Erdbeeren nach Freischuss

10 Stunden Erdbeeren gestickt. 20181007_104146.jpgGeht ja gar nicht so. Ich mach das erst einmal fertig, bevor es wieder in die Rotation geht!

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Das Fensterbild im Herbst

Die grüne Tonkartonwiese, die dieses Jahr im Küchenfenster gewachsen ist, hat sich herbstlich eingefärbt. Nach Eiern und Hasen im Frühling, Schafen und Blumen im Sommer wird es jetzt Zeit für Pilze, bunte Blätter und Igel. Auslöser war ein Bastelwutanfall des gerade Vierjährigen, der dem Igel dann die Stacheln geschnitten hat. Das schaffen auch Bastelanfänger, die dringend mit der Schere üben sollen. ;)

20180929_084641.jpgFür die Blätter habe ich dann keine Vorlage gefunden, also flugs in den Garten gehuscht und sich zwei hübsch geformte Blätter mitgenommen. Auf Pappe gelegt, umrandet und ausgeschnitten, schon war die Schablone fertig. Die Blätter aus herbstfarbenem Tonkarton haben dann länger gedauert, dafür schauen mich die andern Mütter beim Kinderfußball jetzt merkwürdig an. *hüstel*

Das kann jetzt erst mal wieder eine ganze Weile so bleiben. Im Winter muss die Wiese dann weichen, die Winterlandschaft für unsere Fenster ist ja bekannt und hält auch noch ein weiteres Jahr. Es sei denn, ich bekomme einen Bastelwutanfall. Hat der Kleine ja auch nicht von Fremden. :)

Erdbeeren aus der Reisetasche

Die Erdbeeren waren den Sommer über in der Reisetasche und sind auch brav und stetig gewachsen. Das war der Stand vor dem „Umzug“ aus der Rotation ins Unterwegs-Projekt Anfang Juni: 20180607_074200.jpg(Das Foto ist nicht besser geworden in den letzten Monaten. :)

Und das ist der aktuelle Stand: 20180930_191259.jpgVielleicht kein sehr großer, aber ein deutlich sichtbarer Unterschied. Und entweder sind meine Augen schlechter geworden (der Optiker verneint das), oder der Unterschied zu den recht großkreuzigen Pferden im Wasser ist einfach zu groß, auf jeden Fall sind die Kreuzchen bei den Erdbeeren plötzlich IRRE klein, man sieht gar nicht richtig, wie viele Kreuzchen in wie vielen Schattierungen in so einem einzelnen Blatt stecken.

Es fehlt aber auch nicht mehr so sehr viel an den Erdbeeren. Ich habe schon die letzten Vorlagenblätter zusammengeklebt und zugeschnitten, da es sich nicht mehr lohnt, wie bisher Blatt für Blatt vorzugehen. Wie man sieht: 20180930_191104.jpgRestliches Blatt, eine weitere Erdbeere und eine kleine Schnecke, dazu die passenden Schatten. Hier noch ein Bild, um den Größenunterschied zwischen Vorlage und Stickarbeit deutlich zu machen: 20180930_191225.jpgWeil jetzt nicht mehr so viel fehlt und ich schon anfange, über mögliche Nachfolger in der Reisetasche nachzudenken, geht der Freischuss in dieser Rotationsrunde an die Erdbeeren. Mal schauen, wie weit ich in zehn Stunden komme. Und wie lange das dauert. :)

Pferde im Wasser – Runde 4

Wasser oder Pferd, Pferd oder Wasser? Fragen, die sich ab sofort wohl nicht mehr stellen. Vorher sahen die durchs Wasser spritzenden Pferde so aus: 20180609_125954.jpgLinks zuviel Wasser, rechts zuviel Pferd. Oder andersrum ausgedrückt: Links fehlte ein Pferd, rechts fehlte Wasser.

Und das ist der aktuelle Stand: 20180930_135603.jpgNachdem das fehlende Wasser ergänzt war, hatte ich tatsächlich erst Halbzeit. Was tun? Weiter Wasser sticken hätte bedeutet, dass das fehlende Pferd links nur noch mehr auffällt und durch ein weiteres fehlendes Pferd verstärkt wird. Also habe ich angefangen, das Pferd zu ergänzen. Das ist in fünf Stunden natürlich nicht fertig geworden. Nächste Runde also ein halbes Pferd, und womöglich ein halbes Wasser. Wie sich manche Probleme doch in Luft auflösen … :)

Und jetzt? Ist die Rotationsrunde schon wieder geschafft.

Und ich darf mir einen Freischuss gönnen. Der geht diesmal zur allgemeinen Überraschung NICHT an die vielgeliebte Klarinette, sondern an die Erdbeeren in der Reisetasche. Die sind den Sommer über so weit gediehen, dass ein Ende in Sicht ist und ich anfange zu überlegen, was ich als Nächstes in die Reisetasche packen könnte.

Aber das ist ein anderer Beitrag. ;)

Zwischendurch genäht 24 – Händitaschen

Urlaubsnachtrag 4 :) (ein bisschen)

„P.S. Das heißt Handy, Mama!“ Solche Nachrichten schreibt mir mein großes Kind, kaum dass es sich ein Smartphone kaufen durfte. Pöh! Aber nicht nur meine Tochter, auch die westliche Schwester hat sich ein Smartphone gekauft, und auch mein eigenes durfte mal wieder ersetzt werden. (Es ist unglaublich, auf wie viele Arten man Händis fallen lassen kann. Grmpf.)

Nun ja, neue Smartphones also, und da die westliche Schwester gerade zu Besuch war und dabei erwähnte, dass sie doch eine Händihülle brauchen könnte, damit das Gerät vielleicht ein bisschen länger hält als bei gewissen Verwandten (nochmal Pöh!), habe ich den Vorwand genutzt, mich an die Nähmaschine zu setzen und welche zu nähen. Für die westliche Schwester selbstverständlich mit Fußballstoff als Innenfutter, für mich selber mit einem wunderschönen Baumwollstoff, den ich in diesem einen speziellen, wunderschönen Laden im Urlaub gekauft hatte. (Deshalb Urlaubsnachtrag.) 20180923_153253.jpgWestliches Händi, nördlicher Stoff.

Von dem Stoff sieht man natürlich nicht viel, aber ich weiß, dass er da ist, das reicht mir bei so einer Händihülle dann auch. Außen sollten die Hüllen etwas dezenter aussehen, frau ist schließlich erwachsen, da musste eine kaputte Kinderjeans herhalten. 20180923_153327.jpgBei meiner Hülle habe ich Bündchen und Naht der Hose erhalten, dafür musste ich noch mal umdenken, eine Naht trennen und überhaupt kreativ sein, das fiel mir erstaunlich schwer für so eine schlichte Hülle. Die einzig sichtbare Naht ist jetzt aber innen unten, das war mir wichtig.

Für meine Schwester durfte die Hülle dann eine Klappe haben, die leider etwas zu knapp ausfiel, deswegen gab es „mal eben schnell“ noch einen Klettverschluss oben drauf. Und schon war wieder ein „Zwischendurch genäht“ fertig. :)

Der Garten im September 2018

Er ist grün, der Garten im September 2018. Die Herbstanemone blüht, streckt sich größer als die Rhododendren, dabei ist sie doch „nur“ eine Blume. Aber was für eine! Üppig ist sie, die Anemone, und um die herum ist der Rest ebenso üppig. Nur einer der beiden Rhododendren mag diesen Sommer nicht  so richtig. Und das Unkraut im Beet, das ist ebenfalls nicht mehr üppig, alle paar Wochen zupfen reicht, dieser Garten macht im dritten Jahr quasi keine Arbeit mehr. Geht ja gar nicht.

Also habe ich den Garten einfach mal ausgeweitet. Das ist das Schöne, wenn man sich seinen Garten aus einem quasi ungepflegten Grünstreifen zwischen Haus und Wald zusammenkratzt, man kann ihn einfach so vergrößern. :) 20180916_114410.jpgWobei „einfach so“ natürlich gelogen ist. Erstmal entscheiden, wie groß das neue Beet denn werden soll, dann eine Abgrenzung bilden, und dann geht der Kampf gegen die Wildwiese los. Jahrelang verwurzelter Löwenzahn gibt seinen Platz nicht einfach so auf, dieses Gefecht dauert auch noch an. Löwenzahnwurzeln können groß wie Möhren werden, wenn man sie lässt, nur gewöhnen sie sich nicht an den Gedanken, geerntet zu werden.

Mir ist übrigens klar, dass das Bild überbelichtet ist, aber hey! Wer will sich über die letzten sonnigen Spätsommertage beschweren? Dann ist halt Sonne! :D

Dank Überbelichtung nicht gut zu erkennen (könnte auch an dem Holzpferd liegen, das hier im Weg steht) ist die Reihe Pflanzsteine, die das neue Beet nach unten begrenzen. Die waren an anderer Stelle frei geworden und haben hier sehr schnell einen neuen Platz gefunden. Bepflanzt mit Storchschnabel, der sich allmählich zum Lückenfüller und Unkrautersticker 1. Wahl mausert, einfach weil er immer bereit ist, noch einen Ableger abzugeben. :) Dann eine Lücke, wo ein Trampelfpad entstehen soll, und links davon eine bepflanzte Zinkwanne. 20180916_113750.jpgDie weitere Beetbegrenzung wird im nächsten Frühjahr erfolgen, mit großblättrigen Funkien und vielleicht einem Strauch, die Eltern haben möglicherweise einen über.

Im neuen Beet, aber noch nicht sehenswert, sind Astilben und eine Liriope eingezogen. Und schon seit dem Frühjahr (noch mal im ersten Bild schauen, bitte) stehen Himbeeren am Zaun, die brav getragen haben und sich jetzt noch einmal strecken. Das wird alles ganz wunderschön hinter dem Haus. :) (Ein Beutel Krokuszwiebeln wartet noch, und kleine Narzissen habe ich noch nicht gefunden, aber die Zwiebelsetzsaison hat ja auch gerade erst begonnen.)

Vor dem Haus wird es hoffentlich auch wunderschön. Wegen Arbeitsmangel im Garten habe ich den Sommer über begonnen, einen Randstreifen des Hofs, direkt am Metallzaun zu den Nachbarn, für mich zu erobern. Beton-Bruchstücke entfernt, Töpfe mit Sommerblumen platziert, Stockrosen gepflanzt. Letzte Woche zusammen mit den Kindern Blumenzwiebeln gesetzt, mit Glück wird es im nächsten Frühjahr wunderschön bunt direkt am Zaun, eine Grundstücksgrenze aus Blumen. Ich hoffe, das klappt! Und dann gab es Stockrosensamen im Brief von der nördlichen Schwester, die habe ich auch gleich noch verteilt, mit mehr Glück gibt es nächsten Sommer dann einen Blumenzaun, schmetterlings- und bienenfreundlich und womöglich sogar pflegeleicht. Da wir dieses Jahr sehr viel Zeit auf dem Hof verbracht haben (mehr als hinter dem Haus), würde es mich wirklich freuen, wenn das alles klappt. Dann hätte ich demnächst sogar Sonnengarten!

Book up! Nr. 23 Eine Kette aus Sternen

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

20170718_165359Heute: „Easy hits for kids“ werden zu kleinen Stars / Sternchen

Die Inspiration zur heutigen Buchbastelei entdeckte ich beim Bearbeiten der Nullerliste. In dieser jedes Jahr erzeugten und höchst unpopulären Liste bekommt man mitgeteilt, welche Bücher im Vorjahr keine Ausleihe erzielt haben. Mit der Nullerliste in der Hand kann man dann je nach Sachgebiet und Bücherei mehr oder weniger viele Stunden zwischen den Regalen verbringen und seinen Bestand sehr gründlich kennenlernen, während man gezielt bestimmte Bücher sucht. (Insiderwitz, muss trotzdem sein: Da sind sie dann, die „Grenzen der Bestandspräsentation mit Klartextsignaturen“.) Und in dieser Zeit hat man gerne Gedanken wie „Was macht DAS denn hier?“, „Wieso steht das erst jetzt auf der Nullerliste?“, „Wieso um alles in der Welt hat dieses wundervolle Buch keine Ausleihe?“ oder auch „Können Abiturtrainer nicht etwas individuellere Namen haben?“. Eindeutig in der Kategorie „Dieses Buch braucht Ausleihen“ war bei uns Claudio Dartevelles „Schmuck aus Papier“.

Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für die Klarinettenlehrerin, dachte die Mutter in mir, und fing an zu basteln. (Das war, bevor unsere familiäre Musiklaufbahn bereichert wurde mit Blockflötenlehrerin, Klavierlehrerin und Chorleiterin. Wo sind die männlichen Pädagogen, wenn man anfängt, Geschenke zu basteln?!) Da die Zielpersonen allesamt Musikerinnen sein sollten, wollte ich Notenpapier verwenden, und so kam ein weiterer Treffer der Nullerliste, diesmal Kategorie „Warum erst jetzt?“ zu neuen Ehren: „Easy hits for kids“ mit dem aktuellen Hit von Michael Jackson. Brrr.

20170718_165331Die einzelnen Blätter werden in lange Streifen geschnitten, die anschließend geknotet, gefaltet, gefalzt, ineinander geschoben und geknickt werden, bis aus einem langen Streifen ein kleiner Stern entstanden ist. Immerhin ohne den Einsatz von Kleber! In diesem Blog (externer Link) findet man eine ausführliche Anleitung mit Bildern und Video. Gleich die erste Anleitung (Glücksstern) ist die richtige – der Rest ist aber auch nicht zu verachten. :)

dscf1484-e1516025941832Anschließend werden die fertig gestellten Sternchen mit Hilfe von Nadel, Biegezange und Kettelstiften jeweils zu elft zu Ketten verbunden. Die „fertigen“ Ketten anschließend auf einen Draht aufziehen und sprühend mit Klarlack überziehen. Am besten denkt man vorher schon darüber nach, wo man die Ketten zum Trocknen aufhängen kann (beispielsweise an der Weihnachtsdekoration).

Als Zwischenschritt habe ich eine der Sternchenketten mit roter Wasserfarbe angemalt. Auch da lohnt sich die Überlegung, wie und wo die Kette trocknen könnte, ohne mit dem Untergrund zu verkleben. :)

Wenn alles gut durchgetrocknet ist, müssen noch ein schwarzes Satinband bzw. eine Schmuckkordel durchgezogen und am Verschluss festgeklebt werden, und dann ist es geschafft.

Während man die Sternchen noch ganz gut zwischendurch basteln kann, erfordern die letzten Arbeitsschritte ein bisschen mehr Aufwand und vor allem etwas mehr Konzentration. Das Endergebnis macht mich aber persönlich stolz und die Lehrerinnen hoffentlich glücklich. ;)

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Glück auf! Book up!

GriSu

Jahreszeitenbild

Urlaubsnachtrag 3

Wenn ich zu Besuch bei meiner nördlichen Schwester bin, überkommt uns beide jedes Mal spontan das Bedürfnis, Kinder und Männer zu verlassen und mit großem Auto und leerem Kofferraum zum Flohmarkt zu fahren. Mittlerweile hat das schon Tradition.

Diesmal war der Kofferraum wirklich voll, als wir zurück kamen, wobei meine Schwester in plastikfreien Haushalt und einen Schlitten investiert hatte (blöde Kommentare zum Schlittenkauf im Hochsommer gab es gratis dazu (nicht von der Verkäuferin)), bei mir dagegen waren es hauptsächlich Dinge, die eigentlich etwas anderes werden wollen. Oder zumindest anders aussehen. Naja, und eine Zinkwanne, die mittlerweile bepflanzt im Garten ein neues Beet begrenzt. Aber das ist ein anderer Beitrag. ;)

Deswegen muss ich momentan nicht nur Urlaubsnachträge schreiben, sondern auch Flohmarktfunde verwandeln und darüber schreiben. Passend dazu gibt es schon mal eine neue Kategorie „Flohmarktfund“, die auf Befüllung wartet. Genau wie ich auf Bilderrahmen warte, von denen ich sechs an der Zahl einfach in der nördlichen Garage vergessen habe. Grr. Muss ich wohl noch mal hin. :D Ein Bilderrahmen hat es aber tatsächlich bis nach Hause geschafft und hat sich dort verwandelt: 20180826_152031.jpgEin sowieso schon recht günstiger, einige Zentimeter tiefe Rahmen, ursprünglich vom Möbelschweden, hat sich mit Hilfe kleiner Stöcke in einen Wald verwandelt, und befüllt mit Moos, Blättern, Holzpilzen und Igeln in eine Herbstlandschaft. Der grüne Hintergrund ist ein Bogen Seidenpapier aus Korea, auch dazu gibt es noch eine Geschichte, aber eine dienstliche, die nicht hierher gehört. Im Winter wird der Wald mit grauem Hintergrund und weißen Eichhörnchen-Silhouetten bestückt werden, vielleicht auch eine kleine Lichterkette dazu. Und bis zum Frühling wird mir auch etwas frühlingshaftes eingefallen sein. Vielleicht wird es endlich eine Möglichkeit geben, die kleinen leeren Eierschalen zu präsentieren, die wir dieses Jahr draußen gefunden haben.

Neben dem Jahreszeitenkranz nun also ein Jahreszeitenbild, das auf einer Kommode im Treppenhaus steht. Die Wohnung ist nicht mehr groß genug für all mein Dekogedöns. ;) (Apropos Wohnung und Deko: Ich sollte mal die Herbstdekokisten aus dem Keller holen.)

Pferde am Bach – Runde 8

Momentan etwas zäh, diese Bloggerei. Mal sind wir tagelang ohne Telefon und Internet, weil die Stadt gerade mal gründlich arbeiten wollte und den Baum am Straßenrand nicht nur samt Wurzeln, sondern auch samt Kabeln entfernt hat. Mal möchte ich das zu fotografierende Stück Stoff erst noch bügeln, komme aber tagelang nicht dazu, mich an die Bügelwäsche zu machen. Mal fehlt einfach die Zeit und die Ruhe, denn mit Mamaaa!-Rufen ringsumher ist das Bloggen ganz schön schwer. (Reimt sich, muss stimmen.)

Immerhin schaffe ich es zwischen den Mamaaa!-Rufen, dem „Willkommen zurück auf der Arbeit, hier ist Ihr Ticket nach Bielefeld“-Gefühl (Fortbildung, eintägig, gefühlt viel Zug gefahren), den letzten zu genießenden und mit Arbeit zu füllenden Sommertagen in Garten und Hof, den Anlaufschwierigkeiten an der weiterführenden Schule (Hausaufgaben freitags! Vokabeln!! Rechtschreibung ist in den Sommerferien nicht abgeschafft worden!!!) zwischendurch auch mal an die Sticknadel. :)

(Überhaupt, der Umstieg an die weiterführende Schule. Die größte Sorge, die Große könne (wieder) Schwierigkeiten haben, Anschluss zu finden, hat sich in Luft aufgelöst. Die zweitgrößte Sorge, Arbeitstempo und -willen betreffend, leider nicht. Das raubt nicht nur dem Kind Zeit und Nerven. Durchatmen und positiv denken: Die Große, mit zweitem Vornamen „Buch“ genannt (aktuell eigentlich Wacholderpfote genannt, was mit ihrer Lektüre zu tun hat), hatte auch beim Lesenlernen Anlaufschwierigkeiten, sie wird das mit den Vokabeln auch lernen!)

Wo waren wir? Sticken! Das sollte eigentlich das Thema dieses zwischendurch geschriebenen Posts (Mamaaa! Wie kannst du so schnell schreiben?) sein. Am Stickrahmen herrscht kein Spätsommer, sondern Winter, und der Morgen graut. Vorher sah das Bild so aus: 20180518_162058.jpgDer aktuelle Stand ist dieser: 20180920_083330.jpgDer kahle Baum hat sich noch ein paar kahle Äste wachsen lassen, der angedeutet verschwommene Wald ist als solcher noch nicht erkennbar, aber erkennbar mehr geworden. Nächste Runde mehr davon. :)

Wie geht es weiter in der Rotation?

Mehr Pferde bzw. mehr Wasser. Und hoffentlich mehr Herbst, damit man guten Gewissens mehr Zeit auf der Couch verbringen kann. Mit mehr Tee und mehr Ruhe. (Oder mehr Baileys, die nicht mehr ganz so neue Nachbarin hat eine neue Leidenschaft. Und einen Thermomix. :)

Zwischendurch gestickt :)

Urlaubsnachtrag 2

Wenn man im Urlaub beim Stadtbummel an einem Laden vorbei kommt, der „Kreuzstich & Skandinavische Lebensart“ (ACHTUNG! Dieser externe Link führt zum Facebook-Auftritt des Ladens. Die Wahrscheinlichkeit, dass Facebook beim Anklicken des Links personenbezogene Daten speichert, ist hoch!) heißt, dann muss ich da leider rein. Auch wenn ich alleine mit drei Kindern unterwegs bin, deren Lieblingsbeschäftigung es eindeutig NICHT ist, in Ladengeschäften herumzustehen, nichts anzufassen und möglichst wenig Geräusche zu verursachen, während Mama Zeit hat, sich in Ruhe umzusehen.

Rausgekommen bin ich (halbwegs schweißgebadet, was nicht an der Raumtemperatur lag) mit ein paar hübschen Stoffresten, aus denen mehr Picknick-Wickeltaschen oder Geschenkbeutel entstehen werden, und einer kleinen Stickpackung. Den nächsten Stadtbummel mache ich alleine! ;)

Die kleine Stickerei habe ich dann auch erst zu Hause nach dem Urlaub auspacken können, für einen vergnüglichen Abend auf der Couch hat sie gereicht. 20180827_120004.jpg Die vorgesehene Größe wäre ca. 6×6 cm gewesen, aber ich hatte mir in den Kopf gesetzt, das Bildchen in einem kleinen Stickrahmen aufzuhängen, und einen größenmäßig passenden Stickrahmen habe ich nicht im Fundus. Statt ganzem Kreuzstich über 2×2 Gewebefäden wurde es halber Kreuzstich über 1×1 Gewebefaden (Petit point?), und damit ist diese Stickerei wirklich „klein & niedlich“ geworden. Eine Taktik, die wir sonst eher unseren Kindern vorwerfen. ;) 20180827_115720.jpgSelbst die Große ist momentan wieder „klein & niedlich“, nachdem sie die Schule gewechselt hat. „Mama, ich finde das komisch: In der Schule komme ich mir ganz klein vor und auf dem Heimweg dann ganz groß“, sagt sie selber. In der Schule ist sie halt als Fünftklässlerin eine der Kleinsten, während der Schulweg plötzlich ein anderer ist als in den letzten neun Jahren, dazu bewältigt sie ihn alleine, da merken dann nicht nur Eltern, dass das Kind groß geworden ist. Immer wieder schön, wie reflektiert die kleine Große (oder große Kleine?) denkt.

Um die Größe der gestickten Nähmaschine besser einschätzen zu können, sieht man sie auf dem zweiten Bild zwischen Postkarte und Garnrolle am endgültigen Bestimmungsort. Dass Stickrahmen und Garn auf der ausgestellten Rolle beide denselben Grünton haben, ist Zufall, gefällt aber sehr. Das Garn wird regelmäßig verwendet, um die Anziehsachen der Mittleren zu markieren, die größenmäßig so nah an ihrer großen Schwester ist, dass man sonst keine Chance hat, die Wäsche zuverlässig dem richtigen Kind zuzuordnen. Eine kleine Große, große Mittlere und mittelgroßen Kleinen, da kann man schon mal durcheinander kommen.

Das war jetzt ein großer Artikel für eine kleine Stickerei, die sich zwischen die beiden Großprojekte der aktuellen Rotation geschlichen hat, daher der Titel. Womit das auch geklärt wäre. :)