Gleich zweimal bin ich in der letzten Woche für einen „Liebsten Award“ nominiert worden. Einmal kam die Nominierung unerwartet und deshalb umso ehrender aus Schäfchens Mediatrie … und die andere kam von … Trommelwirbel … der besten M. der Welt! Sie bloggt wieder! Eigentlich schon eine ganze Weile, aber das wollte sie still und heimlich tun, weshalb ich sie nur per Zufall gefunden habe (was eine fünfminütige Freundschaftskrise auslöste) und weshalb ich sie nicht in meine Blogliste aufnehmen durfte. Aber jetzt. Früher war sie als Stickeule unterwegs, heute findet man sie zwischen Kröte und Huhn bei „Erdbeerglück und Mamakaffee“ (der ist bestimmt auch kalt, der Mamakaffee). Auf sie mit Gebrüll!

Zwei Nominierungen aus zwei Blogs, die mindestens einen Besuch, wenn nicht gar ein Drücken des „Follow“-Buttons wert sind. :) Wenn ihr zurück von den beiden Blogabstechern seid, hätte ich hier noch die Antworten auf insgesamt 21 Fragen. Eine Frage haben mir beide Damen gestellt, deshalb keine 22. Dafür gibt es für ganz Tapfere, die diesen Artikel bis unten durchhalten, noch eine Antwort auf eine nicht gestellte Frage, dann kommen wir doch wieder auf 22. Ich wünsche viel Spaß und viel Geduld!

  1. Wann hast Du mit dem Bloggen angefangen und warum?

Diese Frage darf ich gefühlt bei jedem Blogaward, der hier vorbeikommt, beantworten. :) Also, angefangen habe ich im Oktober 2011, das ist mittlerweile 4 Jahre und 480 Blogartikel her. Wow! So alt kommt mir mein Bloggerleben noch gar nicht vor?! Damals, im Oktober 2011, war ich auf einer Schulung zum Thema „Web 2.0 für Bibliotheken“, wo wir unter anderem WordPress kennengelernt haben. Davor interessierten mich Blogs nicht so richtig. Aber irgendwie hat mich die Idee gepackt, und ich habe die Nadelspielereien noch in der Schulung gestartet. Die Kinder waren da zwar noch klein (noch 3 und fast 2), aber ich wurde so langsam wieder kreativ und wollte das für mich selber festhalten. Ich weiß bis heute, was ich mich erschrocken habe, als plötzlich die erste Followerin auftauchte – ich wusste gar nicht, dass das geht! (RSS-Feeds hatten wir auf der Schulung, aber das ist ja nicht dasselbe). Mit dieser Erkenntnis bin ich eingetaucht in die Blogosphäre und habe begonnen, selber anderen Blogs zu folgen. Und mehr für andere als für mich selber zu schreiben. So war das.

  1. Was ist Dein Lieblingsbuch aus Kindertagen und hast Du es als Erwachsene noch mal gelesen? Hat es Dir immer noch so gut gefallen?

Öhm … äh … es gab nie DAS Lieblingsbuch für mich. Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ war mein erstes selbst gelesenes Buch und ist heute ein Dauerbrenner für meine Töchter. Dieses Buch hat mir immer viel bedeutet, und das hat sich auch nie geändert. „Der starke Wanja“ und „die Brüder Löwenherz“ waren die liebsten Vorlesebücher, die unsere Klassenlehrerin uns vorgelesen hat, wenn freitags die Zeit noch reichte und wir in der Woche gut gearbeitet hatten. Beide habe ich als Erwachsene noch einmal gelesen und weiterhin für gut befunden. Die größte Enttäuschung in dieser Hinsicht waren die TKKG-Bücher. Die habe ich als Kind verschlungen, und als Erwachsene war ich entsetzt, wie schlecht die Bücher geschrieben sind – und wie grausam klischeebehaftet!

  1. Was wünschst Du Dir zu Weihnachten?

Ein Küchengerät, das Schokolade, Kartoffeln und Käse häckseln kann. Ich vergesse den Namen nur immer. Dann könnte es bei uns viel öfter Reibekuchen, gut aussehende Aufläufe, Reinfallkuchen oder Diplomatencreme geben. :)

  1. Wenn Du als Job genau das machen könntet, was Du wolltest, was wäre das?

Genau das, was ich mache. Bibliothekarin in einer öffentlichen Bibliothek. Oder ich würde einen dieser Läden führen, wo man Regalbretter an kreative Menschen vermietet und ihre Sachen verkauft. Das reizt mich auch ungemein! Vor allem, wenn ich die leeren Geschäftsräume im Stadtteil sehe. Am anderen Ende des Stadtteils gibt es so einen Laden, aber ich finde, wir könnten hier an unserem Ende auch gut einen brauchen.

  1. Dein Lieblingsgebäck?

Schokoladensahnetorten. Übel, ich weiß.

  1. Gibt es etwas, was Du in Deinem bisherigen Leben im Nachhinein anders gemacht hättest? Wenn ja, was?

Ich wünschte, ich hätte mein Selbstbewusstsein früher gefunden. Ich muss ein ziemlich hübsches Kind gewesen sein, dass sich hässlich findet. Was hätte ich mir das Leben leichter machen können, wenn ich diesem Irrglauben nicht verfallen gewesen wäre!

  1. Dein Lieblingsplatz?

Der Garten meiner Eltern. Ein kleines Stück Paradies ohne Autolärm. Unglaublich, wie laut ein Rasenmäher am Samstagnachmittag sein kann. :)

  1. Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du Dir wünschen?

Schlaf. Frag noch mal, wenn dieser ******* Zahn endlich durch ist.

  1. Was steht auf Deinem Nachttisch?

Sehr wenig, weil der Kleine ein ganz großer Abräumer ist. Momentan die Haarklammer, die ich gestern drin hatte.

  1. Kaffee oder Tee?

Kaffeekaffeekaffee, wie Loreley Gilmore sagen würde. Jetzt gerade gerne intravenös.

  1. Wie sieht für Dich ein perfekter Tag aus?

Der perfekte Tag fängt für mich nachts an, indem der Kleine durchschläft. Alle haben frei, so dass der Wecker morgens nicht klingelt. Die Sonne scheint, so dass wir rausgehen können. Ich finde Zeit, in Ruhe die Mahlzeiten zuzubereiten, mein Mann bringt mir Blumen mit, und um 20 Uhr sind die Kinder nach einem Tag mit viel Gelächter und wenig Streit im Bett, so dass ich den Abend frei habe. Da treffe ich mich dann mit der besten Freundin zum Sticken. Oder ich schaue mit meinem Mann eine DVD.

Klingt eigentlich gar nicht so schwer, oder?

  1. Wobei kannst Du nach einem stressigen Tag am besten abschalten?

Handarbeiten mit einem Hörbuch auf den Ohren. Wahlweise sticken und Kopfhörer, alle Lichter aus bis auf das kleine Licht, das ich zum Sticken brauche. Oder Hörbuch laut und nähen.

  1. Du darfst einen Tag in die Vergangenheit reisen. Wohin geht die Reise?

Ich wäre wahnsinnig neugierig, wie meine Mutter und ihre Schwestern als Kinder so waren.

  1. Wer oder Was inspiriert Dich?

Handarbeitsbücher und Einrichtungsbildbände, entsprechende Zeitschriften, meine Kinder (die werfen meistens „Probleme“ auf, die ich kreativ löse. Sie scheinen der Meinung zu sein, dass Mama alles machen und fast alles reparieren kann. Ist das nicht großartig?), und natürlich andere kreative Blogger.

  1. Die Kofferfrage: Welche 5 Teile würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen?

Wie lange muss ich denn auf die einsame Insel? Wird es ein Tagesausflug, oder sollte ich lieber die lebensnotwendigen Sachen mitnehmen?

Wisst ihr was? Ich mag die Frage nicht und verweigere die Aussage. :)

  1. David gegen Goliath: Buch oder Verfilmung, was ist Dir lieber?

Ich hatte vor einiger Zeit im Fernstudium eine großartige Dozentin im Modul Sacherschließung, die sagte, die richtige Antwort laute immer: „Kommt drauf an.“ Genau so geht es mir hier. Normalerweise mag ich die Romanvorlage lieber und ärgere mich bei den Verfilmungen, wie man es wagen konnte, das halbe Buch einfach wegzulassen. Und vor allem diese Hälfte, wo ich doch so gespannt war, wie sie das jetzt umsetzen! Aber. Aber!

Man nehme den „Herrn der Ringe“ als Beispiel. Das Buch ist eine Kuh, der Film ein Schnitzel. Wesentlich bekömmlicher. :) Was übrigens nicht für den „Hobbit“ gilt! Oder „die Tribute von Panem, Hungerspiele“. Gutes Buch, großartiger Film, aus dem sie alle Längen herausgestrichen haben und das Ganze plötzlich logischer und weniger willkürlich wirkt. Es geht also in beide Richtungen.

Und auch wenn das hier nicht gefragt ist: Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, Harry Mulischs „Die Entdeckung des Himmels“ ist verfilmt worden. Und die Verfilmung ist genau so toll wie das Buch, bis auf die eine Stelle, die noch besser ist: „Ich habe euch gefunden, ihr Schweine!“ (Weiß jemand, wovon ich rede? Sagt er eigentlich wirklich Schweine? Oder hab ich mir das falsch gemerkt?)

  1. Was ist Dein größter Traum?

Glückliche, zufriedene und auf ihre Art erfolgreiche Kinder, die von sich aus an sich arbeiten können und wollen und stolz auf sich sind. Und die zu ebensolchen Erwachsenen heranwachsen. Ich träume davon, irgendwann als Oma zusammen mit meinem Mann, meinen Kindern und Enkelkindern rundum zufrieden unterm Weihnachtsbaum zu sitzen. Prost!

  1. Was ist dein Lebensmotto?

Die Frage ist schwieriger, als ich gedacht hätte. In meinem Kopf schwirren Sinnsprüche von „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ über „Auch der längste Weg beginnt mit einem kleinen Schritt“ bis „Warum eigentlich nicht?“. Was meinem Wesen und meiner Art aber auch nicht so richtig entspricht. Oder vielleicht doch?

  1. Mit welchem Charakter aus Film oder Buch kannst Du Dich identifizieren?

Werden wir mal biblisch: Erinnert ihr euch an das Gleichnis von Jesus‘ Besuch bei Maria und Martha? Ich bin Martha.

  1. Du hast die Wahl: Burger oder Reiswaffel?

Burger. Mit Mayonnaise, ohne Gurke. Nach dem Geständnis mit der Schokoladensahnetorte vermutlich keine große Überraschung.

  1. Hattest du als Kind einen Traumberuf?

Bibliothekarin. Oder Gärtnerin. Oder Gartenarchitektin. Oder Grundschullehrerin? Irgendwas mit Büchern und Menschen. Oder Blumen und draußen. Das ging schon in die richtige Richtung!

Das war’s von mir. Kennt ihr mich jetzt besser? Sonst müsste ich irgendwann doch noch mal bei „20 Fakten über mich“ mitmachen, was mich fast reizt. Ich weiß gar nicht, ob ich 20 Fakten zusammen bekäme. Hey, wie wäre es mit einem Deal? Für jeden Fakt, den mir jemand in den Kommentaren zu diesen Artikeln über sich verrät, überlege ich mir einen über mich. Den ersten gibt es jetzt gleich vorab:

  1. Die Existenz einer heißen Tasse Kaffee für mich ist wichtiger als der Akt des Trinkens. Eine Tasse Kaffee ist nämlich eine Zeiteinheit, und die ziehe ich gerne in die Länge. (Nein, Kind, ich mache jetzt kein Spiel mit dir, erst trinke ich meinen Kaffee.)

Da ich schon mal einen Award weitergereicht habe und mir Babsis Bänderkiste zwar noch auf der Nominierungsliste fehlt, ich aber wenig Lust habe, mir für eine Bloggerin (auch wenn sie’s verdient hätte) neue Fragen auszudenken, lasse ich diesen Award hier auslaufen. Liebste Babsi, falls du möchtest, kannst du die Fragen vom letzten Award gerne noch beantworten! :)

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