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Eigentlich habe ich ja eine Reisetasche mit Stickprojekt, die mich normalerweise in alle mehrtägigen Abwesenheiten begleitet. Nach einem fulminanten Projektauftakt im Sommerurlaub macht es mir die Ostereiersuche allerdings schwer. Erst habe ich einen Gutteil wieder auftrennen müssen, weil ich mich im Grünton vergriffen hatte, dann fehlte irgendwas, und neuerdings brüllt der junge Mann jedesmal los, wenn ich zur Reisesticknadel greife.

Tja, und dann fiel ich im Handarbeitsladen im Stadtteil über diese ultraniedlichen Top this!-Knäuel:

 Genug Wolle für eine Mütze, dazu ein plüschiger Tierkopf oben drauf und in der Banderole die Strickanleitung. Mit den Herbstferien vor der Tür und dem ersten selbstverdienten Geld nach Elternzeit auf dem Konto konnte ich diesem … Drachen? Einhorn? (Die Diskussionen laufen noch. Momentan führt der Kleine mit der Tierbezeichnung Dädä. Darauf können wir uns vielleicht einigen.) nur solange widerstehen, wie ich brauchte, um meine Mädels anzukarren und ihnen die Entscheidung zu überlassen. Und so habe ich den Besuch bei der nördlichen Schwester nicht mit „Easter egg hunt“ verbracht, sondern mit zwei Häkelmützen.

 Bei der Mittleren ist es genau ausgekommen, für die Große hat die Wolle nicht bis über die Ohren gereicht. Ich hatte aber auch keine Lust zu stricken und habe stattdessen gehäkelt, das frisst schon ganz schön Wolle. Aber passend zum weißen Horn des Dädäs konnte ich hier kurzerhand mit einer weißen Flauschkante verlängern. Damit die Kante aber auch wirklich deutlich flauschig und dicker als der Mützenrest ist, habe ich zwei Reihen Stäbchen hintereinander gehäkelt, einmal nur vorne eingestochen, einmal nur hinten. Als Abschluss dann mit festen Maschen beide „Stäbchenmauern“ miteinander verbunden. Dadurch ist ein schöner dreidimensionaler Eindruck entstanden, und im Nebeneffekt ist die Mütze über den Ohren besonders dick. Kann auch nicht schaden. :)

  

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