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Ich habe heute die Galerie meines Smartphones aufgeräumt und bin dabei auf Fotos gestoßen, die zu schade sind, um sie nicht im Blog vorzuzeigen.

Im September haben wir eine unserer langjährigen Erzieherinnen im Kindergarten in den Ruhestand verabschiedet, die partout keinen Abschied feiern wollte. So ganz ohne alles wollten wir sie aber auch nicht gehen lassen, daher ging die Suche nach einem passenden Abschiedsgeschenk los, das gleichzeitig originell, kinderfreundlich und persönlich sein sollte.

Geworden ist es ein Blumenstrauß aus Papierblumen. Jede Familie der Gruppe bekam ein Bastelset für eine Blume, die zu Hause ausgeschnitten, verziert, mit persönlichen Botschaften versehen und zusammengesteckt werden sollte. Die fertigen Papierblumen sind wochenlang in Tüten über den Garderobenhaken des Kleinen bei mir eingetrudelt, und ich habe sie anschließend zu einem kunterbunten Strauß gebunden.

Erste unerwartete Schwierigkeit: Der Chenailledraht war nicht stark genug, um eine Papierblüte zu tragen. Dafür war er ziemlich lang, weshalb ich jeden einzelnen Stiel um einen Schaschlikspieß winden konnte und so die benötigte Standhaftigkeit sicherstellen. Dafür sind Schaschlikspieße wiederum nicht sehr flexibel, was dann auch nicht sehr schön ist, wenn nachher wirklich alle Blumen sichtbar sein sollen. Argh.

Ich habe dann immer zwei oder drei Blumen aneinander gebunden und arrangiert, dann zwei oder drei kleinere Sträußchen zu einem größeren zusammengefasst und immer wieder fixieren, fixieren, fixieren. Am „einfachsten“ (sehr einfach fühlte sich das alles nicht an) ging das mit den kleinen Drahtstückchen, die zum Verschließen von Gefrierbeuteln verwendet und immer in zu großer Stückzahl mitgeliefert werden.

Als der Strauß dann (endlich) alle (20) Blumen enthielt, war er natürlich mittig nicht mehr schön, wo alle Fixierungen zusammen liefen. Also habe ich aus wirklich festem Tonkarton einen breiten Streifen geschnitten und aus einer Längsseite ungefähr bis zur Mitte nebeneinanderliegende Blätter. Das um den Strauß gewickelt ergab eine feste Banderole und gleichzeitig einen Blätterkranz, der den Blumenstrauß nach unten abschließt. Wie bei echten Blumensträußen auch. :)

Zum besseren Transport zum Kindergarten dann noch in Folie eingeschlagen, und „schon“ war der persönlichste Blumenstrauß der jüngeren Kindergartengeschichte fertig. :) Und da die scheidende Erzieherin keine Abschiedsgrüße der Eltern wollte, hat mein Sohn ihn im Morgenkreis überreichen dürfen. Hach!

P.S. Nachmittags kam ich zufällig in dem Moment zum Kindergarten, als die Erzieherin gerade ging. Sie hat mich spontan umarmt, was ich mir bei ihr nicht wirklich hätte vorstellen können. Dann hat es ihr wohl gefallen. ;)

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