Mein 2015

Im Rückblick war 2015 irgendwie ein Durchschnittsjahr für mich. Zurück in den Alltag, könnte man drüber schreiben. Die Elternzeit ist zu Ende gegangen, und ich bin wieder in das Leben berufstätiger Mütter eingestiegen. Sehr befriedigend, sehr anstrengend. Und immer noch habe ich mehr Ideen als Zeit. Nichts neues also. Der Jahresrückblick hat mir aber letztes Jahr dann doch so viel Spaß gemacht, dass ich ihn euch wieder antue.

Dieses Jahr bin ich 35 Jahre alt geworden.

Meine absolute Lieblingsbeschäftigung war: Nähen. Das habe ich als Hobby entdeckt. Keine Klamotten, sondern Dekogedöns und ein bisschen frei Schnauze. Und auch wenn mir die beste M. der Welt dafür die Freundschaft aufkündigen könnte, Stillen. Ich habe sehr gerne gestillt und die Zeit mit dem Kleinen sehr genossen. Immer mit dem Wehmutstropfen, dass es das letzte Mal ist. Dabei war der Kleine zuletzt nicht sehr wehmütig, sondern hat sich selber abgestillt. Früher, als ich das getan hätte. Hach ja.

Dieses Jahr habe ich kennengelernt: Mein erstes Patenkind. Vier Monate jünger als mein Kleiner, besteht nur aus Augen. Sooo süß! Unsere Nachbarn, die uns einfach eingeladen haben. Einen Leichtathletikverein, einen Turnverein und ganz viele Menschen in der Bücherei. Und eine Chiropraktorin, die wahre Wunder vollbracht hat.

Das habe ich mir gegönnt: Jede Woche 30 Minuten Rückenmassage im Thai-Massage-Salon. Über den Sommer habe ich es mir leider nicht immer leisten können. Aber jetzt wieder!

Viel zu oft habe ich: Nachts aufstehen müssen. Hinter dem großen Ausräumer (aka der Kleine) her geräumt. Trotzphasen ertragen. Muttersprüche gebracht wie: „Zieh dir bitte Hausschuhe an!“, „Die Schule fängt auch ohne dich an“, „Haussschuhe an!“, „Kein Gemüse, kein Nachtisch“, „Hausschuhe?“, „Wenn das gleich hier noch liegt, werfe ich es weg!“ „Ich rede erst wieder mit dir, wenn du Hausschuhe an hast!“ Eine endlose Litanei. :(

Vom Leben gelernt: „Mal eben schnell“ gibt es nicht.

Ich habe zum ersten Mal: Dinge getan, die nur Jungsmütter tun. Meinen eigenen Garten bepflanzt. Festgestellt, dass mich die Meinung meiner Schwiegermutter nicht interessiert. (Ich bin jetzt über neun Jahre verheiratet und 14 Jahre mit meinem Mann zusammen. Das wurde Zeit!)

Ereignis des Jahres: Zum zweiten Mal Patentante werden. Danach das Familienwochenende mit der Taufe des Kleinen.

Mein größter Fehler: Mich auf Auseinandersetzungen mit dem Trotzkind einzulassen. Schlecht für beide Parteien.

Meine beste Entscheidung: Das klingt jetzt doof, aber das Elterncafé im Kindergarten bot eine offene Sprechstunde mit einer Erziehungsberaterin an. Das hat mir sehr geholfen!

Die größte Veränderung: Wieder arbeiten gehen. Mit drei Kindern in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und selbständigem Mann kann ich jetzt mit fünf Terminplanern jonglieren. ;)

Besuchte Orte: Wir haben alle meine Geschwister besucht, zum Teil sogar zweimal, das habe wahrscheinlich noch nie getan! Zumindest nicht innerhalb eines Jahres. Alle treffen ja, aber alle zu Hause besuchen? Für meine Kinder war es das erste Mal im Westen und im Süden.

Das Jahr war (zum Ankreuzen):
[x] anstrengend [] das beste Jahr bisher [] enttäuschend
[] durchwachsen [] langweilig [] aufregend
[x] wunderbar [x] lebhaft [x] stressig
[] das schlimmste bisher [] alles neu [x] emotional
[x] erfolgreich [] ereignisreich [] ruhig
[] nicht erwähnenswert

Dieses Jahr auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (super): 6

Meine Wünsche für das nächste Jahr: Gesunde Kinder, stressresistentes Ich und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. (Das habe ich von 2014 einfach hierher kopiert. Hat sich nichts geändert.)

Meine Vorsätze für das nächste Jahr: Gelassener werden, gesünder essen und wieder mehr für mich selber tun. Die eigenen Ansprüche an mich herunter schrauben!

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