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Wer diesen Artikel schon mal gemeint hat zu lesen, da war mein Söhnchen zu schnell und hat beim iPad mal eben auf „Veröffentlichen“ geklickt. Großartig. Mein Sohn ist momentan sowieso dauernd zu schnell. Und zu groß. Seit er gelernt hat, auf einen Stuhl zu klettern und Stühle durch die Gegend zu schieben, kennt er keine Grenzen mehr. Dafür kenne ich meine. Die Grenzen meiner Geduld, meiner Zeit, meiner Hausarbeit und vor allem meiner Hobbys. Nebenbei dann noch sechs Röcke fertig gestellt (eigener Post kommt) und gute Vorsätze über den Haufen geworfen: nach der (gefühlten) Blogflaute im Dezember wollte ich eigentlich nur noch alle vier Tage posten, aber irgendwie ist das dann doch wieder zu wenig. Hier kommen dauernd Themen vorbei und rufen: „Poste mich! Poste mich! Ich bin schon längst ausgereift!“ Unter anderem müsste ich noch drei oder vier Sachen basteln, aber auch das ist ein Thema für einen eigenen Post.

Aber wo wir gerade beim Thema Bloggen und Inhalte sind: wie ist das eigentlich für euch, dass sich hier die Handarbeiten ein bisschen aus und die Familie in den Blog einschleicht? Ich meine, das hier wird kein Familienblog, aber ich bemerke selber, dass der Blog sich von der ursprünglichen Intention als reiner Handarbeitsblog still und heimlich verabschiedet, und wenn ich es mir selber erlauben würde, täte er es womöglich noch ein bisschen mehr. Mittlerweile finden sich hier neben Handarbeitsinhalten immer mehr Posts mit Kindern, Garten, Familiengefühl, Wohnideen, sogar ein Rezept wurde schon mal gesichtet. Gut? Nicht so gut? Lieber noch viel mehr davon? Wovon?

Dritter Absatz, dritter Versuch zum eigentlichen Artikelthema vorzustoßen: image

Die erste Reihe Klarinette ist fertig! Da fehlte nicht mehr wirklich viel. Nur die Zeit zum Sticken, die fehlte. Und die letzte Garnfarbe, ich habe tatsächlich schon wieder nachkaufen müssen!

Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht, wie die Noten ausgekommen sind. image

Nachdem die Löcher so vielversprechend aussahen, ist diese verschwommene Fläche mit braunblauen Notenflecken nicht unbedingt das, was ich erwartet hatte. Aber gut, es ist Hintergrund und soll vermutlich verschwommen sein, was hatte ich erwartet? (Ja, ich weiß, wie das von der Satzkonstruktion klingt, das ist Absicht und die Antwort lautet natürlich „nicht das“.) Aber dieses Geflecke sieht nicht einmal nach Sauklaue aus, eher nach Notenblatt nass geworden.

Nicht darüber nachdenken, Gesamtbild genießen und sich tatsächlich unerwartet auf das nächste Projekt freuen:

  1. Celtic  Christmas (8)
  2. Klarinette (12)
  3. Tecklenburger Turney (10)
  4. Wrath (10)
  5. Patchworkdecke (7)
  6. Es war einmal (4)
  7. Twelve days of christmas (1)
  8. ??? Freischuss ???

Die Röcke haben meine Fingerkuppen dermaßen zerschunden, dass ich mich auf eine stumpfe Wollnadel zur Erholung wirklich freue. Dazu ist die Turney ein kleinkindtaugliches Projekt (zumindest solange der Kleine nicht wieder Stühle durch die Gegend schiebt), der Rahmen kann sein Geturne durchaus ab und auch den Faden stört es nicht, wenn mal dran gezogen wird. Und mit dieser permanenten Übermüdung, mit der ich mich dieser Tage durch die Tage schleppe, habe ich auch nichts gegen stumpfes Ohne-zählen-geradeaus-Sticken. :)

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