Es gibt so Tage, die beginnen morgens damit, dass man unter der Dusche steht und durch das Glas beobachten kann, wie das eigene Handtuch mit einem entschlossenen „dä!“ zu Boden fällt und das Badezimmer verlässt. Offensichtlich ein Fall von freilaufendem Kleinkind. :)  (Das klingt übrigens witziger, als es sich anfühlt.)

Dann verfährt man sich auf der halbstündigen Autofahrt, die man diese Woche viermal täglich absolviert (zweimal hin und zurück) zum vierten Mal in fünf Fahrten. Doch, das ist eine malerische Gegend um Hattingen herum. Man könnte meinen, man wäre in der Eifel, schön bergig und kurvig mit schmalen Straßen und Hinweisschildern, dass man Traktoren überholen darf. Immer ein Gebet auf den Lippen, dass einem bloß bitte niemand entgegen kommt hinter der nächsten Kurve. Und keine Wendemöglichkeit auf den nächsten fünf Kilometern. Tipp: Weder auf Richtung noch nach Navi fahren, das funktioniert nicht! 

Es gibt so Tage, an denen möchte man eigentlich niemanden sprechen, sehen oder hören. Ein guter Tag fürs Massagestudio. 30 Minuten Tiefenentspannung, in  denen niemand etwas von einem möchte. :) Danach geht es einem besser – bis man nachmittags nach Hause kommt, mit einem nöligen Sohn auf dem Arm, der da nie wieder runter möchte, und einem aufgeplatzten Kopfkissen im Trockner. Die nächsten zwei Stunden (bis zum Krampf im Rücken) kann man dann mit Kleinkind auf dem Schoß damit verbringen, mittels Häkelnadel, Zange und Staubsauger Daunenfedern aus jeder Ritze des Trockners zu holen (die Klamotten zu rupfen habe ich noch vor mir) und sich zu wünschen, der Kleine möge doch bitte ein paar Handtücher spazieren tragen.

Und es gibt so Tage, da denkt man beim Betreten der Küche nicht darüber nach, wie gut man Stempelfarbe wohl aus Stuhlkissen rauskriegt, sondern freut sich über die Kreativität der Töchter:  

    Keine Ahnung, ob sie das irgendwo schon mal gemacht haben oder ob das ihre ganz eigene Idee war. Auf jeden Fall ist es superschön. :)

So ein Tag war gestern.

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