hang ein, aber an der Hausseite haben wir das Bodenniveau tatsächlich angehoben. Übrigens auch nicht unsere Idee, wir halten uns an das Fundament der Treppe als vorgegebene Höhe. Ich hab auch nur drei Tage lang drängeln müssen, bis mein Mann die benötigte Kiesfuhre zum Auffüllen der Drainage-Rinne organisiert hat. Morgen geht es da weiter. 

Die Nähmaschine tendiert dazu, kaum weggepackt doch wieder aufgebaut zu werden. Diesmal für eine braune Leggins, die die Große unbedingt zum Projektwochenabschlussfest brauchte. Ich hatte noch braunen Jersey da, warum also nicht. Bloß weil’s ein bisschen viel war diese Woche, heißt das ja nicht, dass ich keine Nadel in die Hand genommen hätte. Gestickt hab ich auch. Drei Stunden vierzig Minuten stehen auf dem Zettel. Und heute kommt vermutlich noch was dazu. Vielleicht (hoffentlich) schaffe ich es in der nächsten Woche, zehn Stunden zusammenzukratzen. Die nächste Woche steht unter dem Zeichen „Vorbereitung“. Vorbereitung auf die Sommerferien (letzte Schulwoche!), Vorbereitung auf das Familientreffen und die Taufe am Ende der Woche, erste Vorbereitungen auf den Urlaub eine Woche später. Irgendwie scheint alles noch so weit weg zu sein … wirklich nur noch vier Tage, bis die ersten Verwandten vor der Tür stehen? Huch! Aber ich freu mich drauf und habe momentan das Gefühl, dass es eine ruhige Woche und ein entspanntes, lustiges Wochenende werden. Vielleicht sogar mit Sitzplatz. :)

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