Im Norden wird getauft. Und die nördliche Schwester wünschte sich für beide Kinder ein Holzkreuz mit Segensspruch für die Kinderzimmer. Am liebsten handbemalt.

Gemalt habe ich früher auch sehr gerne, bis vor fünfzehn Jahren als ich noch mehr Zeit und Ruhe und weniger bezahlte Arbeit, Haushalt und Kinder hatte. Eine gute Gelegenheit, das mal wieder aufleben zu lassen. :) Und eine gute Gelegenheit, das Vorher-Foto mal wieder zu vergessen.

Unser Hausmeister war sehr nett und hat mir aus einem Brett zwei etwa 20 cm hohe Kreuze geschnitten, die ich zuerst weiß grundiert habe und dann mit meiner alten Lieblingsmalübung von früher überzogen: Ich liebe Farbverläufe. 20170806_085335Hochprofessionell auf Bäckertütenhintergrund fotografiert. :)

Die Farben der Wahl sind übrigens Acrylfarben, die eigentlich meinen Töchtern gehören, bislang von ihnen aber wenig genutzt werden. Und wenn, dann auch immer, um die aktuelle Kleidung mit anzumalen, und nein, selbstverständlich ziehen die Töchter vorher keine alten Sachen an, das wäre viel zu umständlich. Argh. Insofern bin ich meistens froh, dass die Farben wenig genutzt werden, und in diesem Fall ganz besonders froh, weil ich aus dem Vollen schöpfen konnte.

Das weitere Bildmotiv habe ich dann versucht, entsprechend den gewünschten Segenssprüchen zu gestalten. Das war beim gelben Kreuz ziemlich einfach, beim blauen eigentlich nicht, aber ich bin trotzdem ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis. 20170731_073715An dieser Stelle ist mir dann aufgefallen, dass es passend zueinander Tag- und Nachtkreuze sind. Die Sonne auf dem Tagkreuz sieht übrigens normalerweise etwas weniger kontrastreich aus und mehr nach ineinander verlaufenden Farben.

Den gewünschten Spruch für das blaue Kreuz „Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur. Du bist ein Gedanke Gottes.“ habe ich etwas angepasst. „Künstlerische Freiheit“ sagt mein Schwager dazu, und angeblich ist es nicht schlimm. 20170806_085044So stimmt auch die Farbgebung auf dem Foto. :)

Es hat sehr viel Spaß gemacht, mal wieder zu malen. Eigentlich sollte ich das viel öfter tun … im nächsten Leben. Und mit dem Ergebnis sind alle glücklich, die Eltern, ich und die Täuflinge (werden nicht gefragt).

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