Zwischendurch genäht 23b – eine Auftragsgürteltasche :)

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Manche Fußballfans haben es einfacher als andere. Wer im Ruhrgebiet Fan vom BVB oder von Schalke 04 ist, findet in jeder Stadt in gefühlt jedem zweiten Laden irgendwelche Fanartikel. Wer in Bochum Fan des VfL Bochums ist, dem ist dieses Glück nicht vergönnt. Und wer zehn Jahre alt ist und sich eine VfL-Gürteltasche wünscht, hat Glück, wenn Mama die richtigen Freundinnen hat. ;)

Ich dagegen habe Glück, dass mein Mann kein derartiger VfL-Fan ist, dass die Hosenträger, die er vor 15 Jahren geschenkt bekommen und nie getragen hat, unantastbar wären. So kann man arbeiten! (Danke, Mann!) 20170617_173018Alles, was im Handel an passenden Kurzwaren erhältlich war, war eine farblich passende Bordüre mit der Stadtsilhouette. Dazu gehört immerhin auch das Stadion. :) Den Fußballstoff hatte die westliche Schwester mal mitgebracht.

Ich weiß aber auch nicht, wie verspielt man für zehnjährige Jungs noch nähen darf. (Fragt in acht Jahren noch mal, dann werde ich es wissen.) Da die Tasche ein bisschen länger getragen werden soll (hoffe ich), kann ein bisschen schlichter wahrscheinlich nicht schaden. Und da die zusammengesuchten „Zutaten“ mich so schön anlachten, habe ich mich tatsächlich mitten im Stickprojekt einen Abend lang an die Nähmaschine gesetzt und noch eine Tasche gewerkelt. 20170617_234421-1(Die Farbe des Jeansstoffes stimmt leider auf dem Foto nicht ganz.) Leider hat sich der Jeansstoff an der oberen Kante ein bisschen verzogen, dadurch sind zwei Fältchen entstanden, aber … das muss so! Die Hosenträger haben sich in den Bauchgurt verwandelt, mit ein bisschen Spiel zum Mitwachsen. Da der Empfänger aber ziemlich schmal ist, hab ich mich nicht getraut, zuviel Material zu verarbeiten. Soll ja jetzt passen. (Liebste M., es ist noch Band übrig!)

Von außen ist die Tasche also eher schlicht. Von innen ist sie umso fußballiger: 20170617_234451-1Aus dieser Perspektive sieht man übrigens auch, dass das Schrägband am Reißverschluss nicht verzogen ist, ich hab mich nur verbügelt. Und nachts um halb zwölf war mir das dann auch egal. A propos Schrägband: Hier habe ich endlich mal sauber gearbeitet und die Nahtzugaben ordentlich mit Schrägband verkleidet. Das Schrägband mache ich übrigens immer selber nach der Anleitung von Natron und Soda, und es ist diesmal genau ausgekommen. Vermutlich, weil ich das Versäubern in der Innentasche ursprünglich nicht geplant hatte, eigentlich ist es nämlich immer zuviel Schrägband, und ich bin jedesmal verwundert, wie man aus einem Quadrat mit gut 22 cm Kantenlänge 1,28 cm Schrägband produzieren kann.

Die letzten Zentimeter Bordüre waren mir dann auch zu schade zum Wegwerfen, also hab ich mal in unseren Schubladen nach einem Karabinerhaken gekramt. Einen Schlüssel könnte man jetzt also anhängen und in der kleinen Innentasche verstauen. Die Tasche ist insgesamt ein bisschen kleiner als meine eigenen, aber immer noch problemlos groß genug für ein großes Portemonnaie, dabei mit den kleinen Fußbällen verspielt genug für einen Jungen und gleichzeitig durch die neutrale Farbgebung außen „seriös“ genug für einen jungen Mann. Ja, ich gebe zu, ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Arbeit. Und es hat richtig gut getan, zwischendurch mal wieder zu tüfteln (nur meiner Schlafbilanz nicht).

Liebe westliche Schwester, das wäre vermutlich auch noch mal was in schwarz und gelb?

Gedanken

Mittlerweile ist es ein paar Wochen her, dass ich in einem Blog einen Alltagsbeitrag las – was ich eigentlich sehr gerne tue und auch in diesem Fall gerne tat. Die Blogautorin ist ein paar Jahre jünger als ich, fährt aber auch viel Fahrrad und unterscheidet sich im Lebensstil vermutlich nicht so sehr von meinem. Der große Unterschied ist, dass sie keine Kinder hat und ich schon. In diesem speziellen Blogbeitrag erzählte sie nebenbei, dass sie einen Schrittzähler benutzt. 10.000 Schritte am Tag sollte man schaffen, das ist das allgemein anerkannte Ziel. Die Bloggerin schaffte an diesem Alltag 3.500. Ich weiß nicht, warum mir diese Zahl nicht mehr aus dem Kopf geht. Ich habe auch eine Zeitlang einen Schrittzähler genutzt, und ich komme an normalen Tagen auf 8.500 bis 11.500 Schritte. Die geforderten 10.000 sind keine große Herausforderung. In meinen aktuell gut gefüllten Tagen und der müden Grundstimmung, die mich plagt, wünsche ich mir ein Dreieinhalbtausend-Schritte-Leben.

Genau das denke ich, wenn ich abends auf der Gartentreppe sitze, ein bisschen Restwärme und die Blütenpracht von Glockenblumen, Goldfelberich und Nelken genieße, in meinem Rücken (hoffentlich) schlafende Kinder und wachsende Kramstapel, vor mir endlich Feierabend (um 21 Uhr). Tausend Pläne im Kopf, aber keine Energie mehr. Weder im Kopf noch in den 10.000-Schritte-Füßen. Nur die Hände, die können und wollen noch. Wenn ich mich nur aufraffen könnte … Rotation ist was Feines, bewährte Projekte, nichts ausprobieren, nicht „mal eben schnell“ tüfteln, ob das jetzt so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

Im Badezimmer liegt ein Buch. „Besser leben ohne Plastik“. Gute Idee eigentlich, weniger Plastik zu verbrauchen, in einer sechsköpfigen Familie fällt eine Menge davon an. Geld sparen könnte man sogar, wenn man seine (frau ihre) Haarspülung selber macht und ähnliches. Das Buch ist voller Rezepte und Vorschläge und Tipps. Das mit der Haarspülung probiere ich vielleicht sogar mal aus, ich müsste nur einkaufen und anrühren und mich aufraffen. Naja. Toilettenpapier im Jahresvorrat aus dem Internet im Karton zu bestellen, um die Plastikverpackung zu sparen, das ist dann wieder so eine Idee … ich fürchte, soviel Stauraum haben wir nicht. Schnell überschlagen, auf meiner Gartentreppe im Abendsonnenschein, 300 Rollen dürften es schon sein. Großfamilie und so. Immerhin schafft es das Buch, dass ich beim nächsten Einkauf die Mayonnaise im Glas kaufe statt der Tube. Mit Plastikdeckel (beides). Konsequent sein ist manchmal ganz schön schwierig. Und nehme ich jetzt die plastikverpackte Bio-Paprika aus den Niederlanden oder die lose, herkömmliche Paprika aus Spanien? Für die Umweltbilanz esse ich vermutlich besser gar keine Paprika. Oder nur aus dem eigenen Garten. Wo sich mein Dreieinhalbtausend-Schritte-Schweinehund fröhlich im Kreis rennend in den eigenen Schwanz beißt.

Aber sonst geht es mir gut. Uns geht es gut. Alle sind gesund, die Kinder entwickeln sich gut und füllen ihre Terminkalender mit Freunde besuchen, Kindergeburtstagen, Kinderstudien, Musik und Sport. Am Wochenende gerne mal einen Ausflug (dafür reicht die Zeit, und die Kramstapel hüsteln), Zeit zum Handarbeiten (unkreatives, das Tilda-Nähbuch aus der Bücherei hüstelt, das angefangene Geschenkbeutel-Nähprojekt (kreativ und müllvermeidend) lädt den Staub zur Demo ein) findet sich, Alles gut. Das Leben ist voll, prall, bunt und laut, so soll es sein.

Dreieinhalbtausend Schritte.

Ich glaube, ich bin urlaubsreif. :) (Vielleicht habe ich ja Glück, und der Dreieinhalbtausend-Schritte-Gedanke lässt mich endlich in Ruhe, jetzt, wo er im Internet spielen darf.)

Patchworkdecke – Runde 12

Meine Güte, was ist nur los? Schwuppdiwupp sind zehn Stunden herum und anderthalb Bahnen Patchworkdeckenumrandung fertig. :)

Sie wird quietschebunt und wunderschön, diese Decke. Und irgendwie kommt es mir diesmal nicht so vor, als würde sich diese Umrandungsstrickerei so in die Länge ziehen wie bei den letzten beiden Malen. So wie es aussieht, könnte es sogar ein Finale in der nächsten Runde geben, denn diesmal habe ich eine ganze kurze und eine halbe lange Seite geschafft, und das ist genau das, was jetzt noch fehlt. Hurra! Ich freu mich momentan richtig darauf, die Rotationsliste ein bisschen eindampfen zu können, da ich viel Lust auf meine beiden Großprojekte Klarinette und Wrath habe. :)

Jetzt geht es aber erstmal saisongerecht weiter:

  1. Klarinette (18)
  2. Tecklenburger Turney (15)
  3. Wrath (15)
  4. Patchworkdecke (12)
  5. Erdbeeren (4)
  6. Pferde am Bach (3)
  7. ??? Freischuss???

Erdbeeren. Auch schön. :)

Wrath – Runde 15

Da flog sie, die Nadel, fünf Stunden an drei Abenden, solche Zeiten habe ich lange nicht gehabt. Nach langen Arbeitstagen, die durch die pure Länge und Dichte ermüden, und nach viel zu wenig Zeit für die Kinder, die man aber nicht einfach später ins Bett stecken kann, schließlich ist am nächsten Tag wieder Schule und wieder Arbeit, habe ich in den letzten Tagen abends die Waffen gestreckt – oder besser, die Füße ausgestreckt. Die werden neuerdings sehr warm im Verlauf des Tages, und freuen sich abends, wenn sie hoch gelegt werden. Ich glaube, ich werde alt. All die noch zu erledigenden Kleinigkeiten dem Au-pair auf die To-do-Liste für den nächsten Tag gesetzt (was sie völlig in Ordnung findet), und ran an die Sticknadel.

DSCF1282Der Blitz, bzw. die anderthalb Blitze haben Zeit gekostet, aber insgesamt war der Anteil „konzentrieren, zählen“ gegenüber „einfach nur füllen“ sehr angenehm. :) Es gab, wie man sieht, ein Seitenfinale, und damit rückt der rechte Rand allmählich näher. Ui!

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Und was sagt die Rotation?

  1. Klarinette (18)
  2. Tecklenburger Turney (15)
  3. Wrath (15)
  4. Patchworkdecke (11)
  5. Erdbeeren (4)
  6. Pferde am Bach (3)
  7. ??? Freischuss???

Mal eben schnell an der Patchworkdecke weitermachen. Auch da rückt das Ende des Projekts so langsam in Sichtweite, genau wie der tatsächliche Einsatz der Decke. Sehr, sehr langsam. :)

Mein Kleiner ist endgültig kein Baby mehr! Windeln sind zwar noch im Einsatz, aber das ist auch das letzte Überbleibsel dieser ersten Lebensphase. Und das letzte Mal für viele Jahre, dass wir ein Babybett gebraucht haben, denke ich. *schluck* Auf jeden Fall wird für ein richtiges Bett natürlich auch eine richtige Tagesdecke gebraucht, und die gehe ich jetzt mal stricken.

Schnellschuss

Wie ich herausfand, warum mein Sohn seit Monaten den Ball immer über den Zaun zu den Nachbarn warf. Er hat es mir gesagt: „Baddaballpobb!“ Und irgendwann habe ich es verstanden: „Basketballkorb!“

Wie ich meinem Sohn auf die Schnelle abgewöhnte, den Ball über den Zaun zu werfen: 20170506_173316 Improvisiert aus einem Spielzeugteil (Spiralo für Kreide), Einkaufsnetz, Stock und in Ermangelung einer Schnur mit Fahrradschloss mal eben schnell einen Basketballkorb für Kleinkinder gebastelt. Der Sohn ist glücklich. :)

Wahrscheinlich gibt es trotzdem zum Geburtstag (im August) einen richtigen, möglichst höhenverstellbaren. Eine passende Garagenwand hätten wir noch. Und ein Fußballtor (das Priorität hätte) hat der Kurze schon. :)

12 von 12 – Mai 2017

A propos Fremdbloggen … ach nein, ist gar nichts mit fremd, und ich hatte es auch nicht erwähnt, aber trotzdem. Hin und wieder (jeden Monat) blogge ich für meine Bücherei, und im Mai gab es sogar einen Alltagspost von mir. 12 von 12, ich war dabei! Jetzt ist schon mehr 12. Juni als 12. Mai, und noch habe ich es nicht geschafft, mal eben schnell auf „Rebloggen“ zu klicken, ich Tomate. Aber jetzt: klick!

Stadtbücherei Bochum

Wir beteiligen uns 2017 an der Fotoaktion „12 von 12“!50ab5-bildschirmfoto2012-07-13um18-43-40

Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

Liebe Leser,

heute geht es in „12 von 12“ in die Zweigbücherei Langendreer, das passiert in diesem Blog ja gerne schon mal. Aber da auch Bibliothekarinnen nicht in der Bücherei wohnen (nein, wirklich nicht!), startet der 12. Mai natürlich auch nicht in der Bücherei.

Zu Hause beginnt der Tag wie alle Wochentage: 20170512_071422 Frühstücksdosen packen für drei Kinder, dabei den eigenen Frühstückskaffee trinken.

Der Kleine braucht heute ein bisschen länger, weil alle seine großen Bälle mit aufstehen und in die Küche kommen müssen. Nicht zu vergessen sein Esel. 20170512_071833

Zwei Kinder Richtung Schule losschicken (Frühstücksdosen nicht vergessen!), ein Kind…

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Eisbären in der Reisetasche – 1

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Eine ganze Weile sind die Eisbären jetzt schon in der Reisetasche, aber so richtig bin ich noch nicht dran gekommen. Das kommt davon, wenn man nicht in Urlaub fährt. :) Aber jetzt, bei der unerwarteten Maihitze, ist draußen das Plantschbecken – Entschuldigung, der Familienpool aufgebaut, und Kinder beim Plantschen beaufsichtigen geht ganz phantastisch mit Stickzeug in der Hand. Und wenn ich draußen bin, bin ich quasi auf Reisen.

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Über Christi Himmelfahrt war ich dann tatsächlich in Urlaub, zusammen mit der besten M. der Welt und fünf Kindern. Sehr erholsam … aber trotzdem sehr schön, nur leider nicht besonders effektiv. Den halben Eisbärenkopf musste ich leider wieder auflösen, weil ich mich verzählt hatte. Damit war das verlängerte Wochenende dann leider fast eine Nullnummer.

Wer genau hinsieht, erkennt nicht nur einen Eisbärenkopf samt buntem Schal, sondern auch einen Schneeball, den der Eisbär mit dem Kopf vor sich her schiebt. Das irgendwann anstehende Backstitching wird das Sichtbarkeitsproblem von weiß auf weiß noch lösen. Hoffe ich. :)

Bis Weihnachten ist Gott sei Dank noch ein bisschen hin, und ich hoffe auf einen langen, heißen Sommer mit viel Zeit draußen. Auf jeden Fall macht dieses Projekt viel Spaß, und wenn man sich nicht gerade verzählt, geht es auch schön schnell vonstatten.

Book up! Nr. 15 – Taschentuchbox

Die Bilder hatte ich schon mal gezeigt, heute endlich die ganze Anleitung. :)

Stadtbücherei Bochum

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: Aus Lise Gasts „Die schönsten Pferdegeschichten“ wird eine Taschentuchspenderbox.

Die Inspiration für die heutige Bastelei habe ich bei Pinterest gefunden. Ja, ich habe es getan, ich habe mich bei Pinterest angemeldet und schwelge seitdem in Ideen, was man noch alles machen könnte. Zwei Leben würden nicht reichen.. aber in dieser Kolumne wird nicht gejammert, hier wird gebastelt. Und Pinterest ist auch nicht die Quelle der Bilder, sondern sammelt nur, also kann ich Interessierte vorbei…

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Turney – Runde 15

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Kaum ist draußen ein Sonnenstrahl zu sehen, zieht es uns vor die Tür. Ein eigener Gartenbeitrag wird folgen, denn es hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Ansonsten hatte der Mai neben einigen Sonnentagen (kein Handarbeiten) viele lange Arbeitstage zu bieten, überhaupt viel Arbeit, viel Chorgesinge, Herzengesammel (es sieht übrigens ziemlich gut aus für uns, herzlichen Dank an alle, die für uns abgestimmt haben!), Ehrenamtliches hier, Engagement da … ich liebe alles, was ich tue. Aber momentan wäre es besser, wenn es weniger wäre. Gestern war ich bei der Verabschiedung einer Kindergartenleiterin, die auf die Frage, ob sie denn Pläne habe, antwortete: „Einfach Zeit haben.“ Und dann sah sie mich sehr ernst an und ergänzte: „Aber wem sage ich das?“

Nun ja, irgendwo zwischendurch habe ich immerhin in knapp einem Monat zehn Stunden Zeit für den Gobelin gefunden. Vorher sah er so aus: dscf1036Und der recht spektakulär für einen unspektakulären Hintergrund wirkende aktuelle Stand ist dieser: 20170520_220351Was daran so besonders ist? Das Ende ist in Sicht!

Der Hintergrund ist zwar noch entfernt von fertig, aber ich schätze, in zwei Runden ist das geschafft, und dann wird es endlich bunt, wenn es an die Gewänder, Wappen, Herren, Damen und Pferde geht. Ich bin sehr gespannt, wie es wirken wird, :)

Jetzt aber endlich wieder Wohlfühlhandarbeit Kreuzstich. Was sagt die Rotation?

  1. Klarinette (18)
  2. Tecklenburger Turney (15)
  3. Wrath (14)
  4. Patchworkdecke (11)
  5. Erdbeeren (4)
  6. Pferde am Bach (3)
  7. ??? Freischuss???

Weiter geht es mit dem nächsten Mammutprojekt, das noch deutlich mehr Hintergrund braucht als die Turney. Wrath, die zornige Lady in red, wartet auf Blitze und Schwärze. See you soon (hopefully)!

Der Garten Anfang Mai 2017

Im April habe ich keine Bilder im Garten gemacht, dafür käme der Artikel jetzt auch deutlich zu spät, und ich gebe zu, auch Anfang Mai haben wir eigentlich nicht mehr, aber die Bilder sind halt dann entstanden. DSCF1245 Das Wunder der blühenden Clematis ist mittlerweile deutlich beeindruckender. :) Meinen geliebten Rankpflanzen am Treppengeländer hatte ich ja gar nicht zugetraut, bei unseren miesen Lichtverhältnissen zu blühen, dazu gab es in den letzten Wochen auch sehr wenig Sonne und viel zu viele trübe Tage. Aber siehe da, die Clematis blüht. Immerhin macht das Geißblatt keine Anstalten.

Ich habe festgestellt, dass letztes Jahr gartentechnisch schon sehr lange her ist. Was waren wir damals fleißig! Und natürlich habe ich beim Fotografieren nicht aufgepasst und habe nicht dieselben Perspektiven gewählt wie damals. Direkte Fotovergleiche gibt es also leider nicht – aber fast!

Neue Pflanzsteinreihe 2016, inklusive zweiter Reihe voll bepflanzt und blühend 2017. Mit Primeln von der Büchereiwiedereröffnungsfeier (Deutsch sein schöne Sprache :) und Nelken als Überbleibsel der Erstkommunion. Ob die sich noch einmal zur Blüte aufraffen können, wenn sie denn überleben, darüber mag ich gerade keine Wette abschließen. Der überlebende (große) Rhododendron macht übrigens noch keine Anstalten zu blühen. Der letztes Jahr im Mai von den Kindern gesetzte kleine Rhododendron ist das erste Opfer des Gartens, er hat 2016 nicht überlebt. Schade. Ich werde mit den Kindern wohl noch mal einen setzen müssen.

dscf0371 2016

DSCF1249 2017

Der zweite zu beklagende Tote ist der große, üppige Farn, dem sowieso niemand große Überlebenschancen eingeräumt hatte. Trotzdem schade. Die meisten Primeln in den Pflanzsteinen leben zwar noch, kümmern seit der großen Schneckenattacke letzten Sommer aber vor sich hin und konnten sich noch nicht dazu durchringen, Blüten zu bilden. Momentan freue ich mich eher noch über ein drittes Blatt und hoffe einfach, dass sie sich wieder berappeln. Letztes Jahr war im Mai definitiv mehr Farbe. Aber dafür weniger Grün. ;) Ist es nicht bemerkenswert, wie flächendeckend der Wald hinter dem Zaun begrünt? Ich überlasse ihm gerne einen Teil der Arbeit auf meiner Seite des Zauns. Zu meiner großen Freude ist der Goldfelberich richtig angegangen und auf dem Vormarsch, hoffentlich noch lange in dem Tempo, das er momentan vorlegt. Ich möchte ja nicht ewig auf die braune Erde schauen müssen. :)

Unter der Treppe wächst es ebenfalls schon ganz schön üppig. dscf0426 2016

DSCF1246 2017

So sieht flächendeckend aus. Und ein ordentliches Vergleichsbild. :) Vielleicht sollte ich einfach noch mal eine Runde Storchschnabel vor den Waldrand setzen. Vor der Höhe würde das reichen, um den Garten optisch abzugrenzen, und vielleicht würde es dann was werden mit der schnellen flächendeckenden Begrünung. Zumindest bis 2018.