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„Menno! Ich hab aber keine Lust!“ (Theatralischer Seufzer) Ist ein Originalzitat einer Tochter nach Wahl (die können das beide), hätte aber auch von mir stammen können. Die hat es mir aber auch schwer gemacht diesmal, diese Patchworkdecke!

Angefangen hat es ganz harmlos. Mir fehlte für die Idee einer Regenbogendecke noch mindestens ein lilanes Patch, und für ein lilanes Patch fehlte mir tatsächlich die passende Wolle. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das noch mal passieren würde! Also habe ich schön kuschelige lilane Wolle gekauft und die passenden Stricknadeln rausgesucht. Und dann habe ich die ersten zwei Rotationsstunden (verteilt auf mehrere Abende) damit zugebracht, alle Strickversuche wieder aufzuribbeln. Zu schmal, zu breit, zuviel fallen gelassen, uäh, das Muster geht gar nicht … es ging einfach nicht. Schließlich habe ich es aufgegeben und die Stricknadeln weggepackt im Austausch gegen eine Häkelnadel. Damit wurde es dann ein bisschen besser. Aber relativ schnell überfiel mich der Februarfrust. (Ich würde gerne schreiben, wie sehr ich mich auf den März freue, aber gerade sitze ich an einem Internetrechner hoch über der Universität im vollen Sonnenschein und bekomme ein sonnenwarmes rechtes Ohr. Herrlich! (Daran merkt man wieder, dass dieser Blogbeitrag geplant ist. Ich plane immer mit einem sehr frühmorgendlichen Erscheinen, damit die sehr früh aufstehende beste M. der Welt schon was zum Lesen beim ersten Kaffee hat (hab dich lieb).)) Ich kann dem Februar also jetzt gerade irgendwie nicht böse sein (es sei denn, ich bekomme Sonnenbrand). :)

Gegen den Februarfrust habe ich dann einfach schon mal Patches verbinden wollen und habe eine Runde gepuzzelt: dscf0232 Das gefiel mir eigentlich schon ziemlich gut. Das große dunkelblaue Patch in der Mitte läuft außer Konkurrenz, und vom lilanen Patch aus gegen den Uhrzeigersinn startet spiralförmig der Regenbogen.

Leider habe ich dann aber (mal wieder) die Tücken der Kombination dehnbarer Strickware und eher nicht dehnbarer Häkelware kennengelernt. Zusammenhäkeln (mit weißer Wolle) hat nicht funktioniert. Ob es an mir lag oder an der Wolle oder beides, wer weiß. Ich habe wieder einmal (zweimal, dreimal) aufgeribbelt und schließlich die Häkelnadel ins Korn geworfen. Stattdessen die Nähnadel, trotzdem in weiß, und schon mal ein paar Lücken weiß häkelnd gefüllt. So sieht’s nun aus:

dscf0245

(Eigentlich wollte ich das Bild noch schneiden, aber die Spielbohrmaschine sah so niedlich aus, und vielleicht wäre Bohrmaschine die richtige Lösung gewesen. :)

Ich bin nicht ganz glücklich, vielleicht weil das Rot noch fehlt, vielleicht weil ich einen Horror vor der Kombination rot-blau habe (als ich klein war, biss sich das noch. Außer bei Jeans und Pulli.), vielleicht weil es sich so verzogen hat, dass der ursprüngliche Legeplan natürlich vorne und hinten nicht passt, vielleicht weil Februar ist (Lieblingsausrede). Was weiß ich?! Eigentlich wollte ich nur zehn Stunden lang endlich wieder an die Sticknadel dürfen. Der Vorteil der Rotation: Ich will nur sticken, und die Patchworkdecke für den Kleinen wächst trotzdem. :)

Aber jetzt darf ich endlich wieder:

  1. Celtic Christmas (8)
  2. Klarinette (12)
  3. Tecklenburger Turney (11)
  4. Wrath (11)
  5. Patchworkdecke (8)
  6. Es war einmal (4)
  7. Twelve days of christmas (1)
  8. ??? Freischuss ???

Märchenhaftes Sticken. Ich freu mich! (Und nur noch drei Tage bis März! Die nördliche Schwester hat übrigens beschlossen, uns nächstes Jahr samt Kindern im Februar zu besuchen, damit wir gemeinsam deprimiert sein können. Irgendwas an dem Plan stimmt nicht. :)

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