Mein 2018

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Mein 2018

Ein kurzer Jahresrückblick anhand der Fragen, die ich mir seit 2014 jedes Jahr stelle.

Dieses Jahr bin ich 38 Jahre alt geworden.

Meine absolute Lieblingsbeschäftigung war stolz auf meine Kinder sein. Mich verquatschen. :D

Dieses Jahr habe ich kennengelernt: Eine Psychotherapeutin. Nicht mehr ganz neue Bekannte als neue Nachbarn und Freunde. Mehr neue Schottischtänzer. Einige Menschen, die „meiner“ Bücherei Gutes tun wollen. :)

Das habe ich mir gegönnt: Ein bisschen mehr Garten, ein Wochenende mit dem Chor, Begeisterung, auch wenn sie Arbeit verursacht und Zeit kostet. Einen Fensterstaubsauger.

Viel zu oft habe ich: Meine Gelassenheit verloren. Ich möchte doch gar nicht laut werden!

Vom Leben gelernt: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Dieses Jahr haben sich viele Sorgen als unbegründet erwiesen.

Ich habe zum ersten Mal: Einen Schulwechsel erlebt. Mit meinen Töchtern die neue Pinakothek in München besucht (endlich). Einen Fahrradträger auf einem Auto installiert. Und vieles andere mehr!

Ereignis des Jahres: Der Schulwechsel der Großen. Schon das zweite Jahr in Folge bestimmen ihre Ereignisse über längere Phasen das Familienleben, was mir für die beiden anderen wirklich leid tut. Das ändert sich hoffentlich wieder!

Mein größter Fehler:  Mich weiterhin in den täglichen Kleinkämpfen mit den Kindern von Hausaufgaben bis Pünktlichkeit aufzureiben. (Fast wörtlich übernommen aus 2016 und 2017. Den Hausschuhkampf habe ich aufgegeben.)

Meine beste Entscheidung: Die besten bewussten Entscheidungen waren dieses Jahr beruflicher Natur. Ich habe für meine Bücherei „ja“ gesagt zu Ideen und Projekten, die die Bücherei verändern werden. Es fühlt sich ein wie ein sehr großer Schritt, den wir gerade machen, und schweißt das Team zusammen. In den letzten Wochen des Jahres herrschte Aufbruchsstimmung und fast so etwas wie Euphorie. Hoffentlich hält das an!

Die größte Veränderung: Eine neue Schule. Jetzt haben wir drei Kinder in drei Einrichtungen. Und seit September haben wir kein Au-pair mehr, bislang klappt das erstaunlich gut.

Besuchte Orte: München, Hamburg, Brüssel. Die Kinder werden groß genug für Städtereisen.

Das Jahr war (zum Ankreuzen):
[x] anstrengend [] das beste Jahr bisher [] enttäuschend
[]durchwachsen [] langweilig [] aufregend
[] wunderbar [x] lebhaft [x] stressig
[] das schlimmste bisher [] alles neu [] emotional
[x] erfolgreich [] ereignisreich [] ruhig
[] nicht erwähnenswert

Dieses Jahr auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (super): 7

Meine Wünsche für das nächste Jahr: Mehr Gelassenheit, Gesundheit für die ganze Familie. Und dass die anstehenden Familienfeste so schön werden, wie ich mir das vorstelle!

Meine Vorsätze für das nächste Jahr: Ich möchte die Balance zwischen „sich genug um die Kinder kümmern“ und „die Kinder selbständig sein lassen“ behalten bzw. besser finden. Vermutlich ist der Mittelpunkt, an dem ich mich niederlassen müsste, ungefähr da, wo sich auch „Zeit für andere“ und „Zeit für mich“ in Balance befinden. ;)

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Alle meine UFOs 2018

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Das Jahr 2018 ist definitiv vorbei, und es wird wieder Zeit zu schauen, was sich so getan hat bei meinen Handarbeitsprojekten. Zunächst wie gewohnt ein Blick auf den Vorher-Zustand, sprich den Überblick von Silvester 2017:

DSCF1494

Im Gegensatz zu anderen Jahren hat sich an der Zahl der Projekte nicht viel geändert. Lediglich die Erdbeeren sind fertig geworden, der Rest ist „nur“ gewachsen. Aber wie! Drei Runden pro Projekt habe ich 2018 geschafft, bei der Klarinette vier. Das sind mindestens 160 Stunden Rotationsstickerei, plus die Sachen in der Reisetasche. Klingt nach gar nicht so wenig, wenn es auch zum Jahresende hin definitiv zu wenig war. ;)

Langer Rede kurzes Bild, hier der aktuelle Stand:

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Drahtsterne basteln mit (fortgeschrittenen) Kindern

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Dieses Jahr haben wir im Advent fast nichts geschafft. Einmal auf dem Weihnachtsmarkt gewesen (nur kurz im strömenden Regen, Pflichtbesuch), zweimal gebacken, dreimal am Lebendigen Adventskalender teilgenommen (Bücherei, Messdiener, Kommunionkinder). Das Adventskalenderbuch nicht durchgelesen, manchmal kommen trockene Reizhusten für Vorleser aber auch zur Unzeit, Weihnachtskarten erst in letzter Minute abgeschickt … das war aber auch ein kurzer Advent!

Was wir aber geschafft haben, war das Basteln kleiner Weihnachtsgeschenke für Großeltern und Großtanten. Das hat aber auch nur eine halbe Stunde gedauert. Eine schnelle Bastelei mit buntem Draht (in diesem Fall mit 1mm Durchmesser und pro Stern ungefähr 1m Länge) und großem Effekt. 20181212_184426.jpgSo effektvoll, dass die Mittlere sofort sagte, das wäre zu schwierig, als ich ihr das entsprechende Bild bei Pinterest zeigte. War es dann aber doch nicht. 20181212_160901.jpgDas Schwierigste ist der Moment, wenn man den gewickelten Stern von den Nägeln abzieht und anfängt, durch die „Kerben“ zu wickeln, um ihn zu stabilisieren. Das ist der Moment, wo man merkt, ob die eigenen Kinder eigentlich fortgeschrittene Bastler sind, die „lass mich das machen, Mama!“ blaffen, oder ob es vielleicht doch zu schwierig war. Drücken wir es mal so aus: Wer mehr Anleitung als das Foto braucht, um die Sterne nachzubasteln, sollte es lassen. ;)

Hat man es geschafft, die Freihand-Wicklung eine Runde weit durchzuführen, ohne dass der Stern auseinander gefallen ist, hat es geschafft. 20181212_184438.jpgIch bin sehr angetan von den Sternen und hätte sie gerne behalten. ;) Leider hatten wir nicht mehr Draht. Aber nächstes Jahr ist ja auch ein Advent – mit hoffentlich mehr Zeit zum Basteln!

Noch ein Urlaubsnachtrag

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Gefühlt ist der Sommerurlaub sehr lange her. Sommer? Urlaub? War das was?

Ja, da war was. Eigentlich sogar einiges, denn als Folge dieses Sommerurlaubs hat meine Mittlere beschlossen, dass sie jetzt doch im Verein schwimmen möchte (was ihr eigentlich gar nicht ähnlich sieht, aber gerne genommen wird), die Große gelernt, wie Sandalen aussehen, wenn man sie draußen vergisst und die besuchte Schwester sie erst drei Wochen später wiederfindet, und dieser Blog eine neue Rubrik namens „Flohmarktfund“ bekommen.

Einen der im Sommer erworbenen Flohmarktfunde kann ich heute endlich verbloggen. Ein Kronleuchter für fünf Stumpenkerzen, auf dem Flohmarkt bestückt mit fünf runden Kerzen und mehreren kleinen Blütengirlanden. Geschwungen, ein bisschen verschnörkelt, wunderschön (ohne die Girlanden). Aber: Gusseisen-schwarz, was beim besten Willen nicht in unsere Wohnung passt. Aber: Für wirklich, wirklich wenig Geld.Ich stand auf dem Flohmarkt und junxte leise, weil er so wunderschön war und förmlich nach mir schrie, aber mir nicht einfiel, wo ich hätte hinpacken können. Die nördliche Schwester beendete mein Elend (vorerst), indem sie den Kronleuchter kurzerhand kaufte und mir schenkte.

Wieder zu Hause habe ich den Kronleuchter dann erstmal auf dem Tisch abgestellt (und von Girlanden und Kerzen befreit) und stehen lassen, zur Inspiration. Außerdem wurden kreative Menschen in meiner Umgebung befragt. Was sollte ich tun? Weiß streichen? Mit alten Buchseiten bekleben? Zur Blumenampel umfunktionieren??? Nichts überzeugte so richtig. Der Kronleuchter wanderte von einer Abstellfläche zur nächsten. Bis die Inspiration im Dezember dann plötzlich zuschlug.

Manchmal muss man einfach eine Saison warten. :)

Jetzt fragt sich nur noch, ob der Kronleuchter nach der Vogelfüttersaison im Keller übersommert…

Klarinette – Runde 25

(Meine Güte, um herauszufinden, wo die Rotation aktuell steht, habe ich zurückgehen müssen bis zum 10. Oktober. Das ist schon fast peinlich.)

Über einen Monat habe ich gebraucht, um der Klarinette zehn Stunden Stickzeit gewidmet zu haben. Jetzt liegt sie schon ein paar Tage wieder fertig in der Kiste, aber außer zum Sticken müsste man ja auch noch Zeit zum Bloggen finden. Und auch das ist gar nicht so einfach… zehn Stunden auf über einen Monat verteilt bedeutet leider auch, dass es immer nur ein paar Minuten waren, die ich auf einmal gefunden habe, und dass es sich im Gesamtergebnis nicht so anfühlt, als wäre ich deutlich weiter gekommen. Wie gut, wenn man da hin und wieder Fotos macht und vergleichen kann. Vorher sah die Klarinette so aus: 20180711_112833.jpg

Und der aktuelle Stand ist dieser: DSCF1604Die farbliche Wahrheit liegt in Wirklichkeit irgendwo in der Mitte zwischen beiden Bildern.

Das sieht doch eigentlich gar nicht so schlecht aus. Vielleicht sollte ich öfter mal in meinen eigenen Blog schauen, um mich wieder zu motivieren. Wobei … auch dafür bräuchte man wieder Zeit. ;) Mir sind einige Farben ausgegangen, deswegen werden die Klappen irgendwie nicht fertig, aber wenn ich es schon mal geschafft habe, mich mit dem Stickrahmen hinzusetzen, habe ich sehr selten Lust, gleich wieder aufzustehen und nach Stickgarn zu kramen. Ein Dauerzustand kann das auch nicht sein…

Wie geht es jetzt weiter?

Wahrscheinlich erst mal in der Reisetasche, denn vor Weihnachten (diesen Artikel schreibe ich am 21.12., ich muss aber das Nachher-Foto noch hochladen, mal schauen, wann er erscheint …) werde ich mich garantiert nicht mehr an den Stickrahmen kommen. Erst recht nicht an den großen. Und dann ist erst mal Weihnachten mit Verwandtschaftsbesuchen und ersten Vorbereitungen auf die nächstes Jahr anstehende Erstkommunion. Die Einladungen sind schon fertig, so was hält einen dann auch vom Sticken ab. Aber die Einladungen an Weihnachten verteilen ist nicht verkehrt, dann spart man zumindest eine Menge Porto und Emissionen. ;)

Ein Abschiedsgeschenk

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Ich habe heute die Galerie meines Smartphones aufgeräumt und bin dabei auf Fotos gestoßen, die zu schade sind, um sie nicht im Blog vorzuzeigen.

Im September haben wir eine unserer langjährigen Erzieherinnen im Kindergarten in den Ruhestand verabschiedet, die partout keinen Abschied feiern wollte. So ganz ohne alles wollten wir sie aber auch nicht gehen lassen, daher ging die Suche nach einem passenden Abschiedsgeschenk los, das gleichzeitig originell, kinderfreundlich und persönlich sein sollte.

Geworden ist es ein Blumenstrauß aus Papierblumen. Jede Familie der Gruppe bekam ein Bastelset für eine Blume, die zu Hause ausgeschnitten, verziert, mit persönlichen Botschaften versehen und zusammengesteckt werden sollte. Die fertigen Papierblumen sind wochenlang in Tüten über den Garderobenhaken des Kleinen bei mir eingetrudelt, und ich habe sie anschließend zu einem kunterbunten Strauß gebunden.

Erste unerwartete Schwierigkeit: Der Chenailledraht war nicht stark genug, um eine Papierblüte zu tragen. Dafür war er ziemlich lang, weshalb ich jeden einzelnen Stiel um einen Schaschlikspieß winden konnte und so die benötigte Standhaftigkeit sicherstellen. Dafür sind Schaschlikspieße wiederum nicht sehr flexibel, was dann auch nicht sehr schön ist, wenn nachher wirklich alle Blumen sichtbar sein sollen. Argh.

Ich habe dann immer zwei oder drei Blumen aneinander gebunden und arrangiert, dann zwei oder drei kleinere Sträußchen zu einem größeren zusammengefasst und immer wieder fixieren, fixieren, fixieren. Am „einfachsten“ (sehr einfach fühlte sich das alles nicht an) ging das mit den kleinen Drahtstückchen, die zum Verschließen von Gefrierbeuteln verwendet und immer in zu großer Stückzahl mitgeliefert werden.

Als der Strauß dann (endlich) alle (20) Blumen enthielt, war er natürlich mittig nicht mehr schön, wo alle Fixierungen zusammen liefen. Also habe ich aus wirklich festem Tonkarton einen breiten Streifen geschnitten und aus einer Längsseite ungefähr bis zur Mitte nebeneinanderliegende Blätter. Das um den Strauß gewickelt ergab eine feste Banderole und gleichzeitig einen Blätterkranz, der den Blumenstrauß nach unten abschließt. Wie bei echten Blumensträußen auch. :)

Zum besseren Transport zum Kindergarten dann noch in Folie eingeschlagen, und „schon“ war der persönlichste Blumenstrauß der jüngeren Kindergartengeschichte fertig. :) Und da die scheidende Erzieherin keine Abschiedsgrüße der Eltern wollte, hat mein Sohn ihn im Morgenkreis überreichen dürfen. Hach!

P.S. Nachmittags kam ich zufällig in dem Moment zum Kindergarten, als die Erzieherin gerade ging. Sie hat mich spontan umarmt, was ich mir bei ihr nicht wirklich hätte vorstellen können. Dann hat es ihr wohl gefallen. ;)

Winterfenster 2018

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Die weiße Winterlandschaft ist weiter gezogen. Statt in der Küche hängt sie jetzt in Gäste-WC, Badezimmer und einem Kinderzimmer, was vom Hof aus gesehen ganz wunderbar funktioniert. Die Kinder haben sich bei der „Installation“ erst einmal gewundert, da die Räume aus dem Inneren der Wohnung gesehen in keinem Zusammenhang stehen. Aber gut. :)

In der Küche habe ich eine andere Idee umgesetzt. Im Oktober beim Waldspaziergang gefundene, wunderschöne Äste, schon beim Auffinden rindenlos, wurden auf halber Höhe in die Küchenfenster gehängt. 20181202_162114.jpgDaran habe ich zunächst eine Lichterkette befestigt und anschließend alles Mögliche, was an Weihnachts- oder Winterdeko auffindbar war. Unter Anderem die Weihnachtskugeln im Tartan-Muster, die ich vor drei Jahren angefangen habe zu sammeln.

Ich bleibe in einem Weihnachtsheft (könnte „Landlust“ sein, vielleicht auch nicht?) alljährlich an einem schottisch geschmückten Weihnachtsbaum hängen, mit Kugeln mit schottischen Tartan-Mustern, finde ihn jedes Jahr wunderschön und überlege mir, dass ich so einen Baum auch gerne hätte, wenn unserer nicht so aussähe, wie er aussieht. Unser eigener ist nämlich gut gefüllt mit Kugeln, die wir über Jahre gesammelt, geerbt oder überlassen bekommen haben. Alles Kugeln mit Familiengeschichte, wie ich es liebe. Dazu Strohsterne und kleine Holzfigürchen, die schon vor vierzig Jahren im Weihnachtsbaum hingen, unter dem mein Mann damals seine Geschenke fand. Ich möchte auf kein einziges Teil verzichten, was in unserem Baum hängt. Also kein Tartan-Baum für mich. Dazu kommt, dass diese zauberhaften schottischen Kugeln teuer sind. Um einen ganzen Baum zu füllen, müsste ich ein Vermögen ausgeben. Es haut also vorne und hinten nicht hin.

Vor drei Jahren habe ich mir dann überlegt, dass ich mir einfach jedes Jahr eine Kugel kaufe. Am besten jedes Jahr eine andere! Bis ich genug zusammen habe, um damit etwas anfangen zu können, habe ich wahrscheinlich Enkelkinder. ;) Vier Kugeln habe ich mir bislang selber gekauft, dazu eine (die rot-weiße im Bild) im aktuellen Adventskalender gefunden. Die Auswahl der „Kugel des Jahres“ hat sich für mich zu einem kleinen Höhepunkt des Weihnachtsmarktbesuchs im niederländischen Garten-Center entwickelt, wo ich alljährlich mit einer meiner besten Freundinnen hin fahre. (Der schwedische Möbelhersteller hat mir dieses Jahr übrigens einen Strich durch die liebevolle Rechnung gemacht mit einer Tartan-Weihnachtskollektion. Argh. Und ja, ich bin schwach geworden. Aber nur einen Sechserpack!)

Im Winterfenster 2018/19 hängen also (schottische) Weihnachtsbaumkugeln, Plätzchenförmchen, die sich als eher ungeeignet zum Ausstechen erwiesen haben (zu dünne Beine), Filzanhänger, die unsere Apotheke vor Weihnachten verschenkt, Herzchen, Sterne und schwedische Pferdchen aus den unterschiedlichsten Materialien. Ein einziges Sammelsurium, das aussieht wie genau so beabsichtigt.

Die Inspiration für diese Fensterdekoration stammt übrigens von Pinterest. Die Idee hat sich aber gut selbständig gemacht auf dem Weg an meine Fenster. :)

Adventskalender 2018

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Ein Blick ins Blogarchiv verrät mir, dass ich öfter schon mal Adventskalenderfotos gepostet habe. Okay, nur einmal im Jahr, aber das schon ein paar Mal. Die ganze Liste gibt es weiter unten.

Dieses Jahr gab es als Befüllung auf besonderen Wunsch der Mädchen weitere Lego-Elves-Drachen, besonders groß ist die Überraschung also nicht geworden. Der Kleine bekommt jeden Tag einen kleinen Schokoladenfußball und ein Sammeltütchen Aufkleber. Sein Fußballverein hat ein Stickeralbum herausgegeben, zeitlich genau passend im November, wie praktisch! Jetzt wird es jeden Morgen wieder spannend: Zieht er sich heute vielleicht endlich selber? Oder wenigstens jemanden aus seiner Mannschaft?

Viel aufregender als der Inhalt ist dieses Jahr eigentlich mal wieder die Frage, wie er denn nun aussieht, der aktuelle Adventskalender? 72 Klorollen, sag ich nur. Ich muss wahnsinnig sein. 20181128_135314.jpgDie Kinder haben mir aber beim Basteln geholfen. Der Kleine in den Herbstferien beim Bemalen der über den Sommer gesammelten Klopapierrollen, die Mädchen nachher mit dem Aufkleben der Augen bei Eulen und Fledermäuse.

In voller Größe sieht der Adventskalender mit 72 Waldtieren so aus: 20181128_135301.jpgDie Große hat gleich eine Geschichte erfunden, wie bei einer Versammlung im Wald plötzlich der Boden wegbrach und den Wald samt Anführer in die Tiefe riss. (Tagebruch. Eindeutig ein Kind des Ruhrgebiets.) Alle anderen Tiere stehen jetzt an der Abbruchkante und schauen bedröppelt in den Abgrund. („Deswegen gucken die so, Mama!“) Den Pilz hat der Kleine im Kindergarten gebastelt, der ist auch aus Klopapierrolle, ist aber nur zur Dekoration dabei.

Die Waldtiere werden nach der Leerung übrigens wieder gesammelt und wahrscheinlich nächstes Jahr wiederverwendet. :)

Der Mann hat zum dritten Mal auf eigenen Wunsch seinen Socken-Adventskalender befüllt bekommen. Und da ich nicht das Risiko eingehen wollte, wieder als Einzige nur Arbeit, aber keinen Adventskalender zu haben, und zu stolz bin, um mir einfach einen zu kaufen, habe ich die drei „großen“ Familienmitglieder verpflichtet, mir einen Socken-Adventskalender zu befüllen. Einen selbstgemachten, aus einem Großteil der Einzelsocken, die sich in den letzten Jahren in unserem Haushalt angesammelt haben. 20181202_150203.jpgBei drei Befüllern sind das acht Socken pro Person, und ich hatte als Losung ausgegeben, dass sie kein Geld für mich auszugeben brauchen, mir reichen auch liebe Botschaften. :) In fünf Tagen habe ich bis jetzt einen Stift mit Beschriftung „beste Mama“, eine Weihnachtsbaumkugel mit Tartan-Muster (die hat Oma als Unterstützung gekauft), Halsbonbons mit coolem Namen, Einhorn-Schokolade und eine DVD bekommen. Weil die DVD nicht in die Socke passte, hat mein Mann zusätzlich ein Anagramm-Rätsel „gebastelt“, ich musste also erst noch rausfinden, welchen Film ich bekomme. Insgesamt stelle ich fest, dass ich mich jeden Tag richtig freue und wie ein Kind ganz gespannt als Erstes morgens zum Adventskalender gehe. :)

Bisherige Folgen:

Wenn wir nächstes Jahr alle Kalender wiederverwenden, fände diese Serie vorerst ein Ende. Obwohl, das hatten wir ja schon mal, dass ein Kalender mehr als ein Jahr in Gebrauch war.

Reisetaschenbefüllung

Irgendwann in grauer Vorzeit – nein, eigentlich in bunter Vorzeit, das war nämlich im Oktober, und wenn ich jetzt im Dezember so aus dem Fenster sehe, ist jetzt grau, nachdem die Blätter alle verschwunden sind. Im Oktober war herbstbunt, und aus Blogsicht ist es schon viel zu lange her. *hüstel*

Der November war … November. Voller Termine, Adventskalendervorbereitungen (wie immer viel zu viel Aufwand betrieben für die Anzahl der herzustellenden Adventskalender), Arbeit, ersten Schulnoten und erstem Stress wegen Schulnoten. Der Dezember verspricht nicht ruhiger oder entspannter zu werden, aber ich hoffe, dass ich es vielleicht doch noch mal schaffe zu bloggen. Es fehlt mir. Genau wie das Sticken, ich habe im gesamten November ganze sechs Stunden geschafft, das wird hoffentlich schnell wieder besser!

Im Oktober aber, da waren Herbstferien, und ich war zusammen mit den Kindern (leider ohne Mann) im Familienurlaub. Die Erdbeeren waren vorher noch fertig geworden, sie Reisetasche für Stickarbeiten musste also neu befüllt werden. Beim Durchwühlen meiner Vorlage auf der Suche nach der EINEN, die mich mehr begeistert als alle anderen, bin ich leider nicht so richtig fündig geworden, zumindest nicht in der richtigen Größe. Die Reisetaschenprojekte sollen ja nicht so unendlich groß sein.

Was ich aber gefunden habe, war ein ganzer Stapel kleinerer Vorlagen. Und weil ich mich entscheiden konnte, habe ich sie einfach alle eingepackt.

In den Herbstferien ist dann das erste kleine Projekt auch gleich in zweieinhalb Tagen fertig geworden. Quasi ein Quickie. ;) 20181107_155213.jpgMit einer absolut wahren Botschaft. Gestickt auf ein altes Geschirrtuch (hier schon mal verwendet) und schnell in einen Rahmen gepackt hängt es mittlerweile über meinem Schreibtisch in meinem Büro, damit die Kolleginnen Bescheid wissen. :)

Zweieinhalb Tage Kaffee also, und dann war ich doch sehr froh, noch mehr Projekte eingepackt zu haben. Beim nächsten war ich dann aber doch etwas erschrocken, denn die Vorlage ist nur so groß wie eine Postkarte und sieht auch nicht sehr aufwändig aus. Gedacht für ein weiteres Kissen auf die Damenbank. 20181107_155423.jpgDer bisher schon gestickte Text lässt wenig Fragen offen, was da entstehen wird, oder? Das ist jetzt auch die endgültige Breite. Wenn das aber auf ein Kissen passen sollte, wurde schnell klar, geht das nicht in normaler Kreuzstichgröße. Ab sofort also nur noch beleuchtete Reiseorte, damit ich „1 Stickfaden über 1 Gewebefaden“ hin bekomme. Dann wird es auch Kissengröße werden: 20181107_155412.jpgEin vielfach genutztes Geschirrhandtuch, wie man sieht. :) Ein weiteres Projekt wird noch drauf passen, aber Sterntaler wird mich auch noch eine Weile beschäftigen. Und der nächste Urlaub kommt erst an Weihnachten.

Soviel für heute. Mehr Beiträge folgen, denn natürlich bin ich kreativ gewesen im November, wenn auch nicht an der Sticknadel. Ohne geht gar nicht.

Book up! Nr. 25 – Nein! DVD up!

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Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Manchmal könnte man auch mit einer DVD in der Hand da stehen, sich leicht gruselnd fragen, ob das jemals ein Kulturgut war, und sich über den Plastikmüll ärgern, den man produziert. Oder auch nicht.

20180706_142843.jpgHeute: Dallas Staffel 2 und ein alter Stadtplan dürfen mit auf die Reise

Die Inspiration zum heutigen DVD-up fand sich in einem Buch. Damit ist der Beitrag zumindest halbwegs passend. Das Buch „Trick 17 – Schwangerschaft & Baby“ sollte man allerdings nicht zum Basteln verwenden, sondern in der Stadtbücherei des Herzens ausleihen und durchstöbern. Selbst ohne schwanger zu sein oder ein Baby zu haben.

In diesem Buch wird eine alte DVD-Hülle verwandelt in ein Malset für unterwegs. Die DVD selber könnte man bestimmt auch noch verbasteln, heute widmen wir uns tatsächlich einmal der Hülle. Als erstes wird das Cover entfernt und einseitig durch ein Brettchen ersetzt. Das verhindert im nächsten Arbeitsschritt, dass die Folie zerschnitten wird.

Mit einem Teppichmesser und einer wohldosierten Mischung aus Geschick und nicht zu wenig Kraft wird der Ring ausgeschnitten. Dadurch entsteht ein großes, rundes Loch in der Hülle. Bitte aufpassen, dass das untergeschobene Brettchen nicht verrutscht! (Ein bisschen Plastikmüll entsteht also doch.)

Danach wird ein Stück dünne (!) Pappe ausgeschnitten, das groß genug ist, um die Hälfte mit dem Loch zu füllen. Die Pappe wird mit einem Stück hübschen Stoff oder buntem (Motiv-)Papier – oder auch einem Teil eines veralteten Stadtplans einseitig beklebt, die überstehenden Ränder.  auf der Rückseite festkleben. (Ohne Abbildung)

20180711_153728.jpgDann findet sich hoffentlich noch ein Rest Filz, Jersey oder anderer Stoff, der nicht ausfranst und ein bisschen dehnbar ist. Das Stoffstück sollte etwas breiter sein als die zugeschnittene und beklebte Pappe, braucht aber höchstens halb so hoch zu sein. Mit Hilfe einer Heißklebepistole kann der Stoff an drei Seiten so auf der Rückseite fest geklebt werden, dass eine Tasche entsteht. Für Stifte, wie man sieht.

Achtung! Es ist sehr wichtig, dass die Pappe mit Tasche und Stiften nicht zu dick wird, sonst lässt sich die DVD-Hülle nicht mehr schließen. Zwischendurch gerne einmal ausprobieren und ggf. nachschneiden, vor allem auf der Rückseite. Gerade in den Ecken entstehen schnell Wülste aus Stoff und Kleber. Passt alles, wird die Stifttasche mit Heißkleber in vier Ecken (nicht im Loch!) fest in die Hülle eingeklebt.

20180721_103951.jpgWenn das geglückt ist, kann die ehemalige DVD-Hülle mit Stiften und Papier befüllt werden. Auch da zwischendurch einmal überprüfen, ob sich die Hülle noch schließen lässt.

Damit das Malset nicht nur von innen schön ist, wird das entfernte Titelblatt auf einen alten Stadtplan (hier natürlich von Bochum) gelegt, die Umrisse werden übertragen und ausgeschnitten. Schon ist ein neues Titelblatt fertig, thematisch passend für ein „Malset für unterwegs“. Mit ein paar Aufklebern kann das relativ neutrale Titelblatt noch verschönert werden.

Fertig!20180721_115702.jpg

Glück auf! Book up!

GriSu