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Weihnachten ist vorbei, Weihnachtsstimmung auch, und zum ersten Mal seit eigenem Baum warte ich sehnsüchtig auf die Sternsinger, die bei uns das Zeichen sind, dass der Weihnachtsbaum abgebaut werden kann. Dabei hatten wir dieses Mal kaum etwas davon, waren wir doch vom 26. bis 30. Dezember nicht zu Hause. Pünktlich zum Saisonende ist auf jeden Fall die keltische Weihnachtsdame fertig geworden: imageZiemlich genau zehn Stunden habe ich gebraucht, um die Ornamente am Rand fertigzustellen. Es fehlten ausschließlich Goldmetallic-Kreuzchen und Perlen. Und auch wenn es eigentlich verblüffend schnell voran ging, waren es uneigentlich zehn sehr lange Stunden. Oder besser: zehn sehr spaßfreie Stunden. Gerettet hat mich wieder einmal ein (oder zwei. oder drei) Hörbuch (Hörbücher), in diesem Fall Patrick Rothfuss‘ „Die Furcht des Weisen“, Teil 1 und 2. Und die westliche Schwester, die mich abends gut unterhalten hat, während ich fleißig Perlen fädelte und am Faden verzweifelte.

Wer auch nur halbwegs genau hinsieht, kann übrigens erkennen, dass die Goldfäden im Kleid und in den Ornamenten nicht miteinander übereinstimmen. Im Kleid habe ich einen gut stickbaren Kreinikfaden gehabt. Leider bekommt man den in Deutschland nicht einfach im Handarbeitsladen um die Ecke, und als absehbar war, dass mein Vorrat nicht reichen würde, um die Ornamente mit demselben Garn zu sticken, hatte ich weder Lust noch Geld für teure Importware. Stattdessen hatte ich diverse Garnvorräte von Tante M. Also wurden die Ornamente kurzerhand mit einem anderen, namenlosen, aber reichlich vorhandenen Goldfaden gestickt – der leider die dumme Angewohnheit hatte, während des Stickvorgangs aufzudröseln. Sehr unschön. Da dieses namenlose Garn auch leider recht leicht reißt, sehe ich mich gezwungen, das Gesamtwerk auf der Rückseite mit Vliesline zu verstärken. Besser als nach dem ersten Gefecht mit dem Nachwuchs überall Perlchen zu finden.

Die Perlen an sich waren die zweite Qual. Denn die sind wirklich klein. So klein, dass man schon eine sehr feine Nadel braucht und dann nach Möglichkeit auch keinen Druck beim Auffädeln, damit die Nadel nicht bricht. Dafür bleibt trotzdem etwa jede dritte Perle auf der Nadel stecken, da das Löchelchen zu klein für das Nädelchen (O-Ton Mittleres Kind) ist. Wie ich schin einmal bemerkte, absolut Kleinkind-kompatibel. Nicht.

Ich war übrigens fleißig und habe gleich ein Kissen draus genäht (eigentlich war ich nicht fleißig und habe lediglich versucht, mich vor dem Einnähen eines halben Dutzends Reißverschlüsse in ein halbes Dutzend Röcke zu drücken. Das Kissen war nur das Ergebnis.), die Rückseite dabei ebenfalls ein Fund aus Tante M.s Fundus. Ein wunderbares Stickleinen, nur leider dermaßen „mit Rosen bedacht“, dass man nichts mehr drauf sticken kann. Aber auch als Rückseite für die roten Damen passend, für „once upon a time“ noch mehr als für die Dame jetzt.

Die Damenbank ist damit halbwegs gefüllt mit Damen und wird irgendwann auch aussehen wie die Idee, die ich von ihr habe. Vier Damen sind es bis jetzt, und mit der Märchentante und den beiden eierjagenden Mädchen sind noch weitere drei im Anflug. Schön!

Aber genug gemeckert, ich bin begeistert von Gesamtbild und stolz auf die Streichung in der Liste. Weniger Projekte, mehr Klarinette. :) Womit wir dann wieder beim Thema Rotation wären.

  1. Celtic  Christmas (8)
  2. Klarinette (11)
  3. Tecklenburger Turney (10)
  4. Wrath (10)
  5. Patchworkdecke (7)
  6. Es war einmal (4)
  7. Twelve days of christmas (1)
  8. ??? Freischuss ???

Ich habe eine Idee, was am Ende der Runde als neues Projekt dazukommen könnte. Ein wirklich kleines Projekt, und vielleicht nicht mal für mich. Aber noch ist das alles vage, und vielleicht traue ich mich ja auch, meinen Vorlagenordner zu öffnen oder in eines der vielen Bücher zu schauen, für die die beste M. der Welt keinen Platz mehr im Regal fand?

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