Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: Reader’s Digest erhält einen neuen Inhalt (oder auch nicht)

Das Beste an Reader’s Digest-Büchern, so die weit verbreitete Meinung in Bibliothekskreisen, sind die hübschen Lederimitat-Bucheinbände. Daher wurde für die heutige Bastelei der gesamte Buchblock kurzerhand und ohne schlechtes Gewissen entfernt und -sorgt, und gebastelt wurde mit dem Rest. Eine kleine Kiste, die entweder als Fake-Buch alles Mögliche beherbergen und vor ungewollten Blicken schützen kann (Waffen! Geld!! Süßigkeiten!!!), oder etwas offensichtlicher als Fake erkennbar mit Verschlussband auch geeignet ist zum Transport aller möglichen Kleinigkeiten (Stifte! Logopädie-Hausaufgaben!! E-Book-Reader!!!).

Benötigtes Material: etwas Karton (nicht zu dünn), Seidenpapier in creme oder weiß, Kleber, ggf. Band zum Verschließen und ein bis zwei Knöpfe.

Im ersten Schritt wird ausgemessen, wie lange, breit und tief das neue Innenleben denn werden soll. Wer schlau war und den Buchblock noch nicht entsorgt hat, ist klar im Vorteil. *hüstel*

Anhand der Messergebnisse wird dann aus einem Stück Karton eine passende Box zugeschnitten und zusammengeklebt. Die kann man zur Kontrolle schon mal in den Bucheinband stecken und sich freuen. :)

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Wenn die Box durchgetrocknet ist, wird sie mit Seidenpapier ausgeschlagen: innen komplett und außen an drei bis vier Seiten. Der Boden kann von außen unverhüllt bleiben. Dabei sollte man darauf achten, dass an mindestens drei Außenseiten das Papier keine deutlich sichtbaren Falten wirft und sich nicht zu offensichtlich überlappt. Am besten sollte es aussehen wie aus einem Guss bzw. Buchblock.

Anschließend wird die nunmehr weiße / cremefarbene Box in den Bucheinband eingeklebt, und sobald alles durchgetrocknet ist, ist das Fake-Buch fertig. Vielleicht.

Vielleicht möchte man aber noch ein Loch in den Deckel bohren und die Enden eines (Gummi-)Bands durchziehen. Dann könnte man auf der Innenseite einen Knopf annähen und die Enden damit fixieren. (Ein Doppelknoten erfüllte denselben Zweck, sähe aber nicht so gut aus.) An der Außenseite könnte das Bohrloch ebenfalls durch einen Knopf verdeckt werden, und dann könnte man mit dem jetzt schlaufenförmigen Band das Buch fest verschließen und zu Transportzwecken nutzen.

Book up! Glück auf!

GriSu

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