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Irgendwann habe ich mal erzählt, dass ich die Projektnamen meiner Stickwerke gerne ins Deutsche übersetze. In diesem Fall geht das nicht, weil „twelve days of christmas“ ein Lied ist. Machen wir doch mal ein bisschen Hintergrundmusik an: https://youtu.be/9ZL1u-0Tycc

Ich liebe es. :) Vor ein paar (zwei. Das sind ein Paar.) Jahren haben wir dazu mit ein paar Bloggerinnen mal gewichtelt, seitdem kann ich es auswendig und singe es alle Jahre wieder mit Begeisterung*, immer mit all den Gaben im Sinn, die mir bei der Wichtelei zuteil wurden oder die ich selber verschenkt habe. Und bei 12 Tagen kommt da schon einiges zusammen. Die ganze Wichtelaktion ist noch gut nachlesbar, und zwar nicht bei mir, sondern zum Beispiel bei Smoky (klick) oder ruhelosen Kreativeule (klick).** Dieses Lied und vor allem die Wichtelaktion sind hauptsächlich daran schuld, dass ich mich beim neuesten Projektzugang für einen traditionellen Sampler entschieden habe. Normalerweise bin ich ja eher so der Lieber-ein-großes-Motiv-als-ein-Dutzend-kleiner-Mensch. 

Ich habe definitiv mehr als zehn Stunden daran gestickt. Aber irgendwie hatte ich es mir in den Kopf gesetzt, zumindest einen Weihnachtstag fertigzustellen. In diesem Fall den zehnten:  

 Insgesamt hatten der Twelve-days-Sampler von Joan Elliott und ich aber keinen guten Start. Erst fehlte mir fast die Hälfte der Farben. Die habe ich nicht nachgekauft, sondern anhand der Garntabelle mit ähnlichen, ungefähr passenden Farben ersetzt. Dann haderte ich bzw. hadere immer noch damit, dass Frau Elliott es gerne hätte, wenn man sämtliche rote Linien mit zwei goldenen Linien flankiert. Aus Metallicgarn. Da kommt dann doch die Frage auf, ob die werte Dame ihre eigenen Entwürfe eigentlich auch stickt. Soviel Metallic ist doch die reine Quälerei! Ich fürchte, ich werde ihr die Stinkenadel zeigen und irgendein goldfarbenes, aber normal stickbares Garn verwenden. Wenn überhaupt. Eigentlich finde ich die roten Linien nämlich jetzt schon hübsch genug. Tja, und da aller guten Dinge drei sind, passte die Stoffvorgabe dann nicht zu meinen 2-über-2-Stichen. Das Bild hätte nicht auf den Stoff gepasst, und dabei hatte ich schon einen eng gewebten genommen. Ein größeres Gesamtbild wollte ich aber auch nicht, also grobmaschigeres Gewebe und nur über einen Faden sticken. 2 über 1. Prompt verstickt, zu spät gemerkt und es nach einem halben Abend aufgegeben, die Kreuzchen wieder auflösen zu wollen. Ging nicht. Dritter Anlauf, ein Stickfaden über einen Gewebefaden, wie die bezaubernde B. es immer macht. Ich bewundere es bei ihr, ich verzweifle bei mir. Ich bin viel langsamer als gewohnt, weil meine eingeübte Stickbewegung zu unregelmäßigen Strichen führt und ich daher sehr sorgfältig Einzelstich für Einzelstich unterwegs sein muss. Was der Kleine übrigens nicht gut findet, wenn Mama sich auf etwas anderes konzentriert als ihn.***  

 ABER: Die so entstandenen Kreuzchen sind atemberaubend filigran (man kann es an der Nadel erahnen. Nächstes Mal lege ich noch mal eine Münze dazu.). Ja, es wird dauern. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich das Bild sehr sehr sehr sehr sehr mögen werde. Es wird gerahmt werden und am 1. Advent auf der Wohnzimmerkommode ausgestellt, wo es dann bis Lichtmess stehen bleiben darf. Hach!

*räusper* Zurück zum Tagesgeschäft. Nach Weihnachten sind wir ein paar Tage unterwegs, da mache ich mich dann mitten im Dezember weiter auf die Ostereiersuche, und danach geht es dann wieder an …

  1. Celtic Christmas (7)
  2. Klarinette (11)
  3. Tecklenburger Turney (10)
  4. Wrath (10)
  5. Patchworkdecke (7)
  6. Es war einmal (4)
  7. Twelve days of christmas (1)
  8. ??? Freischuss ???

Was für ein Perlen-Wahnsinn mich da noch erwartet, kann man sich bei Erdbeerglück und Mamakaffee schon mal anschauen (klick). Dort steckt gerade die Herbstdame im Stickrahmen und die beste M. der Welt vermutlich unter dem Sofa auf der Suche nach den Perlen. ;)

 

* Wenn die Kinder nicht zuhören. Denn mit den Mädels sind wir gerade in einer Weihnachtsliedkrise und singen das gute, alte, traditionelle Liedgut. Mein Mann und ich finden es nämlich nicht in Ordnung, wenn die Kinder „In der Weihnachtsbäckerei“ und „Dicke, rote Kerzen“ und „Nikolaus, Nikolaus, pack die Taschen aus“ auf die Melodie von „Jingle bells“ singen können, aber nicht „Leise rieselt der Schnee“, „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“ oder „Es ist für uns eine Zeit angekommen“. Allein auf „Wir sagen euch an den lieben Advent“ können wir uns einigen. Und auf das Nicht-Singen von „Stille Nacht, heilige Nacht“.

** Wenn ich mir die Artikel so angucke, hätte ich glatt Lust, nächstes Jahr mal wieder thematisch zu wichteln. Wie wäre es mit „Im Winterwald“? Hätte jemand Lust? Sollte ich vielleicht im Sommer noch mal fragen?

*** Das ist alles nur eine Phase. Das ist alles nur eine Phase. Das ist alles nur eine Phase.

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